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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de

Dienstag, 6. November 2012

Was kommt nach dem 10. NEIN?


Ja, heute ist mal wieder einer der schwierigeren Tage. Meine Geduld ist schon jetzt (am späten Mittag) ziemlich aufgebraucht. Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass ich krank bin und meine Kräfte nicht ganz so im Überfluss vorhanden sind.

Außerdem sind die Nächte immer noch sehr anstrengend. Ich habe sogar das Gefühl, dass es von Nacht zu Nacht schlimmer wird. Das kann aber auch eine subjektive Wahrnehmung aufgrund des Schlafmangels sein.

 

Abgesehen davon, dass Fynn zwar Abends schon fast im Sitzen einschläft, im Bett aber sofort zu Schreien beginnt, wacht er jede Nacht auf. Das Aufwachen alleine ist nicht das Problem, sondern das Weinen. Er scheint sich kaum zu beruhigen und wenn er sich mal beruhigt hat (durch Tragen, Laufen, pschscht-machen, Streicheln, Singen, gut zu Reden,…) dann fängt er nach einer Minute ganz plötzlich wieder an in voller Lautstärke zu Schreien. Ich weiß einfach nicht warum. Seit knapp 2 Wochen geht das nun so (mit der Ausnahme von einer ruhigen Nacht).

 

Aber zurück zu heute: Viel Weinen und Schreien auf der einen Seite (Fynn), viele Nein’s auf der anderen (ich). Selbst mein Versöhnungsversuch, ihn zu baden – was ihm eigentlich tierisch Spaß macht und zudem auch zufällig dringend nötig war – ist gescheitert. Auch in der Wanne gab es nur bittere Tränen und das arme Wasserspritztier wurde wütend in die Ecke geworfen. Von dem Versuch ihn danach zum Mittagsschlaf hinzulegen, erzähle ich lieber erst gar nicht… kann sich sicher jeder denken, wie das ausging.

 

Wie bringt man sein Kind dazu auf ein Nein zu hören? Ich bekomme immer wieder gesagt, dass ich ihm mal auf die Finger hauen soll, damit er es „begreift“. Finde ich aber keine gute Idee und denke auch nicht, dass das der richtige Weg ist. Aber was sonst? Ich sage 10, 20 oder auch 30 mal Nein, aber er reagiert nicht. Ok, manchmal reagiert er schon: mit einem frechen Grinsen und einem Blick der mir klar macht, dass er ganz genau weiß was er gerade tut. Laut werden ist dann leider meine Reaktion irgendwann – aber auch das ist mindestens genauso schlecht wie Schlagen, finde ich.

Habt ihr irgendwelche Tipps? Es geht ja nicht nur um die Dinge die er nicht darf (wie z.B. die vollen Windeln aus dem Mülleimer holen und durch die Gegend werfen), sondern auch um die Dinge die gefährlich sind (wie z.B. einen großen Kleiderständer umwerfen). Wir haben unsere Wohnung schon sehr kindersicher, haben vieles in Boxen verpackt, weder Bücher noch Pflanzen oder Deko rumstehen… (was andere Eltern mit Kindern in dem Alter sehr wohl haben), aber ich kann und will auch nicht alles vermeiden. Er muss es ja irgendwie lernen…

Kommentare:

  1. Hallo!Das mit dem nein wird noch etwas länger so gehen-da müsst ihr durch. Ablenken ist immer eine gute Methode. Ihm andere Sachen zeigen und sich mit ihm beschäftigen- hält aber nicht ewig;-)Lieben Gruss

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  2. Wie alt isst Fynn den jetzt?
    Wenn ich "Nein" sage, nehme ich meine Maus auch immer von dort weg, wo sie gerade etwas Verbotenes tut. Sie versucht am Regal hochzuklettern, ich sage "Nein" und stelle sie woanders hin. Natürlich rennt sie dann gleich wieder zum Regal (und lacht dabei). Aber nach der 10. Wiederholung wird es ihr zu doof und sie macht was anderes. Und irgendwann sickert es dann durch, dass sie das nicht darf. Dass der Kachelofen tabu ist, hat sie inzwischen z.B. kapiert. Das dauert. Und braucht nerven. Aber es wird. Kopf hoch.

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  3. Liebevolle Konsequenz wäre jetzt mein Lösungsvorschlag. Wie Eula lia geschrieben hat, nein sagen und Fynn von "was auch immer" wegholen. Deine innere Haltung muss stimmen. Du meinst es gut und möchtest nicht dass er das tut. Logisch, auch hier musst du leider einen langen Atem haben. Erklär ihm auch warum du das nicht möchtest. Bei uns helfen auch auch Ich-Aussagen und aktiv zuhören. Z.Bsp. Ich sehe, dass es dir Spaß macht die Windeln auszuräumen(aktiv "zuhören"). Und dann Ich möchte nicht dass du die Windeln ausräumst weil... klingt am Anfang immer ein bisschen holprig, aber es hilft weil du vorher nachdenkst, was du jetzt sagen wirst und somit schreist du ihn nicht an ;-)
    Vielleicht hilft dr das Buch: http://www.amazon.de/Step-Elternbuch-ersten-Taschenbuch-Ratgeber/dp/3407228775
    Noch besser ist ein Kurs ;-)Ich habe da echt viel gelernt, und solchen schlauen Sprüch, wie mal auf die Finger klopfen kannst du dann wirklich ganz galant überhören! Bei weiteren Fragen meld dich gern auch mal. Ansonsten stöber ich hier mal noch ein bisschen in deinem Blog. Tolle Sache!!!

    LG, Julia

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  4. Er ist ca 13 Monate. Aber ich habe das Gefühl, dass es ihm eben nicht nach dem 10. Mal zu langweilig wird. Erklärungen wie: das ist gefährlich oder das tut der Mama weh gebe ich schon auch immer.

    Aber im Moment ist das Schlaf-Problem mal wieder vorherrschend. Wird nicht langweilig hier! ;)

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  5. Falls es dich beruhigt, meine zweite Tochter (ca. 11 Monate) treibt diese Spielchen auch nur zu gern mit mir. So, nun nochmal zu Fynn. Gib ihm "Aufgaben" wo es dir nicht so wichtig ist, wie und vorallem wie schnell sie erledigt werden. Bsp. Staubsaugen(falls er schon laufen kann), einen Besen/Handfeger. Zeig ihm was er machen soll und dann sag ihm, dass er dich dabei gerne unterstützen kann. Auch beliebt Staubwischen, allgemeine Dinge im Haushalt eben. So merkt er, dass er "gebraucht" wird, also eine Aufgabe hat und macht somit weniger Blödsinn. Er bekommt ja dadurch deine Aufmerksamkeit, dass er dir hilft. Probiers mal. Bei meiner Großen(jetzt 3 Jahre alt) hab ich das auch sehr zeitig begonnen, auch beim Einkaufen helfen lassen, anstelle vom Geschrei im Einkaufswagen, hatte ich eben ein Kind, was die Butter in den Korb gelegt hat, oder eben an der Kasse aufs Band gelegt hat.
    Liebe Grüße, und viel Erfolg. Ich warte auf Berichte!
    Julia

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