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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de
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Dienstag, 1. Oktober 2013

ab auf die Insel


Wir haben gestern den Bescheid bekommen, dass wir schon am 20. November in Kur fahren werden.

Das wird zwar Konflikte mit dem Kindergarten geben, aber ansonsten freue ich mich! Die Vorweihnachtszeit am Meer! Die Klinik ist mir zwar sehr suspekt, da man im Internet absolut keine Informationen finden kann. Aber selbst wenn es dir letzte Bruchbude ist - ich bin schließlich Hostels und Couchsurfing gewohnt - wir werden und schon eine schöne Zeit machen.

 

Dienstag, 20. August 2013

gießen, genießen, genießen


Das Leben ist einfach so schön, so schön, so schön! Ich komme aus dem Staunen und genießen gar nicht mehr raus. Seit letzter Woche habe ich jetzt zwar vorübergehend mal wieder einen kleinen Job, der nicht ganz so viel Spaß macht, aber sonst ist alles einfach PERFEKT. Naja, nicht perfekt, aber herrlich unperfekt und schön!
 

Die beiden Büro-Tage letzte Wochen kamen mir sooooo lange vor. Nicht, weil die Arbeit so ätzend oder anstrengend war, sondern weil ich Fynn so sehr vermisst habe. Es kommt mir so vor, als würde ich ihn mit jedem Tag mehr lieben. Immer wieder könnte ich einfach platzen vor Glück, nur weil er gerade irgendwas lustiges / süßes macht, tapsig durch die Gegend flitzt oder mit mir kuscheln möchte. Ich habe echt ein absolutes Luxus-Leben. Eine wunderbare Frau, ein tolles zu Hause, nette Nachbarn und ein unbeschreibliches Kind. Natürlich haben Katha und ich auch mal Streit und Fynn macht auch nicht nur das, was er darf – ganz im Gegenteil und die Hausarbeit versuche ich auch alleine zu schaffen. Aber mir geht es so gut, ich bin so gelassen und voller Liebe. Man klingt das kitschig!! : ) Muss ja selbst gerade mal laut lachen. Aber es ist so. Die Zeit mit Fynn macht mir gerade so viel Spaß, dass ich mittags (wenn er schläft) gar keine Pause oder Auszeit brauche. Ich habe gar kein Bedürfnis mit mal auszuruhen, hinzusetzen oder zu lesen. Ich hatte ja schließlich schon den ganzen Vormittag Spaß beim Bobby Car-fahren (Vorsicht: Muskelkater!) und auf dem Spielplatz. Also kann ich mittags voller Energie an den Schreibtisch und Uni-Sachen machen.

Genießen, genießen, genießen. Daraus besteht mein Leben im Moment und ich habe ein ganz kleines bisschen ein schlechtes Gewissen, dass es mir so gut geht und anderen nicht… aber mit schlechtem Gewissen lässt es sich nicht gut genießen, also vergesse ich es schnell wieder. Ich versuche trotzdem anderen unter die Arme zu greifen und zu Helfen – das ändert ja an meiner Freude nicht. Ich schöpfe ja sozusagen aus der Fülle.

Mittwoch, 14. August 2013

manchen Luxus muss man sich einfach gönnen, wenn er sich anbietet

Kaum schreibe ich, dass ich hoffe, meine Meinung wegen dem „Urlaubssemester“ nicht mehr zu revidieren… schon ruft eine Tagesmutter an mit der freudigen Nachricht, dass sie unerwartet einen Platz ab 1. September frei hat. Wir könnten also JETZT mit der Eingewöhnung beginnen. Ich bin heute Vormittag mit Fynn zu ihr gefahren, um mir die TaMu und die Rahmenbedingungen noch mal anzusehen. Warum? Ganz einfach: weil ich immer noch denke, dass vom Prinzip her eine Tagesmutter mit 5 Kindern eine bessere Betreuung ermöglichen kann als eine Kindergartengruppe mit 20 Kindern.

Ich war also da und bin nun wieder neu vor der Entscheidung, wie es weitergeht. Die TaMu ist nett und wirkt sehr kompetent, sie hat jahrelange pädagogische Erfahrung, die Wohnung ist schön hell und sauber, einen  Balkon gibt es auch. Ansonsten war der erste Eindruck: zwei Katzen in der Wohnung – natürlich mit vielen Katzenhaaren, ist aber kein absolutes Ausschlusskriterium. Der Umgang mit den Kindern – hmpf… kann es nicht genau bennenen warum, aber irgendwas hat mich gestört. Vielleicht lag es aber auch nur an der Beobachtungs-Position. Und mir ist selbstverständlich durchaus bewusst, dass es viele Wege gibt...

Aber jetzt noch mal zum Grundsatz: es gibt ja folgende zwei Optionen

1.       Fynn kommt jetzt zu einer Tagesmutter und bleibt da bis er 3 Jahre alt ist, ich kann also auch jetzt weiter studieren. Er ist in einer kleinen Betreuungsgruppe, in der er gut versorgt wird. Die Kinder sind aber auch alle maximal so alt wie er oder jünger, die Spielsachen eigentlich auch mehr für kleinere Kinder. Es gibt einen Balkon, da können sie an die Luft, aber nicht raus zum rennen, toben und kletter (was Fynn total gerne macht und ich auch sehr wichtig finde)

2.       Ich bleibe das nächste Semester wie geplant zu Hause und Fynn geht ab Dezember in den Kindergarten. Da könnten wir die Zeiten langsam steigern, bis ich dann im März wieder zur Uni muss. Er wäre aber eben in einer Gruppe mit 20 Kindern (bei nur 3 Betreuern), von denen 15 Kinder zwischen  3 und 6 Jahre alt sind. Ein paar der Kinder kennt er aber schon. Und es gibt einen ganz großen Garten mit vielen Kletter-, Spiel- und Tobemöglichkeiten.

Von den Kosten wäre der Kindergarten mehr als doppelt so teuer, aber das soll auf keinen Fall ein Entscheidungsgrund sein!
Sondern etwas ganz anderes. Fynn hat heute Nachmittag seinen Sand-Eimer in die Handgenommen, mir gewunken und "Dau!" ["Tschau"] gerufen. Dann ist er los, am Bobbycar vorbei "Auto-Dau!", an seinem Ball vorbei "Bai Dau!" und dann noch der Bagger "Baga Dau". Kurz danach dreht er sich um und kommt zurück und sagt: "Fynn da." Wie herrlich! Es macht soooo Spaß ihm in seiner Entwicklung zu beobachten und zu begleiten. Unvorstellbar. Diese Liebe und dieses Glück. Ganz subjektiv betrachtet ist Fynn der absolut süßeste kleine Knirps den ich kenne. ;)
Und genau diese Momente haben meine Entscheidung wieder bestätigt bzw. mich neu dafür entscheiden lassen, noch länger zu Hause zu bleiben. - Diesen Luxus gönne ich uns : -)))

Dienstag, 6. August 2013

um die Häuser ziehen

Wahnsinn! Es ist so unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Eben noch hatte ich ein kleines, hilfloses Baby und jetzt zieht mein Junior mit den Nachbar-Jungs um die Häuser. ;) Er hat sich am Wochenende mit den großen Jungs aus der Nachbarschaft (6 Jahre alt) angefreundet. Wäre ja vermutlich auch viel zu langweilig mit den 3-jährigen zu spielen. Auf jeden Fall sind die Größen von meinem Zwerg irgendwie voll begeistert und freuen sich, wenn er "mitspielt". Das kleine Problem ist nur, dass die Jungs mal hier und mal da spielen. Und natürlich schon frei rumflitzen dürfen ohne um Erlaubnis zu fragen. Fynn scheint das aber nicht zu stören, er geht einfach mit. Ohne mit der Wimper zu zucken oder sich mal nach Mama umzudrehen, folgt er seiner neuen Freunden und ist weg. (Ich bin natürlich hinterhergeschlichen.)

Ich finde es ja wunderbar, dass er so ein großes Urvertrauen hat - aber so ein bisschen schüchterner/vorsichtiger könnte er schon ab und zu sein.
Naja, aber im Grunde hat er ja Recht:  ich passe ja auf ihn auf, so gut ich kann - und selbst wenn ich mal versage, ist er immer noch unter der Obhut seines himmlischen Vaters! Also raus mit dir und genieß deine Kindheit und dieses wunderschöne Leben!




Montag, 15. Juli 2013

MÜÜÜÜDEEEEE

Ich bin müde.
Am Ende.
Einfach kaputt.

Unser armer, keiner Schatz ist (ihr ahnt es sicherlich schon) wieder krank. Mittelohrentzündung und Bindehautentzündung. Das ganze mit 39,5 Grad Fieber.
Er tut mir so leid. Immer und immer wieder ist er so krank.

Ich habe Klausurwochen. 3 Klausuren schreibe ich diese und nächste Woche. Gott sei Dank, können meine Eltern zweimal als Babysitter einspringen. Zum Lernen bleibt nur leider keine Zeit mehr. Tagsüber ist er kaum von meinem Arm zu bekommen und die Nächte ... *gähn* ... erwähne ich lieber nicht.
Ich werde die Klausuren schreiben. Ich versuche es. Aber wenn ich nicht alle drei bestehe oder nicht mit einer 1 vor dem Komma, dann ist das ABSOLUT in Ordnung. Ich habe keine Kraftreserven mehr also nutze ich alle verfügbare Energy für Fynn! Mit viel Kaffee überstehen wir auch das irgendwie.

Montag, 8. Juli 2013

Wir sind drin!!

Den Beitrag habe ich gestern geschrieben, habe aber erst jetzt Internet:


WAHNSINN. Wir umgezogen. Wir sind tatsächlich gestern umgezogen. Mit 8 Helfern und einem vollgeladenen LKW. Bei stechender Hitze und viel Schweiß, in ein noch nicht ganz fertiges Haus. Aber es sind nur noch Kleinigkeiten die fehlen. Und trotz Dreck und noch ein bisschen Umzugs-Kisten-Chaos ist es gemütlich. Wir fühlen uns wohl. Vor allem Fynn. Er ist völlig begeistert von dem vielen Platz, den wir plötzlich haben. Er rennt durch die Wohnung, hin und her, im Kreis, um das Sofa, um den Tisch, … und freut sich!

Ich habe zwar noch keine Erfahrung, wie es sich anfühlt auf unserem neuen Bett zu schlafen, da ich heute Nacht mal wieder in Fynns Zimmer war, aber das ist gerade überhaupt nicht schlimm. Ich sitze auf unserer provisorischen Terrasse in der Sonne. Völlig entspannt. Heute ist Sonntag, da wird nicht gearbeitet. Nur genossen. Und mit dem Sonnenschirm und dem Klappstuhl fühlt es sich ein bisschen so an wie Urlaub. In den letzten 12 Monaten habe ich mich nicht so wohl und glücklich gefühlt wie jetzt im Moment. Unglaublich.

Sogar dass ich eigentlich ziemlichen Druck habe, da ich nur noch eine Woche Zeit zum Lernen habe, bevor die Klausuren kommen, ändert gerade nichts an meiner Entspannung. Jetzt haben wir so viel geschafft, so viel überstanden, so viel geleistet, da werde ich die Klausuren auch irgendwie überstehen. Und wenn ich nicht alle bestehe (sind ja nur 3), überlege ich das auch. Passend zum Wetter und zu meinem Sommer-Lebens-Motto! ;)

Mittwoch, 26. Juni 2013

kurze Zwischenmeldung

Nach der langen Krank-Phase war Fynn heute das erste Mal wieder bei der Tagesmutter. Leider hat die dann heute Nachmittag angerufen und mitgeteilt, dass sie eine ansteckende Bindehautentzündung hat. (hoffentlich hat er sich nicht wieder angesteckt!!)

Betreuung fällt also morgen aus. – Blöd, da ich nicht nur eine Tutorenstunde halten muss und einen Pflichttermin im  Labor habe, ich schreibe auch nachmittags die erste Klausur für dieses Semester!

Also wieder mal alle Hebel in Bewegung setzten und eine Ersatz-Betreuung suchen. Ist Gott sei Dank geglückt. Danke, dass mein Leben nicht langweilig wird ;)

Sonntag, 23. Juni 2013

Optionen

Fynn ist immer noch krank. Die Bindehautentzündung ist zwar besser, aber noch nicht weg und letzte Nacht hat er sich leider auch wieder übergeben. Der arme Zwerg. Er tut mir so leid, aber außer ihn im Arm zu halten und zu trösten kann ich nicht viel tun. Ich hoffe sehr, dass er bald wieder fit ist.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Es gibt positive Ergebnisse bei er Tagesmutter-Suche. Im Moment sogar zwei Optionen. Einen für sofort (? Ist aber etwas merkwürdig und es gibt nicht wirklich viel Platz zum Spielen und Toben – also fällt die Option eigentlich schon wieder weg) und eine zweite ab September. Das würde mit dem Wintersemester-Anfang ganz gut passen, nur ob ich dann für August und September den Job annehmen kann, weiß ich noch nicht.

Wobei auch nach wie vor – im Moment gerade wieder ganz stark – die Frage im Vordergrund steht: will ich das überhaupt? Ich bin mir da immer noch nicht sicher und habe mich noch nicht entschieden.  Wenn ich mit anderen Studierenden mit Kind, oder überhaupt mit jungen Müttern, spreche, dann lasse ich mich immer wieder anstecken von dem Gedanken, dass das mit der richtigen Betreuung gut zu kombinieren ist und den Kindern auch gut tut. Und ich sehe und erlebe ja auch, dass sie dadurch keine „schlechten Mütter“ sind und die Kinder glücklich und zufrieden sind. Aber dann gibt es eben auch noch mein Bauchgefühl, dass mir sagt, ich sollte für Fynn da sein. Ja, er freut sich auf die anderen Kinder bei der Tagesmutter und er freut sich auch, wenn er Zeit mit seinen Großeltern verbringen kann. Aber trotzdem ist das hin- und herpendeln doch auch immer wieder Stress. Positiver Stress, aber es bleibt belastend/anstrengend. Und dann gibt es auch noch ganz rational die Argumente, dass er einfach empfindlich und so viel krank ist (was für ihn natürlich schlecht ist, aber was auch einen „normalen“ Studienverlauf unmöglich macht) und dass er durch den Umzug ja auch wieder eine große Veränderung vor sich hat. Der Baustress wird wegfallen, Katha und ich werden (hoffentlich) wieder entspannter sein, aber es ist eben auch eine völlig neue Umgebung, neue Eindrücke, neue Nachbarn und vor allem wird aus dem 6-Personen-Haushalt wieder ein 3-Personen-Haushalt, also auch wieder andere Alltagsstrukturen und wesentlich weniger Kontakt zu Oma und Opa.

Es ist noch offen. Ich habe mir alle Kombinationsmöglichkeiten aus Job, Studium, KiTa, Tagesmutter und zu Hause bleiben aufgeschrieben und lasse jetzt erst mal den Umzug vorbeigehen und schauen wie sich die Optionen entwickeln. Selbst eine Ausbildung zur Tagesmutter zu machen ist aber weiterhin auch noch offen.


PS: Umzug ist in zwei Wochen geplant!!!

Mittwoch, 12. Juni 2013

Woran man Schlafmangel erkennt


Katha und ich leiden zur Zeit an akutem Schlafmangel. Ich bin gestern Abend um 18:45 auf dem Sofa eingeschlafen und habe mehr oder weniger durchgeschlafen bis mein Wecker heute früh um 6 Uhr ungnädig wurde. Den Schlaf habe ich mehr als gebraucht und Katha hat sich zum Glück um Fynn gekümmert. Der macht nämlich schon seit über zwei Wochen mal wieder jede Nacht zum Tag – oder zum Horror, je nachdem wie positiv man in dem Moment die Sache noch sieht.
 

Hier mal ein paar Punkte, an denen in merke, dass ich akuten Schlafmangel habe:

1.       Die dunklen Ränder unter meinen Augen sind leider NICHT durch verwischten Mascara, sondern ganz natürlich entstanden

2.       Ich fülle mir morgens versehentlich den Kaffee in die Babyflasche anstatt in meine Tasse

3.       Mein Zeitgefühl ist völlig durcheinander und ich stehe um 5:30 vor dem Supermarkt und wundere mich, warum dieser geschlossen hat

4.       Wenn mir andere Mütter freudig erzählen, dass ihre 6monate alten Babys jede Nacht durchschlafen, ärgert mich das nicht mehr – hey, ich habe ja viel mehr von meinem Kind und kann mehr Zeit mit ihm „erleben“

5.       Wenn ich das heißgeliebte Lieblings-Buch vorlese, kann es schon mal passieren, dass mir die Augen zufallen und ich den Text einfach auswendig weiteraufsage

6.       Die Schlaflieder meines Sohnes wirken wundervoll – nur nicht bei ihm

7.       Ich habe chronisch einen hohen Puls durch zu viel Kaffeekonsum

8.       Ich ziehe Fynn das T-Shirt links rum an und unterschiedliche Socken sowieso, wer kann sich bei so wenig Schlaf noch auf Details konzentrieren

9.       Die Beule an meiner Stirn? Das war mein Sohn als er endlich neben mir eingeschlafen ist und dann leider von Karate geträumt hat

10.   ….

 

Ich versuche es, wie immer, mit Humor zu nehmen und hoffe und bete, dass es irgendwann wieder ruhiger wird.

PS: es gibt neue Infos zur zukünftigen Betreuungssituation, dass erzähle ich morgen …

Dienstag, 4. Juni 2013

Ich liebe diese Tage


In der Sonne sitzen und Kaffee trinken, mit dem Junior im Sandkasten buddeln und über die Wiese rennen, die Füße hochlegen,  den Duft von frisch gemähtem Gras riechen, Seifenblasen einfangen und mit Straßenkreide malen (auf der Straße und auf den Klamotten). Toll! War ein wunderschöner Tag heute! Und würde mich echt ärgern, wenn ich ihn am Schreibtisch, an der Uni oder in irgendeinem Büro verbracht hätte. Kinder sind ein toller Luxus ;)
 

Sonntag, 2. Juni 2013

Sommer, Sonne, ... oder so ähnlich

Ich komme mal wieder gar nicht zum Schreiben. Dabei passiert im Moment so viel. Aber irgendwie leider nicht wirklich an der Studiums-Front, sondern viel mehr auf dem Bau. Dafür geht es da jetzt richtig voran. Im Dachgeschoss haben wir am Wochenende Laminat verlegt und nächste Woche geht es im Erdgeschoss weiter und hoffentlich auch mit dem Fließen legen. Die Decken und Wände sind auch schon teilweise gestrichen oder tapeziert. Es wird richtig schön!! Auch wenn es immer wieder viele Tränen und sehr viel Streit gibt, freue ich mich doch sehr darauf, wenn es fertig wird. Ich denke, dass ist auch ziemlich normal im Bau-Stress und ich hoffe und bete jeden Tag, dass es besser wird, wenn das alles vorbei ist (und wir dann auch nicht mehr bei meinen Eltern wohnen). Alles wird gut… irgendwann.

Zum Sommer-genießen bin ich dieses Jahr trotz gutem Vorsatz leider noch nicht so wirklich gekommen. Das liegt aber vor allem an dem fehlenden Sommer. Irgendwie scheint der meine Entscheidung nicht mitbekommen zu haben, sonst wäre er doch sicherlich schon hier und würde uns mit seiner warmen Sonne die Tage hell und freundlich machen. Naja, auch bei diesem Thema gebe ich die Hoffnung nicht auf: Irgendwann kommt der Sommer bestimmt…

Studium  / Tagesmutter: Wie es im Herbst weiter geht ist noch total offen. Ich bin einfach durch Fynn und dem Bau im Moment emotional und physisch so weit weg von der Uni, kommt mir fast surreal vor, dass ich wirklich studiere. Ich zerbreche mir aber auch jetzt noch nicht den Kopf darüber. Ich lasse mir beide Möglichkeiten offen und warte ab, wie sich die Dinge entwickeln. Zum Beispiel, ob wir für Fynn überhaupt einen Betreuungsplatz bekommen oder nicht. Mit dieser Idee evtl. als Tagesmutter zu Hause zu bleiben, bzw. mit dem Wunsch gerne bei meinem Sohn zu bleiben, komme ich mir aber doch sehr wie eine Exotin vor. Wir hatten diese Woche Nachmittags endlich mal wieder ein Treffen der alten „Krabbelgruppe“ (die anderen Mamas arbeiten ja alle wieder) und Donnerstagvormittag war ich bei einem spontanen Mutter-Kind-Frühstück mit anderen Studentinnen. In beiden Gruppen konnte irgendwie keine meinen Wunsch so richtig nachvollziehen. Das Treffen mit anderen Studentinnen war aber trotzdem total schön! Man kommt sich ja doch immer so alleine auf weiter Flur vor in dieser Rolle. War ein toller Austausch und die Kinder hatten auch jede Menge Spaß zusammen.

Hier kommt jetzt tatsächlich gerade die Sonne raus. Also höre ich schnell auf zu schreiben und gehe mal genießen!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Das Leben mit und ohne Kind

Da ich im Moment ernsthaft darüber nachdenke, ab Herbst doch noch mal Urlaubssemester einzulegen und Tagesmutter zu werden, treiben mich so einige Gedanken umher. Zu dem Thema Tagesmutter schreibe ich ein anderes mal mehr, jetzt möchte ich erst mal ein paar Entdeckungen zum Thema Leben mit (und ohne) Kind loswerden. „Die Karrierefrau will mit Kind zu Hause bleiben und Tagesmutter werden.“, hat Katha gestern zu mir gesagt. Die Karrierefrau. Wo ist die eigentlich hin? Irgendwie habe ich tatsächlich zu den Frauen gehört, für die ganz klar war, dass man Kind und Karriere vereinen kann und die milde lächelnd den Kopf geschüttelt haben über die Frauen, die sich durch das „Kinder kriegen“ so verändert haben. „Nur weil man Mutter geworden ist, kann man doch trotzdem noch derselbe Mensch sein wie vorher, schließlich dreht sich nicht alles nur um das Kind.“ Dieser und viele, viele ähnliche Sätze habe ich tatsächlich von mir gegeben und geglaubt. Heute bin ich da schlauer. Selbst wenn Kinder älter und selbstständiger werden und somit teilweise sogar ein bisschen „nebenher laufen“ und man wieder alte Gewohnheiten, Arbeiten oder Hobbys aufnehmen kann, sie bleiben doch immer das Zentrum von allem. Natürlich bin ich noch ich selbst, aber ich bin ein vollkommen anderer Mensch als vorher. Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Eine Pfütze ist nicht nur das Ergebnis von schlechtem Wetter, sondern eine super Gelegenheit zum Spielen, ein Stück Kuchen ist plötzlich nur noch halb so groß – weil man es gerne teilt, meine schlechte Laune verdirbt nicht nur mir den Tag, sondern wird mir mit noch schlechterer Laune wiedergespiegelt – die gute Laune aber zum Glück auch. Die Tatsache, dass das Käsebrot im Wasserglas schwimmen kann, der Apfel aber nicht ist eine von unendliche vielen Entdeckungen jeden Tag die ich miterleben darf. Absolut alles ist anders. Dinge die vorher unwichtig waren, haben plötzlich einen völlig neuen Wert.  Es ist eine vollkommen andere Welt. Ich denke, es ist, wie so vieles im Leben, einfach nicht beschreibbar und nachvollziehbar für Menschen, die nicht davon betroffen sind. Woher sollte ich ohne Kind denn ahnen, dass all meine rationalen Argumente und mein logisches Denken in der ohne-Kind-Welt einfach nicht übertragbar sind in die mit-Kind-Welt. Das es völlig neue physikalische und chemische Gesetzte gibt. Das alles anders aussieht, anders riecht, anders schmeckt. Das es einfach nicht zu vergleichen ist, dass man es erleben muss um es zu verstehen.
Um zurück zum Ausgangspunkt zu kommen: Ich habe immer noch Spaß am Studieren und an Karriere, aber ja: es ist mir nicht mehr so wichtig. Weil es viiiiiieeeeelllll Wichtigeres gibt. Weil es viel Schöneres gibt. Welcher erfolgreich abgeschlossene Vertrag, welcher neugewonnene Kunde oder welche erreichte Leistung kann denn gewinnen gegen ein einziges Kinderlachen? Gegen offene Arme, die auf einen zugerannt kommen und „Mama“ rufen.


Freitag, 10. Mai 2013

manche (inneren) Kämpfe muss man einfach immer wieder kämpfen, bis es sich verfestigt


Ich stand schon wieder vor meiner eigenen inneren Hürde. Da habe ich mir so lange Zeit genommen, für die Entscheidung ob ich dieses eine Fach dieses Semester noch streiche oder nicht und habe mich dann endlich entschieden – und schon ändern sich tausend (oder zumindest einige) äußere Faktoren und ich stehe erneut vor der selben Entscheidung. Nur dieses Mal mit etwas veränderten Bedingungen – aber trotzdem noch vielen Unbekannten in der Gleichung.
Und ja, ihr habt richtig geraten: Ich habe mir mit der Entscheidung richtig schwer getan. Hin und her überlegt, versucht abzuwägen und einzuschätzen. Das Ganze auch noch unter Zeitdruck. Dienstag hat sich die neue Situation ergeben und bis heute früh musste ich definitiv neu entschieden haben. Wie ich so etwas hasse. Entscheidungen zu treffen kann einem echt den letzten Nerv rauben. So sehr, dass Fynn heute Morgen richtig eklige Laune hatte. Vermutlich hat er meine innere Unsicherheit / Zerrissenheit gespürt und mir das umgehend gespiegelt.
Eigentlich war ich dann auch wirklich schon so weit, dass ich dieses Fach noch auf mich nehmen wollte, aber dann…! Dann viel mir (Gott sei Dank) mein Sommer-Lebens-Motto wieder ein! Und was bitte hat „genießen“ mit „noch eine Last auf sich nehmen“ zu tun? Nichts? Ja, das sehe ich genauso. Also bleibt meine Entscheidung – und es fühlt sich so gut an, wenn die Entscheidung dann endlich getroffen bzw. erneut bestätigt ist.

Montag, 22. April 2013

Motto des Sommers

Ich habe mich tatsächlich dazu entschieden noch ein Fach zu streichen für dieses Semester. Kaum zu glauben, oder? Ich kann es auf jeden Fall noch nicht fassen. *lol*

Anstatt weiterhin als Allround-Talent zu versuchen Bau, Studium, Job und Kind effektiv unter einen Hut zu bekommen, habe ich mir ein neues Lebensmotto ausgedacht:

Diesen Sommer genieße ich das Mama- und Studentenleben.  

Genau: Genießen. Nicht irgendwie organisieren, bewältigen oder gar abarbeiten. Ich möchte es genießen! Punkt.
 

Mittwoch, 27. März 2013

Entschleunigung - Ich war dann mal weg

Ihr werdet es nicht glauben, aber ich war tatsächlich zwei Tage einfach weg. *gggg*

Ende letzter Woche hat mir eine Freundin erzählt, dass sie in der Osterwoche den Bonifatiusweg gehen möchte und hat mich gefragt, ob ich sie begleite. Nach relativ kurzer Organisation konnte ich tatsächlich zusagen. Montag früh bin ich ganz gemütlich mit dem Zug nach Mainz gefahren. Auf dem Rücken einen Wanderrucksack, an den Füßen Wanderschuhe, auf dem Kopf eine dicke Mütze und unter der Jacke einige Schichten Kleidung. Am Bahnhof habe ich mir erst mal ganz gemütlich und genüsslich einen Starbucks-Cappu gegönnt und auf meine Freundin gewartet um zusammenloszumarschieren. Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Es war zwar kalt und zwischendurch ziemlich stürmisch, aber es blieb trocken. An beiden Tagen. Übernachtet haben wir ganz kostenlos bei einem entfernten Bekannten von ihr und nach der zweiten Tagesetappe bin ich gestern Abend wieder mit dem Zug zurückgekommen. Herrlich.

Auch wenn mich zu Hause leider viel Wut, Geschrei und Zorn erwartet hat (der Neid meiner Eltern, dass ich mir etwas gönne, was sie sich nicht gönnen?), es waren trotzdem zwei sehr schöne Tage. Na gut, ich gestehe: der gestrige Abend war sehr Tränenreich und erst mal schien es so, als sei all die Ruhe, die ich vom „Weg“ mitgebracht habe, wieder weg, aber nach einer ruhigen Nacht und einem sehr besinnlichen Vormittag, hat mich die Ruhe wieder eingeholt.

Ich habe mir für die beiden Tage nichts vorgenommen. Wollte weder irgendwelche Kilometer-Zahlen erreichen, noch über irgendein Thema philosophieren. Das einzige Ziel war Entschleunigung. (Ich liebe dieses Wort!) Und das ist mir / uns auch gelungen. Schade, dass ich mir nur zweite Tage freischaufeln konnte, aber ehrlich gesagt, habe ich meine Familie sowieso schon vermisst und außerdem bin ich für dieses zwei Tage wahnsinnig Dankbar und kann sie als großes Geschenk sehen.

Donnerstag, 21. März 2013

Tage und Stunden und Vorsätze

Ich werde es wohl leider nicht schaffe, nur an einem einzigen Vormittag an der Uni zu sein. Das scheint leider schon mit meinem Tutoren-Job überhaupt nicht zu funktionieren. Gestern Abend haben sich die neuen Stundenpläne noch mal geändert und so, wie es jetzt aussieht, werde ich entweder an einem Nachmittag oder Abend an der Uni sein müssen oder evtl. an einem Vormittag an dem Fynns Tagesmutter nicht da ist. Dann müsste er also wieder von Oma betreut werden. Das tut mir wirklich leid, aber es wird nicht anders zu machen sein. Ich habe diesen Job und wir brauchen das Geld auch wirklich!

Aber dafür werde ich mich an mein eigenes Versprechen halten und auf keinen Fall mehr als 2 Module / Fächer im kommenden Semester belegen.

Ich weiß, dass es auch anders gehen würde. Ich weiß, dass ich es organisieren könnte und schaffen würde, trotz Kind und Hausbau auch mehr zu belegen. Aber da ich es ja schon weiß, muss ich es mir nicht mehr beweisen!    :)   (und auch sonst niemandem).

Ich werde versuchen alles so hin zu basteln, dass ich so viel Zeit wie möglich mit Fynn verbringen kann und NICHT jeden Abend am Schreibtisch sitzen muss. Auch wenn da eine leise Stimme fragt: „Warum denn nicht, nutz doch die Zeit! Verschwende sie nicht, du musst doch alles nutzen was geht.“ NEIN. Ich werde die Wochenenden mit meiner Frau auf der Baustelle verbringen. Wir werden beide die Abende brauchen um ein bisschen zu entspannen und Kräfte zu sammeln. Indem ich Abends arbeite, hätte Katha ja automatisch jeden Abend „Fynn-Dienst“ und somit auch nicht wirklich Feierabend.
 
Puh… ich strotze ja mal wieder vor guten Vorsätzen. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was denn so schwer daran ist: Abgesehen davon, dass ich eben leider (wirklich leider!) einen Hang zum Perfektionismus habe, gehen mir einfach auch gute Gelegenheiten durch die Lappen. Im Moment habe ich einen Kommilitonen, an den ich mich gut dranhängen kann um in seinem Rückenwind zu radeln. Er hat mir auch angeboten mir zu helfen. Aber er hat jetzt sein letztes Semester vor sich, das heißt: ich kann nur noch in diesem Semester auf seine Hilfe zurückgreifen. Aber ich werde einfach darauf vertrauen, dass Gott mir immer alles nötige bereitstellt, was ich wirklich brauche.
 

PS: falls ich meine Vorsätze doch nicht einhalten sollte, dürft ihr mich gerne ermahnen und erinnern!

Freitag, 8. Februar 2013

Bunte Pechsträhne


Irgendwie hat vor drei Tagen meine Pechsträhne begonnen und ich scheine sie nicht so loszuwerden. Es fing an mit banalen Dingen wie saurer Milch im Kaffee und zog sich leider so weit hin, dass ich gestern in einer Klausur saß für die ich angeblich nicht angemeldet war. Konnte das aber nach einigen Diskussionen klären, war ein Fehler in der Liste und ich durfte doch mitschreiben. Bis dahin war natürlich nicht nur wertvolle Zeit vergangen, sondern meine Nervosität auch gestiegen. Das hat mich vermutlich einige Punkte gekostet, was sehr ärgerlich ist, da ich in diesem Fach wirklich mit 100% gerechnet habe. Naja, heute ging es dann weiter mit einem Versuch endlich mal wieder (seit Fynn da ist!) ins Yoga zu gehen. Allerdings wurde mir nach 20 Minuten Fynn wieder gebracht (hat nur geweint, lies sich nicht beruhigen) und das Projekt Yoga war für mich gescheitert. Dann war da noch die kaputte Heizung, die uns frieren lies. Aber wir haben ja zum Glück Kerzen und ich habe es uns so ein bisschen warm gemacht. Könnte jetzt noch einiges weiteres Aufzählen, aber das lasse ich lieber, denn: ich möchte mich auf die schönen Seiten konzentrieren. Fynn stellt gerade zum fünften Mal für heute die komplette Bude auf den Kopf, aber ich bin ruhig und gelassen. Ja, ich bin müde und ich bete für eine halbwegs ruhige Nacht, aber ich bleibe liebevoll, auch wenn sie nicht ruhig wird.

Ich hatte heute Mittag, völlig unerwartet aus dem Nichts, einen wunderbaren Moment, in dem mir wieder richtig bewusst wurde, dass ich geliebt werde. Das Gott mich immer liebt und immer für mich da sein wird. Ich werde nie alleine sein. Das zu wissen und das zu spüren ist ein Himmel-weiter Unterschied und es trägt mich gerade durch den Tag. Ich hoffe, ich kann mir dieses Gefühl und meine innere Ruhe noch über das Wochenende hin bewahren. Ich bin nämlich mit Fynn ganz alleine. Katha ist über das Wochenende (Fr-So) weg und meine Eltern sind spontan in Urlaub gefahren.

Ich schreibe zwar am Dienstag die nächste Klausur, aber ich werde am Wochenende nicht dafür Lernen. Wenn ich wirklich mal ein paar FREIE Minuten haben werde, werde ich diese zum Ausruhen und Entspannen nutzen. Denn ich bin in Summe einfach ziemlich am Ende mit meinen Kräften und brauche jeden Funken Gelassenheit.

Wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende mit ähnlich bezaubernden Momenten!
 

Donnerstag, 31. Januar 2013

Sehnsucht: der Weg und das Ziel gleichzeitig


Irgendwie habe ich das Gefühl, dass meine letzten beiden Beträge eine negative Stimmung hinterlassen haben. Aber so ist es ja gar nicht Natürlich ist es eine Sehnsucht und Sehnsüchte sind immer irgendwie auch ein bisschen negativ besetzt solange sie unerfüllbar scheinen. Aber was wäre das Leben ohne Träume und Wünsche? Ganz aktuell ist es ja sowieso nicht zu realisieren. Über Nacht wird unsere Familie nicht größer, unser Haus nicht fertig und unser Konto auch nicht voller. ;) Eine neue Schwangerschaft und somit ein zweites Kind (sollten wir uns gemeinsam dafür entscheiden) käme frühestens nach dem Bau in Frage. Sollte es dann mit nur wenigen Versuchen funktionieren, wäre Fynn knapp 3 Jahre wenn ein Geschwisterchen kommen würde. Finde ich ein ideales Alter. Also brauche ich mir jetzt noch nicht über irgendwelche Möglichkeiten den Kopf zerbrechen. Vielleicht habe ich ja Glück und wenn der ganze Stress in unserem Leben mal etwas nachlässt und wir in unseren eigenen vier Wänden  - alleine – leben,… vielleicht wird der Wunsch nach einem zweiten Kind bei Katha dann ja auch wieder wach.

Vorher mache ich mir weder Gedanken über die finanziellen Möglichkeiten, noch über die „Produktionsmöglichkeiten“. Es wird schon alles so kommen, wie es kommen soll. Darauf vertraue ich ja eigentlich. Dass Gott einen Plan für uns hat. Ich tendiere nur leider immer wieder dazu, seine Pläne optimieren zu wollen – obwohl natürlich nichts Menschliches so perfekt sein wird wie etwas Göttliches. ;)

Das Fazit: ich nutzte meine aktuellen Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte einfach um die Zeit JETZT zu genießen. Ich bin einfach froh darüber, dass ich auch jetzt schon so viel Zeit mit Fynn verbringen kann und mir trotzdem irgendwie die Energie bleibt Abends/ Nachts zu lernen und das mir das Studium Spaß macht und dadurch einfach fällt. Ich nehme mir die Freiheit mein Studium hinter Fynn zu stellen. Ich habe den Luxus mir diese Freiheit zu nehmen. Nicht zuletzt natürlich dank Kathas Job. Gott sei Dank, haben wir so ein schönes Leben! Und das schreibe ich gerade, obwohl die letzten Nächte immer noch extrem anstrengend waren.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Weltbilder


Puh. Jetzt mal zu dem großen – sehr großen – Thema, das mich im Moment umtreibt. Eigentlich ist „im Moment“ viel zu untertrieben, denn natürlich ist es ein generelles, andauerndes Thema. Aber in den letzten Wochen lässt es mich eben so gar nicht los.

Das Thema Karriereplanung vs. Familienplanung.

Generell ist Katha ja der Meinung, dass sie keine weiteren Kinder möchte. Außerdem macht mir generell das Studieren sehr viel Spaß. Im Ernst! Ich freue mich richtig auf die Vorlesungen, habe Spaß am Lernen, finde die Fächer und Themen interessant und kann kaum genug davon kriegen.

Sieht also ganz danach aus, als stände die Zukunftsplanung fest: Fynn wird älter, geht irgendwann in Kindergarten, ich studiere dann wieder mehr, und schließe mein Studium ab. Da es mir so gut gefällt, mache ich das ganze natürlich mit super Noten und bekomme einen genial tollen Job. Bis Fynn in die Schule kommt, arbeite ich Vollzeit und Katha bleibt halbtags zu Hause. Oder wir teilen uns die Arbeit so auf, dass wir teilweise von zu Hause aus arbeiten können und nachmittags jemand bei Fynn ist.

So sind Kathas Wünsche. ;) Und ich finde, sie klingen auch gar nicht so schlecht. Sie klingen, als könnten wir alle mit der Situation wirklich glücklich werden.

Wenn… – Ja: wenn, da nicht dieses Ziehen im Bauch wäre. Diese Stimme im Herzen. Dieses Gefühl. Dass da mehr ist. Mehr sein sollte. Ich kann gar nicht genau sagen, wo es herkommt. Natürlich denkt man in sonnigen Momenten „Ich will noch ein Kind.“ Oder „Fynn soll ein Geschwisterchen bekommen.“ Aber nach den durchwachten Nächten, dem dreißigsten NEIN, den zornigen Schreien,… da relativiert sich dieser Wunsch meistens recht schnell wieder. ;) Aber irgendwas bleibt. Irgendwas hat sich in meinem Herz festgesetzt und zeigt mir ein Zukunftsbild, in dem ich eben nicht Karriere mache, sondern als Hausfrau und Mutter zu Hause bin.

Klingt wahnsinnig altmodisch, völlig überholt und natürlich auch total unemanzipiert. Außerdem passt das Bild natürlich auch so gar nicht zu meinen Selbstverwirklichungsträumen und ganz realistisch passt es natürlich auch nicht zu unseren finanziellen Plänen. (Mit unserem großem Hauskredit und so.)

Es passt irgendwie so gar nicht. Es scheint nicht in mein Leben zu passen. Es ist ein altes Bild von Familie, dass nichts mehr mit unserer heutigen Welt zu tun haben scheint. Bei so einem Bild denkt man eher an die Unterdrückung der Frau und nicht an das ursprüngliche Bild, wie Familie mal gedacht war. Laut Bibel und dem früheren Weltbild. (Naja, in der Bibel steht nicht wirklich was von einem Familienmodell indem zwei Frauen verheiratet sind, aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.)

Aber es lässt mich nicht los!

Freitag, 18. Januar 2013

Glück im Übermaß


Nachdem die letzten Tage und Wochen eher ziemlich trüb waren, bin ich gerade voller Hoffnung und könnte platzen vor Glück.
Ich habe heute Nacht 7 Stunden (am Stück!!) geschlafen!  - WAHNSINN. Wie sich das anfühlt. Toll.
Und auch nach dem Schlafen war mein Tag voller Luxus. Katha hat mir Fynn gebracht (er hat heute Nacht mal bei ihr geschlafen und ich auf dem Sofa, deswegen auch das Durchschlafen meinerseits) und wir haben noch 10 Minuten gekuschelt. Sonst ist ihm das viel zu langweilig und er klettert gleich weg, aber heute Morgen nicht. Das war soooooo schön. Außerdem war er ein Sonnenschein und richtig gut drauf heute früh. Ich habe meine Energie dann auch genutzt und bin beim Sonnenaufgang durch das verschneite Feld gejoggt (ganz gemütlich, ohne allzu große Rückenschmerzen), danach habe ich geduscht, Bibel gelesen, gebetet und in Ruhe gefrühstückt. Wow. Unglaublich, oder? Was für ein Luxusleben. Natürlich habe ich mich danach brav an den Schreibtisch gesetzt. Aber wenn der Tag so gut startet, kann einem doch eigentlich nichts mehr die Laune verderben!!

Wünsche euch einen ebenso schönen Tag und ein tolles Wochenende!!