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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de
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Freitag, 25. Oktober 2013

Glück auf Rezept

Jetzt ist es tatsächlich schon eine Woche her, dass wir aus Dresden zurück sind. Und das ist auch irgendwie gut so. Trotz Trotzphase haben Fynn und ich die Tage genossen, so gut es ging. Das „Kulturprogramm“ bestand vor allem aus Zoo-Besuch, Indoor- und Outdoorspielplätzen und Schwimmbad. Nur an einem Vormittag haben wir die Kultur für Erwachsende (Frauenkirche, Zwinger, goldener Reiter,…) in zwei Stunden schnell abgehakt – anschließend sind wir ins Starbucks. Mama um es sich bei  Regenwetter in einem gemütlichen Sessel mit einem einen grooooßen Cappuccino und einer Zeitschrift entspannt gut gehen zu lassen und Fynn um mit seinen Lego-Autos und den Spiel-Autos von anderen Kindern um die Wette zu fahren. Herrlich! Ich brauche unbedingt mehr solcher Momente. Schade, dass es das nicht auf Rezept gibt. ; )
Das habe ich an Dresden auch wirklich genossen: in jedem Restaurant, egal ob edel, schnieke oder alternativ, gab es eine Spielecke. Das ist etwas, was ich zu Hause TOTAL vermisse. Mir würde jetzt auf Anhieb kein einziges Restaurant oder Café mit Spielecke einfallen.

Aber abgesehen davon, habe ich gelernt, dass ich so etwas NIE WIEDER machen werde. Mit meiner Mum. Wir leben einfach in unterschiedlichen Welten. Wir versuchen beide es uns gegenseitig „Recht zu machen“, scheitern aber und verennen uns. Im Moment brauche ich da einfach nur ganz viel Abstand. Eine Brück zu bauen, ist gerade leider nicht möglich. Bei dem Versuch stürze ich immer wieder ein. Das ist auf Dauer nicht nur anstrengend, sondern auch verletztend. Fynn will ich seine Großeltern natürlich nicht wegnehmen. Aber was mich betrifft bleibt der Kontakt erst mal minimal und jeder Versuch eines verbalen/emotionalen Übergriffes wird direkt abgeschmettert.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Es könnte alles so schön sein ...


Ich bin im Urlaub. Kostenlos. Muss weder Kochen noch Putzen. Auch nicht Lernen oder sonst irgendwas. Doch trotzdem habe ich das Gefühl, dass es gerade tierisch anstrengend ist. Meine Nerven sind so dünn wie Seide und mit meiner Geduld erreiche ich auch keinen Weltrekord. Zu einem Teil liegt es ganz bestimmt an meinen (mal wieder) ganz schlechten Zucker-Werten, aber zu einem großen Teil auch an Fynns intensiver Trotz-Phase. Dabei ist diese gar nicht so, wie ich erwartet hätte. Ein wütendes auf-den-Boden-werfen oder Aufstampfen kommt eher selten vor. Auch laute Weinanfälle gibt es nicht wesentlich öfter als sonst. Dafür aber eine Ess- und Schlafverweigerung. Er fordert lautstark sein Essen ein. Wenn wir am Tisch sitzen möchte, nein WILL, er von allem etwas haben. Sofort natürlich. Aber egal was dann auf dem Teller oder in seiner Hand landet – die Hälfte davon wird entweder über den Tisch geworfen, an Mamas frischen Pullover geschmiert oder auf dem Boden verteilt. Wehe ich nehme es ihm weg – dann erfährt der restliche Speisesaal augenblicklich welch großen Hunger mein Sohn doch hat und das Mama ihm alles wegnimmt. Ich versuche ihn zu erziehen und ihm Regeln und Konsequenzen beizubringen und ihn gleichzeitig zu animieren doch etwas zu essen. Ein Drahtseilakt. Zum Glück dauert das Frühstück nur ca. eine halbe Stunde – danach bin ich nass-geschwitzt und völlig K.O. Nicht gerade der perfekte Start in den Tag. Mit dem Schlaf verhält es sich ganz ähnlich.

Wäre ich pessimistisch, würde ich sagen: So ein Mist, da könnte ich mal fünf Tage ein bisschen entspannen, aber Fynn macht hier so einen Terror. Hätte diese Phase nicht noch bis nach dem Urlaub warten können?

Zum Glück bin ich aber ja viel lieber optimistisch und sehe das ganze so: Puh, etwas anstrengend gerade. Was ein Glück, das wir im Urlaub sind und ich nicht auch noch zusätzlich Hausarbeit & Co erledigen muss, sondern in den wenigen Pausen wirklich mal einfach durchatmen kann.    ; )    -klingt doch viel besser, oder?

Freitag, 9. August 2013

a heart full of love

Ich habe das Gefühl, endlich (wieder?) die Mutter zu sein, die Fynn verdient.

Jetzt, wo ich so gelassen bin und keine Klausuren oder sonst-was im Hinterkopf habe. Der Alltag funktioniert auch viel besser und wir sind ein super Team.

Um so mehr hoffe ich, dass ich bei meiner Entscheidung bleibe, nächstes Semester noch mal ein Urlaubssemester zu machen. Ich bete, dass ich mich nicht wieder von meiner "Leistungssucht" in die Fänge nehmen lasse.

Mittwoch, 24. Juli 2013

geschafft

Fynn ist wieder fit, die letzte Klausur ist geschrieben und das Leben wird hoffentlich wieder ruhiger. Ich hoffe, dass ich morgen mehr schreiben kann, jetzt bin ich einfach nur geschafft.

Montag, 8. Juli 2013

Wir sind drin!!

Den Beitrag habe ich gestern geschrieben, habe aber erst jetzt Internet:


WAHNSINN. Wir umgezogen. Wir sind tatsächlich gestern umgezogen. Mit 8 Helfern und einem vollgeladenen LKW. Bei stechender Hitze und viel Schweiß, in ein noch nicht ganz fertiges Haus. Aber es sind nur noch Kleinigkeiten die fehlen. Und trotz Dreck und noch ein bisschen Umzugs-Kisten-Chaos ist es gemütlich. Wir fühlen uns wohl. Vor allem Fynn. Er ist völlig begeistert von dem vielen Platz, den wir plötzlich haben. Er rennt durch die Wohnung, hin und her, im Kreis, um das Sofa, um den Tisch, … und freut sich!

Ich habe zwar noch keine Erfahrung, wie es sich anfühlt auf unserem neuen Bett zu schlafen, da ich heute Nacht mal wieder in Fynns Zimmer war, aber das ist gerade überhaupt nicht schlimm. Ich sitze auf unserer provisorischen Terrasse in der Sonne. Völlig entspannt. Heute ist Sonntag, da wird nicht gearbeitet. Nur genossen. Und mit dem Sonnenschirm und dem Klappstuhl fühlt es sich ein bisschen so an wie Urlaub. In den letzten 12 Monaten habe ich mich nicht so wohl und glücklich gefühlt wie jetzt im Moment. Unglaublich.

Sogar dass ich eigentlich ziemlichen Druck habe, da ich nur noch eine Woche Zeit zum Lernen habe, bevor die Klausuren kommen, ändert gerade nichts an meiner Entspannung. Jetzt haben wir so viel geschafft, so viel überstanden, so viel geleistet, da werde ich die Klausuren auch irgendwie überstehen. Und wenn ich nicht alle bestehe (sind ja nur 3), überlege ich das auch. Passend zum Wetter und zu meinem Sommer-Lebens-Motto! ;)

Donnerstag, 4. Juli 2013

13 Dinge die mein Leben bunt machen

Der Stress und Druck wächst. Erst Klausur ist gut gelaufen. Zum Lernen bleibt jetzt aber keine Zeit mehr. Wir stehen Abends bis 24 Uhr an der Baustelle / dem Haus und sind rund um die Uhr aktiv. Völlig fertig, nur noch letzte Kraftreserven. Fynn sehen wir leider auch wesentlich weniger als mir lieb wäre. Deswegen habe ich heute einfach mal „blau“ gemacht und ihn auch nicht zur Tagesmutter gebracht. Zusammen haben wir einen schönen und relativ entspannten Vormittag verbracht. Dabei habe ich zwar fleißig Kisten gepackt, aber er fand es total lustig die Kisten wieder auszupacken, durch die Zimmer zu schieben oder sich darin zu verstecken. Also hatten wir Spaß und vor allem: keine Anspannung für ein paar Stunden! Das macht mich gerade so glücklich, dass ich mal ein paar Punkte aufschreibe, die mein Leben im Moment bunter machen:

  1. Ich brauche morgens (fast) nie einen Wecker, da mich mein Sohn (fast) immer pünktlich um 6 Uhr weckt.
  2. Ich habe immer eine Ausrede in den Drogeriemarkt zu gehen: Windeln, Kinder-Shampoo, etc - Und nebenbei findet sich meistens auch irgendwas für Mama.
  3. Ich habe gut trainierte Oberarme – zumindest einen: den rechten.
  4. Fynn freut sich, wenn ich singe! Er klatscht und tanzt und es stört ihn gar nicht, dass da fast nur schiefe Töne rauskommen.
  5. Ich habe immer einen guten Grund Lego oder sonstige lustige und alberne Dinge zu spielen.
  6. Ich muss nie Angst haben, dass ein Tag langweilig werden könnte.
  7. Niemand findet es verwunderlich, wenn ich mit meinem Kind auf dem Spielplatz spiele und Sandburgen baue.
  8. Ich genieße regelmäßig ein kostenloses Fußpeeling in Form von Bauklötzen, Rennautos und sonstigem Kleinkram.
  9. Niemand schaut mich komisch an, wenn ich mit mir selbst rede. Das habe ich bestimmt gerade Fynn erzählt. ;)
  10. Keine Zeit oder kein Geld für Urlaub? Macht nichts, der Sand (aus dem Sandkasten, kann man aber auch für Strand halten) ist sowieso überall: in Schuhe, Hosentaschen, Geldbeutel, Labelloverschluss, …
  11. Ich entdecke die Welt jeden Tag neu. Es gibt soooooo viele unterschiedliche Steine, Gras kann kitzeln, wenn man den Wasserbecher umdreht wird man nass und vieles mehr.
  12. Regen ist eigentlich tooootaaal super: so viele Pfützen und Matsch!
  13. Ich werde (fast) jederzeit herzlich umarmt oder geküsst (sabbernd), wenn ich darum bitte!

 

 

 
 
 

Mittwoch, 15. Mai 2013

Berlin


Mein Kurzurlaub ist tatsächlich schon zu Ende. Nicht zu fassen! Mit verspannten Schultern und stechenden Kopfschmerzen sitze ich im ICE von Berlin Richtung Heimat. Auch wenn mein Berlin-Aufenthalt leider relativ oft von Kopfschmerzen und Übelkeit geprägt war, so war es doch ein richtiger Kurzurlaub! Ein sehr schöner, entspannter, sportlicher und abwechslungsreicher Kurzurlaub. Und Berlin ist immer noch Berlin. Ich liebe es. Aber der Reihe nach:

Montag früh bin ich mit enormen Zweifeln und einem sehr schlechten Gewissen in den Zug gestiegen. Ich habe am Bahnhof ernsthaft noch überlegt, ob ich nicht doch wieder nach Hause fahre und diesen Ausflug sausen lassen. Auch als ich nach gut vier Stunden im sonnigen Berlin angekommen bin, habe ich nur überall Kinder gesehen und bereut, dass ich Fynn nicht wenigstens mitgenommen habe. Berlin mit Kind ist doch auch so schön, das weiß ich ja noch von Oktober. (Wobei ich natürlich verdrängt habe, dass unsere Nächte im Moment mit nur ein bis zwei Stunden Schlaf gesegnet sind, aber so ist das Mutter-Herz eben. *g*) Auch als ich dann im Hotel angekommen bin und anschließend gleich noch mal in die City fuhr, konnte ich mich immer noch nicht so wirklich freuen. Ununterbrochen dachte ich nur, wie viel schöner das alles wäre, wenn ich es mit Katha zusammen genießen könnte und wie sehr ich Fynn vermisse. Die Sonne war auch ziemlich schnell weg und mir ging es gesundheitlich nicht wirklich gut. Also habe ich mir im Supermarkt was zu Essen gekauft, bin zurück ins Hotel um den Abend dort zu verbringen. Ein bisschen Sport, ein kleiner Spaziergang am Spandauer See und dann mit Buch ins Bett gekuschelt. Schließlich hatte die Nacht zuvor nur 1 Stunde Schlaf. Aber an erholsamen Schlaf war im Hotel leider auch nicht zu denken. Wegen meiner unerhörten Kopfschmerzen hatte ich die ganze Nacht die Fenster offen und hatte somit das Vergnügen die Einflugschneiße des Flughafens Berlin-Tegel zu „genießen“. Am nächsten Morgen habe ich dann sofort eine Schmerztablette genommen und war schon um 7 Uhr im Schwimmbad und um 8 Uhr im ersten Saunaaufguss. So kann der Tag beginnen. Nach einem ausgedehnten Frühstück (mit Zeit zum Zeitung lesen!) bin ich noch ausgedehnter Shoppen gegangen. Dank schlechtem Wetter, hat mich rein gar nichts gedrängt, die Arkaden wieder zu verlassen – bis mir Mittags erneut schlagartig übel wurde und ich – mit vielen Einkaufstaschen – zurück ins Hotel bin. Dort habe ich dann auch den restlichen Tag mit Sauna, Entspannen und etwas Sport verbracht. Als es mir Abends endlich wieder besser ging, bin ich noch mal zum Hakeschen Markt um ein bisschen im Berliner-Abendleben zu schwelgen. Trotz bleierner Müdigkeit war aber auch die zweite Nacht nicht ganz so entspannt und schlafreich wie erhofft. Trotzdem war ich heute früh bester Dinge, vor allem nach einem Blick aus dem Fenster in den strahlend blauen Himmel. Nach dem auschecken im Hotel war ich noch mal in der City flanieren und Sonne tanken. Dabei beschlich mich doch tatsächlich der Gedanke, dass ich gerne noch zwei weitere Tage bleiben würde. Berlin, das Leben und die Sonne genießen. Aber natürlich freue ich mich auf meine Familie zu Hause.

Es waren zwei rundum schöne Tage. Auch wenn ich den ersten davon nicht ganz so genießen konnte. Ich bin wohl einfach so fest in meinem Alltag, meinen Rollen und meinen Aufgaben drin, dass ich ein paar Stunden gebraucht habe, um das alles mal abzustreifen und abzutauchen. Immerhin war es auch das erste Mal, dass ich zwei Nächte von Fynn getrennt war. Jetzt bin ich also auf dem Weg nach Hause und schlüpfe so langsam wieder in die Rollen zurück. Habe schon erste Telefonate geführt (Fließenleger, Bauleiter, etc.) und werde auch gleich das erste Mal nach drei Tagen meine Mails abrufen und bearbeiten. Welcome back.

Mittwoch, 1. Mai 2013

weiter geht’s


Die zwei Wochen Wartezeit nach dem unser Estrich ins Haus gekommen ist, sind endlich vorbei und heute geht es wieder Vollgas weiter! Katha und unsere beiden Väter sind schon fleißig am spachteln, während ich mit Fynn zu Hause bin und versuche „nebenbei“ ein bisschen Schreibtischarbeit zu machen.
Anfang der Woche wurde auch schon unserer Erdwärmebohrung gemacht. Es geht voran! Und das jetzt hoffentlich in GROSSEN Schritten. Vergangenen Sonntag gab es nämlich leider mal wieder einen ziemlich bösen Zwischenfall zwischen meinen Eltern und uns… Möchte ich jetzt aber nicht hier breit-treten.

Privat ist aber irgendwie immer noch der Wurm drin. Egal, wann ich mir mal vornehme Abends weg zu gehen – es klappt einfach nicht. Immer, immer, immer (zumindest seit einigen Wochen / Monaten) kommt irgendetwas anderes dazwischen. Selbst meine Geburtstagsparty wurde jetzt schon zweimal verschoben, weil irgendwie nur Absagen kamen. Ist irgendwie etwas frustrierend… aber es wird ganz bestimmt irgendwann wieder anders. Muss ich nur ganz feste dran glauben ;)
In zwei Wochen bin ich dann ja für 3 Tage in Berlin. Mein Weihnachtsgeschenk einlösen. Allerdings werde ich da wohl auch alleine hin fahren. Leider. Und irgendwie kann ich mich noch gar nicht so richtig darauf freuen. Früher bin ich zwar auch viel alleine gereist, aber da habe ich dann auch in Hostels übernachtet, wo man immer schnell neue Leute kennenlernt. Dieses Mal übernachte ich ja in einem Sport-/Wellness-Hotel (was ja auch der Sinn des „Urlaubs“ ist).  Könnt ihr mich mal gerade ein bisschen motivieren und mir Vorfreude machen auf 3 Tage Berlin? Ich liebe doch Berlin! Und generell freue ich mich eigentlich auf Sport und Sauna und Berliner-Luft und hoffentlich mal abschalten. Aber ich habe ja irgendwie ständig Fynn oder andere Menschen um mich herum, dass ich es so gar nicht mehr gewohnt bin alleine zu sein. Überlege schon, Fynn mitzunehmen. Dann wird natürlich nichts aus dem ursprünglichen Programm und Abends weggehen fällt dann auch flach… Was meint ihr? Macht mir doch mal Lust. ;)  

Montag, 22. April 2013

Motto des Sommers

Ich habe mich tatsächlich dazu entschieden noch ein Fach zu streichen für dieses Semester. Kaum zu glauben, oder? Ich kann es auf jeden Fall noch nicht fassen. *lol*

Anstatt weiterhin als Allround-Talent zu versuchen Bau, Studium, Job und Kind effektiv unter einen Hut zu bekommen, habe ich mir ein neues Lebensmotto ausgedacht:

Diesen Sommer genieße ich das Mama- und Studentenleben.  

Genau: Genießen. Nicht irgendwie organisieren, bewältigen oder gar abarbeiten. Ich möchte es genießen! Punkt.
 

Montag, 8. April 2013

Entwicklung - hui, da war wieder ein Schub

Was für ein Schritt! Fynn geht es gesundheitlich wieder etwas besser und die Nächte sind auch wieder ruhiger. Seit dem hat er mal wieder einen ganz großen Entwicklungsschritt gemacht. Einen ganz tollen – für ihn und für mich ;) Er spielt nämlich plötzlich völlig selbstständig. Nicht nur mal 5 Minuten um dann wieder an meinem Hosenbein zu hängen. Nein, er geht zu seiner Lego-Kiste oder seinem Bobbycar und spielt fröhlich vor sich hin. Völlig selbstvergesse. Es ist so schön dabei zu zu sehen! Seit dem ist er auch mal wieder ein richtiger kleiner Sonnenschein. Das kann aber auch an der Sonne da draußen liegen, die endlich mal wieder sichtbar ist. Gestern waren wir fast den ganzen Tag an der frischen Luft und Fynn konnte sich endlich mal wieder im Freien austoben.

Der Entwicklungsschritt kommt im Moment aber auch gerade sehr passend, denn mir geht es gesundheitlich leider noch nicht viel besser. Kein Wunder, hatte ich letzte Woche ja auch nicht wirklich Gelegenheit mich auszukurieren. Aber jetzt kann ich mich ja wenigstens mal auf Sofa setzen und kurz die Beine hochlegen, während mein Kleiner spielt. Zumindest so lange bis er wieder mit der Klobürste tanzen will oder sämtliche Taschen und Körbe ausräumt   : )

 

Donnerstag, 21. März 2013

Tage und Stunden und Vorsätze

Ich werde es wohl leider nicht schaffe, nur an einem einzigen Vormittag an der Uni zu sein. Das scheint leider schon mit meinem Tutoren-Job überhaupt nicht zu funktionieren. Gestern Abend haben sich die neuen Stundenpläne noch mal geändert und so, wie es jetzt aussieht, werde ich entweder an einem Nachmittag oder Abend an der Uni sein müssen oder evtl. an einem Vormittag an dem Fynns Tagesmutter nicht da ist. Dann müsste er also wieder von Oma betreut werden. Das tut mir wirklich leid, aber es wird nicht anders zu machen sein. Ich habe diesen Job und wir brauchen das Geld auch wirklich!

Aber dafür werde ich mich an mein eigenes Versprechen halten und auf keinen Fall mehr als 2 Module / Fächer im kommenden Semester belegen.

Ich weiß, dass es auch anders gehen würde. Ich weiß, dass ich es organisieren könnte und schaffen würde, trotz Kind und Hausbau auch mehr zu belegen. Aber da ich es ja schon weiß, muss ich es mir nicht mehr beweisen!    :)   (und auch sonst niemandem).

Ich werde versuchen alles so hin zu basteln, dass ich so viel Zeit wie möglich mit Fynn verbringen kann und NICHT jeden Abend am Schreibtisch sitzen muss. Auch wenn da eine leise Stimme fragt: „Warum denn nicht, nutz doch die Zeit! Verschwende sie nicht, du musst doch alles nutzen was geht.“ NEIN. Ich werde die Wochenenden mit meiner Frau auf der Baustelle verbringen. Wir werden beide die Abende brauchen um ein bisschen zu entspannen und Kräfte zu sammeln. Indem ich Abends arbeite, hätte Katha ja automatisch jeden Abend „Fynn-Dienst“ und somit auch nicht wirklich Feierabend.
 
Puh… ich strotze ja mal wieder vor guten Vorsätzen. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was denn so schwer daran ist: Abgesehen davon, dass ich eben leider (wirklich leider!) einen Hang zum Perfektionismus habe, gehen mir einfach auch gute Gelegenheiten durch die Lappen. Im Moment habe ich einen Kommilitonen, an den ich mich gut dranhängen kann um in seinem Rückenwind zu radeln. Er hat mir auch angeboten mir zu helfen. Aber er hat jetzt sein letztes Semester vor sich, das heißt: ich kann nur noch in diesem Semester auf seine Hilfe zurückgreifen. Aber ich werde einfach darauf vertrauen, dass Gott mir immer alles nötige bereitstellt, was ich wirklich brauche.
 

PS: falls ich meine Vorsätze doch nicht einhalten sollte, dürft ihr mich gerne ermahnen und erinnern!

Mittwoch, 20. März 2013

Happy Birthday

Das zweite sehr arbeitsreiche Wochenende liegt hinter uns, mit Fynn war ich Montag mal wieder beim Kinderarzt, die neuen Stundenpläne sind online und meinen Geburtstag habe ich auch gut überstanden.
 
Aber jetzt der Reihe nach:
  1. Haus: wächst und gedeiht. ;) Naja, … zumindest gibt es kleine Fortschritte. Wir sind wirklich froh, dass wir so viele liebe Freunde haben, die uns helfen und mit anpacken. (Mal sehen, wie viele Wochenenden sie durchhalten *g*) Aber trotzdem dauert alles irgendwie länger, als ich gedacht hätte. Wir sind eben keine Profis. Es gibt aber einen Lichtblick: Noch drei Wochenenden durcharbeiten und dann haben wir drei Wochenenden PAUSE. Ruhe. Zeit für uns drei und vielleicht auch jeder für sich. Dann wird nämlich erst die Heizung und dann der Estrich verlegt und wir können gar nichts machen. – Wie sehr ich mich darauf freue!!!
  2. Kinderarzt: Fynn hat sich schon Samstag und Sonntag ständig die Ohren zu gehalten und war mal wieder sehr, sehr quengelig. Also Montag wieder Kinderarzt. Ohr ist stark gerötet und gereizt. Noch ist es keine Entzündung, aber damit es auch keine wird, hat er natürlich wieder Medikamente bekommen. Die Zeiten in denen er irgendwelche Medikamente nimmt, sind größer als die, in denen er keine braucht. Finde ich doch sehr beunruhigend. Geht das noch jemandem so?
  3. Stundenpläne: wie immer – ein sehr schwieriges Thema. Es gibt kein einziges Modul / Fach, dass ich komplett an einem der drei Vormittage abdecken könnte. Jedes Modul hat noch mindestens einen weiteren Termin, der außerhalb der Betreuungszeiten liegt. Ich habe schon einige Stunden über den Plänen gesessen und hin und her überlegt, welches Fach ich evtl. auch  im Selbststudium erarbeiten kann oder wie ich es organisiere. UND: wie könnte es anders sein – ich genieße es diese Woche bei Fynn zu sein (trotz Quengelei) und den Kopf relativ frei zu haben von Lern-Themen. Doch trotzdem würde ich am liebsten für das nächste Semester alle/ganz viele Module belegen. : (    : (    : (       Warum ist das nur so schwer?
  4. Mein Geburtstag: Nichts Besonderes. Morgens war Fynns „bester Kumpel“ mit seiner Mutter zum Frühstücken und Spielen bei uns und nachmittags ein bisschen Familie bei Kaffee & Kuchen. Zum richtigen feiern habe ich im Moment weder Zeit (zum Organisieren), noch Geld.

So, das war erst mal genug Text. ;)  Ich wünsche euch einen schönen „Frühlingsanfang“.

Sonntag, 10. März 2013

wir haben ein Haus


Mir geht es wieder etwas besser. Zumindest, was die Psyche betrifft. Körperlich habe ich leider eine beidseitige Mittelohrentzündung.


Aber jetzt der Reihe nach:

Donnerstag früh haben dir angefangen unser Haus aufzustellen und schon Abends waren die ersten Ziegel auf dem Dach. Wahnsinn! Die Jungs vom Bau sind sehr nett und wir haben Donnerstagabend noch eine ganze Weile mit denen zusammengesessen. In UNSEREM HAUS. (Was für ein Gefühl!)

Freitag früh hatte ich dann leider schon tierische Ohrenschmerzen, habe mich aber noch durch den Tag gequält. (Auf der Baustelle gab es auch für mich leider einiges zu tun.) Freitagabend hat mich Katha dann aber doch zum Arzt gefahren und der hat mir gleich ein Antibiotikum und starke Schmerzmittel, mit denen ich kein Auto fahren darf, verschrieben.

Nichts desto trotz ging gestern die „Eigenleistung“ los. Dank vieler helfender Freunde, haben wir auch wirklich schon einiges geschafft und ich konnte mich Nachmittags zurückziehen und ins Bett legen.

Oh, das ist alles sooooo spannend. Es ist noch so wahnsinnig viel Arbeit vor uns. Aber das Haus steht! Es ist da! Wir haben ein Haus!!! : )))

 

Die Präsentation nächste Woche wird schon irgendwie über die Bühne gehen, da mache ich mich nicht mehr so verrückt. Es MUSS keine 1,0 werden. ;)

 

 

Mittwoch, 27. Februar 2013

krank

Fynn hat es am Sonntag erwischt. 39,5 Grad Fieber, völlig platt. Montag früh gleich beim Kinderarzt: eine belegte Lunge, Mittelohrentzüdung udn auch noch Mandelentzündung. Volles Programm.
Armer Knopf!
Und heute hat es dann auch noch mich umgehauen!

Alle Plände für diese Woche (Lernen, Arbeiten und auch das soooooooo verdiente Wochenende-Zu-Zweit für Katha und mich) fallen ins Wasser und wir haben auf Überlebensmodus umgeschaltet.

Freitag, 8. Februar 2013

Bunte Pechsträhne


Irgendwie hat vor drei Tagen meine Pechsträhne begonnen und ich scheine sie nicht so loszuwerden. Es fing an mit banalen Dingen wie saurer Milch im Kaffee und zog sich leider so weit hin, dass ich gestern in einer Klausur saß für die ich angeblich nicht angemeldet war. Konnte das aber nach einigen Diskussionen klären, war ein Fehler in der Liste und ich durfte doch mitschreiben. Bis dahin war natürlich nicht nur wertvolle Zeit vergangen, sondern meine Nervosität auch gestiegen. Das hat mich vermutlich einige Punkte gekostet, was sehr ärgerlich ist, da ich in diesem Fach wirklich mit 100% gerechnet habe. Naja, heute ging es dann weiter mit einem Versuch endlich mal wieder (seit Fynn da ist!) ins Yoga zu gehen. Allerdings wurde mir nach 20 Minuten Fynn wieder gebracht (hat nur geweint, lies sich nicht beruhigen) und das Projekt Yoga war für mich gescheitert. Dann war da noch die kaputte Heizung, die uns frieren lies. Aber wir haben ja zum Glück Kerzen und ich habe es uns so ein bisschen warm gemacht. Könnte jetzt noch einiges weiteres Aufzählen, aber das lasse ich lieber, denn: ich möchte mich auf die schönen Seiten konzentrieren. Fynn stellt gerade zum fünften Mal für heute die komplette Bude auf den Kopf, aber ich bin ruhig und gelassen. Ja, ich bin müde und ich bete für eine halbwegs ruhige Nacht, aber ich bleibe liebevoll, auch wenn sie nicht ruhig wird.

Ich hatte heute Mittag, völlig unerwartet aus dem Nichts, einen wunderbaren Moment, in dem mir wieder richtig bewusst wurde, dass ich geliebt werde. Das Gott mich immer liebt und immer für mich da sein wird. Ich werde nie alleine sein. Das zu wissen und das zu spüren ist ein Himmel-weiter Unterschied und es trägt mich gerade durch den Tag. Ich hoffe, ich kann mir dieses Gefühl und meine innere Ruhe noch über das Wochenende hin bewahren. Ich bin nämlich mit Fynn ganz alleine. Katha ist über das Wochenende (Fr-So) weg und meine Eltern sind spontan in Urlaub gefahren.

Ich schreibe zwar am Dienstag die nächste Klausur, aber ich werde am Wochenende nicht dafür Lernen. Wenn ich wirklich mal ein paar FREIE Minuten haben werde, werde ich diese zum Ausruhen und Entspannen nutzen. Denn ich bin in Summe einfach ziemlich am Ende mit meinen Kräften und brauche jeden Funken Gelassenheit.

Wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende mit ähnlich bezaubernden Momenten!
 

Dienstag, 29. Januar 2013

Babytreff mit Beigeschmack


Heute war mal wieder unser Babytreff, zudem ich mich trotz sehr akutem Schlafmangel hingeschleppt habe. (Auch wenn unsere Kinder längst keine echten Babys mehr sind.) Ich habe ja schon erzählt, dass aus unserer Runde alle Mütter inzwischen wieder arbeiten gehen. Heute war sogar noch eine Gast-Mama dabei, die drei Jungs zu Hause hat. Sie ist seit diesem Montag arbeitslos und ganz verzweifelt. Ihr kleiner geht seit seinem dritten Lebensmonat zur Tagesmutter und sie braucht einfach diese Ablenkung eines Jobs. Das man als dreifache Mutter ab und zu mal Zeit und Ruhe für sich selbst braucht, kann ich mir sehr gut vorstellen (wer braucht das nicht?) und das einem der Job Spaß macht, verstehe ich noch mehr. Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, macht mir mein Studium (und mein 200€-Job) ja auch jede Menge Spaß. Aber es bleibt dieser fade Beigeschmack. Eigentlich hätte mich doch dieser Nachmittag wieder motivieren können, dass ich auf dem richtigen Weg bin und das die ganze Sache mit der Vereinbarkeit richtig und gut und heutzutage normal ist. Aber so fühlt es sich irgendwie nicht an. Es bleibt das Bild der Vollzeit-Mama mit 2-3 Kindern. (Und vielleicht ein kleines bisschen Nebenjob oder Selbstständigkeit, aber in ganz gemäßigtem Rahmen.)
 
PS: Die Erdarbeiten auf unserem Grundstück sind abgeschlossen. Der erste Schritt ist getan. Und ich halte hier unter diesem Dach keinen Tag länger aus als unbedingt nötig.

Montag, 3. Dezember 2012

Weihnachtsgeschenke und andere Überraschungen


Die ersten drei Päckchen von Kathas Adventskalender sind schon geöffnet (ein ganz besonderer Liebesbrief, ein Saunatag und ein Amazon-Gutschein) und das erste Weihnachtsgeschenk ist auch schon verpackt. Was gibt es praktischeres und schöneres als Oma und Opa zu Weihnachten einen riesen großen Kalender mit Bildern ihres geliebten Enkelsohnes zu schenken? Das ist schnell gemacht (macht auch noch Spaß!), man sortiert seine Fotos ganz nebenbei endlich mal und bringt unterm Weihnachtsbaum garantiert viel Freude. Pixum


 
PS: ganz nebenbei steht mal wieder eine RIESENGROSSE Entscheidung an. Wir können einen Platz in der örtlichen KiTa haben! Die Pro- Contra- enthält gefühlte tausend-und-drei Punkte auf jeder Seite… Es gibt einfach so viele Argumente und ganz abgesehen von den logischen Sachen: es spielen so viele Gefühle mit!

Montag, 19. November 2012

Kurz gemeldet


Fynn hatte übers Wochenende drei Tage lang Fieber und war ziemlich krank. Jetzt ist er wieder fit – ich leider nicht. Ich war aber auch gestern unvernünftiger Weise trotzdem auf einem Rockkonzert (trotz den Schlaflosen Nächten vorher)…

Heute haben wie unser Häuschen bis ins Details fertig geplant… leider auch nicht nur Vorfreude, sondern vor allem viel Ernüchterung. ;)

PURES LEBEN

 

Für mehr Nachrichten habe ich gerade keine Zeit / Kraft.

Dienstag, 13. November 2012

Ich bin nicht die Beste


Nicht, das ich das jemals behauptet hätte. Aber versucht habe ich es doch immer! Immer die Beste zu sein und alles irgendwie super hinzubekommen (besser und mehr als andere).

Aber das bin ich nicht und das kann ich nicht. Ich glaube es wird mal Zeit realistisch zu sein: Ich bin nur mittelmäßig. Nicht super und schon gar nicht perfekt. Aber ich glaube, dass ist trotzdem OK. Ich gebe mein Bestes, alles was ich habe, mehr geht nicht.

 

Nein, ich schaffe die Sache mit Studium und Kind nicht so gut wie ich vorher dachte. Ich habe das letzte Mal Abends am Schreibtisch gesessen und gelernt, als wir in Berlin waren. Das ist drei Wochen her. Ich bin einfach Abends viel zu müde und fertig. Körperlich und mental. Ich weiß, dass es viele andere Studenten mit Kindern gibt, die das so machen. Ich weiß nur nicht wie. Vielleicht haben sie einfach mehr Power? Oder ruhigere Kinder? Keine Ahnung. Auf jeden Fall schaffen sie etwas, was ich nicht schaffe. Katha ist jetzt erst mal auf Geschäftsreise und somit fallen die nächsten Abende wohl lern-technisch auch flach, da ich natürlich dann Fynn-Dienst habe. Allgemein wollte ich (in meiner Vorstellung) Abends ab 19 Uhr am Schreibtisch sitzen, da wusste ich noch nicht, dass Katha oft erst gegen 19:30 Uhr nach Hause kommt.

 

Ich schaffe es noch nicht mal mehr Laufen zu gehen. Dabei tut mir da „eigentlich“ so gut. Wenn ich es dann wirklich mal schaffe mir die Schuhe zu schnüren und zu starten, dann geht mir schon nach 15 Minuten die Puste aus. Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinen Kräften völlig am Ende bin. Dabei verstehe ich gar nicht warum. Fynn ist kein Säugling mehr, ich stille nicht mehr, meine Schilddrüsenwerte sind wieder in Ordnung und lernen tu ich auch nicht so viel, wie ich eigentlich gerne würde. Wo ist meine Kraft hin?

Freitag, 9. November 2012

normaler Wahnsinn - wahnsinnig normal


Diese Woche war mal wieder so was von unglaublich. Der ganz normale Wahnsinn also.

 

An einem Tag war Fynn so was von frech. Mein naives Ich konnte sich gar nicht vorstellen, dass kleine Kinder in diesem Alter schon gezielt frech sein können. Die sehen doch bei anderen immer so tapsig und süß aus.

Aber der Tag ging vorbei und der darauffolgende war gefüllt mit guter Laune und Spaß. Ist wohl normal. Ich habe schließlich auch manchmal schlechte Tage. Aber ich kann das meinen Mitmenschen wenigstens mitteilen, oder es begründen. Denke ich. Vermutlich begründe ich es nicht, und wenn doch, dann mit fadenscheinigen Gründen, die kein normal denkender Erwachsener verstehen kann. Aber ich. Für mich sind sie in dem Moment die absolute Wirklich. Wie viel mehr ist dann Fynn in seiner Wahrnehmung gefangen? Also sollte ich vielleicht ein bisschen mehr Verständnis aufbringen, wenn das absolute Lieblings-Spielzeug mal völlig uninteressant ist oder sogar zum Weinen anregt.

 

An manchen Tagen hat er nur eine halbe Stunde geschlafen und alle anderen Versuche mit lauten Geschrei beantwortet, an anderen Tage hat er sogar zwei Mal für 1,5 Stunden geschlafen. Aber auch das ist wohl normal.

 

Warum ich allerdings noch nicht im Bett liebe, sondern schreibe, aufräume, Dinge erledige,… das ist wohl nicht normal. Denn die Nächte sind immer noch unverändert. Das Aufstehen fällt mir jeden Morgen schwerer. Mir. Fynn hat damit leider keine Probleme, was wiederum normal zu sein scheint.

 

 

Heute war auf jeden Fall ein sehr schöner Tag. Nachdem ich wochenlang versucht habe mehr Kontakte zu knüpfen und mich ab und zu mit anderen Mütter zu treffen, wurde ich die letzten beiden Tage echt überrascht. Eine Freundin möchte sich mit uns in der kommenden Woche Nachmittags zum Spielen treffen, eine andere zum Frühstück. Als ich Fynn heute von der Tagesmutter abgeholt habe, hat mich die Mutter von Fynns „besten-TaMu-Freund“ angesprochen, ob wir uns nicht mal mit den Kindern privat verabreden wollen, da sie noch nicht so viele Kontakte hier in der Gegend hat. Also waren wir heute zusammen im Schwimmbad. – Hier hat sich mal wieder der normale Wahnsinn gezeigt: in meinem Bemühen genügend Handtücher, Bademäntel und Wasserspieltiere einzupacken, habe ich aus Versehen die Feuchttücher mit den Windeln verwechselt. Wir hatten also zwei Packungen Feuchttücher aber keine einzige frische Windel dabei. – Aber ich habe mich geoutet und einfach ganz laut durch die Umkleidekabinen gerufen, ob irgendwer eine Windel zu viel dabei hat. (Vorher war eine Kleinkindergruppe im Wasser, die Chancen waren also hoch.)

 

Und dann haben wir nach dem Schwimmen tatsächlich noch den Nachmittag genossen. Wie? Die andere Mutter fragte, ob wir nicht noch einen Cappuccino trinken und frische Waffeln essen wollen. Meine ehrlich erstaunte Antwort: „Hält dein Kleiner dabei etwa ruhig? Ist ihm das nicht zu langweilig?“ Ihre, vermutlich ebenso erstaunte Antwort: „Wenn er Waffeln essen kann? Ich teile sie einfach mit ihm.“ Oh. So einfach kann das sein. Ich habe meine Waffel nicht mit Fynn geteilt (weil ich immer noch versuche Zucker zu meiden), aber er hat eine Banane aus unserer Tasche bekommen und war erst mal zufrieden. Natürlich konnten wir nicht stundenlang sitzenbleiben und klönen, aber für einen gemütlichen Cappu hat es tatsächlich gereicht und eine Verabredung für nächste Woche ist auch gleich entstanden. Manchmal muss man es einfach fliesen lassen… Und an so Tagen die so gar nicht gut laufen, daran denken, dass sie irgendwann vorüber gehen. Und irgendwann wird Fynn dann auch bestimmt durchschlafen…