Über mich

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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de
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Freitag, 25. Oktober 2013

Glück auf Rezept

Jetzt ist es tatsächlich schon eine Woche her, dass wir aus Dresden zurück sind. Und das ist auch irgendwie gut so. Trotz Trotzphase haben Fynn und ich die Tage genossen, so gut es ging. Das „Kulturprogramm“ bestand vor allem aus Zoo-Besuch, Indoor- und Outdoorspielplätzen und Schwimmbad. Nur an einem Vormittag haben wir die Kultur für Erwachsende (Frauenkirche, Zwinger, goldener Reiter,…) in zwei Stunden schnell abgehakt – anschließend sind wir ins Starbucks. Mama um es sich bei  Regenwetter in einem gemütlichen Sessel mit einem einen grooooßen Cappuccino und einer Zeitschrift entspannt gut gehen zu lassen und Fynn um mit seinen Lego-Autos und den Spiel-Autos von anderen Kindern um die Wette zu fahren. Herrlich! Ich brauche unbedingt mehr solcher Momente. Schade, dass es das nicht auf Rezept gibt. ; )
Das habe ich an Dresden auch wirklich genossen: in jedem Restaurant, egal ob edel, schnieke oder alternativ, gab es eine Spielecke. Das ist etwas, was ich zu Hause TOTAL vermisse. Mir würde jetzt auf Anhieb kein einziges Restaurant oder Café mit Spielecke einfallen.

Aber abgesehen davon, habe ich gelernt, dass ich so etwas NIE WIEDER machen werde. Mit meiner Mum. Wir leben einfach in unterschiedlichen Welten. Wir versuchen beide es uns gegenseitig „Recht zu machen“, scheitern aber und verennen uns. Im Moment brauche ich da einfach nur ganz viel Abstand. Eine Brück zu bauen, ist gerade leider nicht möglich. Bei dem Versuch stürze ich immer wieder ein. Das ist auf Dauer nicht nur anstrengend, sondern auch verletztend. Fynn will ich seine Großeltern natürlich nicht wegnehmen. Aber was mich betrifft bleibt der Kontakt erst mal minimal und jeder Versuch eines verbalen/emotionalen Übergriffes wird direkt abgeschmettert.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Es könnte alles so schön sein ...


Ich bin im Urlaub. Kostenlos. Muss weder Kochen noch Putzen. Auch nicht Lernen oder sonst irgendwas. Doch trotzdem habe ich das Gefühl, dass es gerade tierisch anstrengend ist. Meine Nerven sind so dünn wie Seide und mit meiner Geduld erreiche ich auch keinen Weltrekord. Zu einem Teil liegt es ganz bestimmt an meinen (mal wieder) ganz schlechten Zucker-Werten, aber zu einem großen Teil auch an Fynns intensiver Trotz-Phase. Dabei ist diese gar nicht so, wie ich erwartet hätte. Ein wütendes auf-den-Boden-werfen oder Aufstampfen kommt eher selten vor. Auch laute Weinanfälle gibt es nicht wesentlich öfter als sonst. Dafür aber eine Ess- und Schlafverweigerung. Er fordert lautstark sein Essen ein. Wenn wir am Tisch sitzen möchte, nein WILL, er von allem etwas haben. Sofort natürlich. Aber egal was dann auf dem Teller oder in seiner Hand landet – die Hälfte davon wird entweder über den Tisch geworfen, an Mamas frischen Pullover geschmiert oder auf dem Boden verteilt. Wehe ich nehme es ihm weg – dann erfährt der restliche Speisesaal augenblicklich welch großen Hunger mein Sohn doch hat und das Mama ihm alles wegnimmt. Ich versuche ihn zu erziehen und ihm Regeln und Konsequenzen beizubringen und ihn gleichzeitig zu animieren doch etwas zu essen. Ein Drahtseilakt. Zum Glück dauert das Frühstück nur ca. eine halbe Stunde – danach bin ich nass-geschwitzt und völlig K.O. Nicht gerade der perfekte Start in den Tag. Mit dem Schlaf verhält es sich ganz ähnlich.

Wäre ich pessimistisch, würde ich sagen: So ein Mist, da könnte ich mal fünf Tage ein bisschen entspannen, aber Fynn macht hier so einen Terror. Hätte diese Phase nicht noch bis nach dem Urlaub warten können?

Zum Glück bin ich aber ja viel lieber optimistisch und sehe das ganze so: Puh, etwas anstrengend gerade. Was ein Glück, das wir im Urlaub sind und ich nicht auch noch zusätzlich Hausarbeit & Co erledigen muss, sondern in den wenigen Pausen wirklich mal einfach durchatmen kann.    ; )    -klingt doch viel besser, oder?

Freitag, 27. September 2013

I'm soooo sorry

Es tut mir sooooo leid!
Ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen in den letzten Tagen - und sogar schon Wochen.

Die erste große Erkältungswelle haben wir schon hinter uns (alle drei) und mein Praxisphasenbericht fürs Studium ist abgegeben. Wieder zu arbeiten ist irgendwie komisch. Ich denke dann ständig, wie gerne ich doch lieber mit Fynn auf dem Spielplatz wäre. Dabei hat sich seine NEIN-Trotzphase gerade auf ein neues extrem-Level gesteigert. Aber es sind ja nur 16 Stunden pro Woche und der Vertrag läuft nur noch zwei Wochen. Wer weiß, ob er verlängert wird. Das Leben ist halt kein Ponyhof. ;) Aber trotzdem schön!! Auch wenn mich Fynns genereller Trotz manchmal zur Weißglut bringt, oft bringt er mich auch zum (inneren) lächeln und wärmt das Herz. Da sage ich zum Beispiel irgendwas, was er eigentlich mag, wie: "komm, wir essen einen Apfel." und bekomme als Antwort ein lautes NEIN. Dann geht es 2-3 mal mit NEIN und DOCH hin und her, bis er mich böse anguckt. Mund zusammengepresst, Augenbrauen steil nach oben, tiefer Blick in meine Augen. Kein Wimpernzucken. Eine Herausforderung zum Duell. Ich nehme die Herausforderung an. Innerlich strahlend und stolz, aber nur heimlich. Es ist jedes mal zu 100% ein Blick in den Spiegel. Dieser kleine sture Trotzkopf, der immer seinen Dickkopf durchsetzen will, auch wenn er dadurch aus Sturheit das ablehnt, was er eigentlich möchte - das bin so absolut ich. Natürlich lass ich ihm den Trotz nicht immer durchgehen und versuche ihm zu zeigen, dass es auch anders geht. Aber ein bisschen stolz bin ich trotzdem auf ihn. ;)
 
Außerdem bin ich sehr froh, dass Fynn so ein draußen-spiel-Kind ist. Ganz egal welches Wetter, er will immer raus! Das freut mich! Weil es gesund ist und weil ich dadurch auch raus komme ;)

 

Freitag, 6. September 2013

Urvertrauen


Fynn ist eine absolute Wasserratte. Wenn wir nur vor dem Schwimmbad stehen fängt er schon an zu strahlen. Und wenn wir erst im Wasser sind, hört es gar nicht mehr auf. Hauptsache wild rumplantschen und am liebsten vom Beckenrand springen. Dabei ist es ihm völlig egal, ob er gerade Schwimmflügel anhat oder nicht. Er springt einfach. Mit dem sicheren Vertrauen, dass ich ihn schon auffangen werde. Am meisten Spaß macht es ihm, wenn jemand am Beckenrand steht und ihn ins Wasser wirft - gerne mal 1-2 Meter weit – und ich ihn dann auffange. Mit Schwimmflügel ist das ja kein Problem, aber ohne klopft mir schon manchmal das Herz. Ihm aber nicht. Er strahlt und fühlt sich absolut sicher und geborgen. So soll es sein! Es scheint, dass ich ihm bis jetzt ausreichend Sicherheit mitgegeben habe auf seinem Weg, so dass er ganz eigenständig und ohne Angst durch seine kleine Welt flitzen kann. Ich hoffe sehr, das mir das auch weiterhin gelingen wird. 

Dienstag, 20. August 2013

gießen, genießen, genießen


Das Leben ist einfach so schön, so schön, so schön! Ich komme aus dem Staunen und genießen gar nicht mehr raus. Seit letzter Woche habe ich jetzt zwar vorübergehend mal wieder einen kleinen Job, der nicht ganz so viel Spaß macht, aber sonst ist alles einfach PERFEKT. Naja, nicht perfekt, aber herrlich unperfekt und schön!
 

Die beiden Büro-Tage letzte Wochen kamen mir sooooo lange vor. Nicht, weil die Arbeit so ätzend oder anstrengend war, sondern weil ich Fynn so sehr vermisst habe. Es kommt mir so vor, als würde ich ihn mit jedem Tag mehr lieben. Immer wieder könnte ich einfach platzen vor Glück, nur weil er gerade irgendwas lustiges / süßes macht, tapsig durch die Gegend flitzt oder mit mir kuscheln möchte. Ich habe echt ein absolutes Luxus-Leben. Eine wunderbare Frau, ein tolles zu Hause, nette Nachbarn und ein unbeschreibliches Kind. Natürlich haben Katha und ich auch mal Streit und Fynn macht auch nicht nur das, was er darf – ganz im Gegenteil und die Hausarbeit versuche ich auch alleine zu schaffen. Aber mir geht es so gut, ich bin so gelassen und voller Liebe. Man klingt das kitschig!! : ) Muss ja selbst gerade mal laut lachen. Aber es ist so. Die Zeit mit Fynn macht mir gerade so viel Spaß, dass ich mittags (wenn er schläft) gar keine Pause oder Auszeit brauche. Ich habe gar kein Bedürfnis mit mal auszuruhen, hinzusetzen oder zu lesen. Ich hatte ja schließlich schon den ganzen Vormittag Spaß beim Bobby Car-fahren (Vorsicht: Muskelkater!) und auf dem Spielplatz. Also kann ich mittags voller Energie an den Schreibtisch und Uni-Sachen machen.

Genießen, genießen, genießen. Daraus besteht mein Leben im Moment und ich habe ein ganz kleines bisschen ein schlechtes Gewissen, dass es mir so gut geht und anderen nicht… aber mit schlechtem Gewissen lässt es sich nicht gut genießen, also vergesse ich es schnell wieder. Ich versuche trotzdem anderen unter die Arme zu greifen und zu Helfen – das ändert ja an meiner Freude nicht. Ich schöpfe ja sozusagen aus der Fülle.

Mittwoch, 14. August 2013

manchen Luxus muss man sich einfach gönnen, wenn er sich anbietet

Kaum schreibe ich, dass ich hoffe, meine Meinung wegen dem „Urlaubssemester“ nicht mehr zu revidieren… schon ruft eine Tagesmutter an mit der freudigen Nachricht, dass sie unerwartet einen Platz ab 1. September frei hat. Wir könnten also JETZT mit der Eingewöhnung beginnen. Ich bin heute Vormittag mit Fynn zu ihr gefahren, um mir die TaMu und die Rahmenbedingungen noch mal anzusehen. Warum? Ganz einfach: weil ich immer noch denke, dass vom Prinzip her eine Tagesmutter mit 5 Kindern eine bessere Betreuung ermöglichen kann als eine Kindergartengruppe mit 20 Kindern.

Ich war also da und bin nun wieder neu vor der Entscheidung, wie es weitergeht. Die TaMu ist nett und wirkt sehr kompetent, sie hat jahrelange pädagogische Erfahrung, die Wohnung ist schön hell und sauber, einen  Balkon gibt es auch. Ansonsten war der erste Eindruck: zwei Katzen in der Wohnung – natürlich mit vielen Katzenhaaren, ist aber kein absolutes Ausschlusskriterium. Der Umgang mit den Kindern – hmpf… kann es nicht genau bennenen warum, aber irgendwas hat mich gestört. Vielleicht lag es aber auch nur an der Beobachtungs-Position. Und mir ist selbstverständlich durchaus bewusst, dass es viele Wege gibt...

Aber jetzt noch mal zum Grundsatz: es gibt ja folgende zwei Optionen

1.       Fynn kommt jetzt zu einer Tagesmutter und bleibt da bis er 3 Jahre alt ist, ich kann also auch jetzt weiter studieren. Er ist in einer kleinen Betreuungsgruppe, in der er gut versorgt wird. Die Kinder sind aber auch alle maximal so alt wie er oder jünger, die Spielsachen eigentlich auch mehr für kleinere Kinder. Es gibt einen Balkon, da können sie an die Luft, aber nicht raus zum rennen, toben und kletter (was Fynn total gerne macht und ich auch sehr wichtig finde)

2.       Ich bleibe das nächste Semester wie geplant zu Hause und Fynn geht ab Dezember in den Kindergarten. Da könnten wir die Zeiten langsam steigern, bis ich dann im März wieder zur Uni muss. Er wäre aber eben in einer Gruppe mit 20 Kindern (bei nur 3 Betreuern), von denen 15 Kinder zwischen  3 und 6 Jahre alt sind. Ein paar der Kinder kennt er aber schon. Und es gibt einen ganz großen Garten mit vielen Kletter-, Spiel- und Tobemöglichkeiten.

Von den Kosten wäre der Kindergarten mehr als doppelt so teuer, aber das soll auf keinen Fall ein Entscheidungsgrund sein!
Sondern etwas ganz anderes. Fynn hat heute Nachmittag seinen Sand-Eimer in die Handgenommen, mir gewunken und "Dau!" ["Tschau"] gerufen. Dann ist er los, am Bobbycar vorbei "Auto-Dau!", an seinem Ball vorbei "Bai Dau!" und dann noch der Bagger "Baga Dau". Kurz danach dreht er sich um und kommt zurück und sagt: "Fynn da." Wie herrlich! Es macht soooo Spaß ihm in seiner Entwicklung zu beobachten und zu begleiten. Unvorstellbar. Diese Liebe und dieses Glück. Ganz subjektiv betrachtet ist Fynn der absolut süßeste kleine Knirps den ich kenne. ;)
Und genau diese Momente haben meine Entscheidung wieder bestätigt bzw. mich neu dafür entscheiden lassen, noch länger zu Hause zu bleiben. - Diesen Luxus gönne ich uns : -)))

Freitag, 9. August 2013

a heart full of love

Ich habe das Gefühl, endlich (wieder?) die Mutter zu sein, die Fynn verdient.

Jetzt, wo ich so gelassen bin und keine Klausuren oder sonst-was im Hinterkopf habe. Der Alltag funktioniert auch viel besser und wir sind ein super Team.

Um so mehr hoffe ich, dass ich bei meiner Entscheidung bleibe, nächstes Semester noch mal ein Urlaubssemester zu machen. Ich bete, dass ich mich nicht wieder von meiner "Leistungssucht" in die Fänge nehmen lasse.

Dienstag, 6. August 2013

um die Häuser ziehen

Wahnsinn! Es ist so unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Eben noch hatte ich ein kleines, hilfloses Baby und jetzt zieht mein Junior mit den Nachbar-Jungs um die Häuser. ;) Er hat sich am Wochenende mit den großen Jungs aus der Nachbarschaft (6 Jahre alt) angefreundet. Wäre ja vermutlich auch viel zu langweilig mit den 3-jährigen zu spielen. Auf jeden Fall sind die Größen von meinem Zwerg irgendwie voll begeistert und freuen sich, wenn er "mitspielt". Das kleine Problem ist nur, dass die Jungs mal hier und mal da spielen. Und natürlich schon frei rumflitzen dürfen ohne um Erlaubnis zu fragen. Fynn scheint das aber nicht zu stören, er geht einfach mit. Ohne mit der Wimper zu zucken oder sich mal nach Mama umzudrehen, folgt er seiner neuen Freunden und ist weg. (Ich bin natürlich hinterhergeschlichen.)

Ich finde es ja wunderbar, dass er so ein großes Urvertrauen hat - aber so ein bisschen schüchterner/vorsichtiger könnte er schon ab und zu sein.
Naja, aber im Grunde hat er ja Recht:  ich passe ja auf ihn auf, so gut ich kann - und selbst wenn ich mal versage, ist er immer noch unter der Obhut seines himmlischen Vaters! Also raus mit dir und genieß deine Kindheit und dieses wunderschöne Leben!




Donnerstag, 13. Juni 2013

Was bitte ist FAMILIENFREUNDLICH?


Wir stehen also wieder auf einigen Wartelisten. In Tagesstätten und in Elternvereinen. Aber ganz realistisch: es sieht schlecht aus.

Dort wo wir hinziehen, könnte Fynn ab Dezember einen Betreuungsplatz bekommen (von dem ich noch nicht 100% überzeugt bin, aber das ist eine andere Geschichte). Das hieße im Dezember: 2 Wochen Eingewöhnung und dann 2 Wochen Ferien. Also reguläre Betreuung erst ab Januar. Nur ist Ende Januar das Wintersemester dann auch leider schon um.

Alternativen:

Tagesmütter: im Umkreis gibt es keine freien Plätze. In der Stadt bekommen wir generell keine Plätze, weil hier zwar das gleiche Jugendamt zuständig ist, es aber andere Finanzierungsregeln gibt und das ist wohl organisatorisch nicht koordinierbar.

Kindertagesstätten: in anderen Gemeinden oder der Stadt selbst bekommen wir natürlich keinen städtischen KiTa-Platz, immer nur dort wo man wohnt. Ausnahme: die KiTa der Uni hat auch zwei Plätze für Kinder aus dem Landkreis, aber da sehen die Chancen schlecht aus.

Elternvereine: gibt es in der Stadt ganz viel – aber auch hier die gleichen Bedingungen: nur Stadtkinder. Trotzdem auch hier zwei Ausnahmen: ein Verein von der Uni und einer von der Technischen Hochschule – die einen haben einen, die anderen sogar zwei Plätze für Kinder aus dem Landkreis, aber alle Plätze sind mit recht kleinen Kindern belegt, die noch mindestens zwei Jahre dort bleiben. Es sei denn jemand zieht spontan um und es wird ein Platz frei, aber auch dann stehen wir auf der Warteliste nicht gerade ganz oben.

Private Tagesstätten: Hier gäbe es vielleicht Hoffnung, darum haben wir uns noch nicht bemüht, weil es einfach eine enorme finanzielle Frage ist.

Kombination: die jetzige Tagesmutter weiterhin 3 Tage pro Woche nutzen – ergibt aber dann zusätzlich 200€ an Benzinkosten und für uns und Fynn natürlich etwas mehr Stress und die anderen beiden Tage bzw. die Nachmittage mit einem Babysitter überbrücken…  Ob das aber in der Realität umsetzbar ist…??

 

Heute hatte ich ein Vorstellungsgespräch für einen Job, den mir mein Professor vermittelt hat. Es klang ganz gut und ich denke, dass sie mir den Job für die „Ferien“ (August und September) anbieten werden. Aber ich kann den Job nur Zusagen, wenn ich eine Betreuung für Fynn habe. Es wäre super, denn wir können das Geld ja wirklich gebrauchen durch den Bau… Aber was soll ich machen, mir sind die Hände gebunden.

Ganz zu schweigen vom Studium. Im Moment kommt es mir fast so vor,  als hätte ich gar keine andere Wahl wie noch ein Semester zu Hause zu bleiben. Und das, obwohl es laut Gesetzt einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt UND meine Hochschule sich mit dem Titel „familienfreundlich“ auszeichnet.
 
 

Dienstag, 4. Juni 2013

Ich liebe diese Tage


In der Sonne sitzen und Kaffee trinken, mit dem Junior im Sandkasten buddeln und über die Wiese rennen, die Füße hochlegen,  den Duft von frisch gemähtem Gras riechen, Seifenblasen einfangen und mit Straßenkreide malen (auf der Straße und auf den Klamotten). Toll! War ein wunderschöner Tag heute! Und würde mich echt ärgern, wenn ich ihn am Schreibtisch, an der Uni oder in irgendeinem Büro verbracht hätte. Kinder sind ein toller Luxus ;)
 

Mittwoch, 15. Mai 2013

Berlin


Mein Kurzurlaub ist tatsächlich schon zu Ende. Nicht zu fassen! Mit verspannten Schultern und stechenden Kopfschmerzen sitze ich im ICE von Berlin Richtung Heimat. Auch wenn mein Berlin-Aufenthalt leider relativ oft von Kopfschmerzen und Übelkeit geprägt war, so war es doch ein richtiger Kurzurlaub! Ein sehr schöner, entspannter, sportlicher und abwechslungsreicher Kurzurlaub. Und Berlin ist immer noch Berlin. Ich liebe es. Aber der Reihe nach:

Montag früh bin ich mit enormen Zweifeln und einem sehr schlechten Gewissen in den Zug gestiegen. Ich habe am Bahnhof ernsthaft noch überlegt, ob ich nicht doch wieder nach Hause fahre und diesen Ausflug sausen lassen. Auch als ich nach gut vier Stunden im sonnigen Berlin angekommen bin, habe ich nur überall Kinder gesehen und bereut, dass ich Fynn nicht wenigstens mitgenommen habe. Berlin mit Kind ist doch auch so schön, das weiß ich ja noch von Oktober. (Wobei ich natürlich verdrängt habe, dass unsere Nächte im Moment mit nur ein bis zwei Stunden Schlaf gesegnet sind, aber so ist das Mutter-Herz eben. *g*) Auch als ich dann im Hotel angekommen bin und anschließend gleich noch mal in die City fuhr, konnte ich mich immer noch nicht so wirklich freuen. Ununterbrochen dachte ich nur, wie viel schöner das alles wäre, wenn ich es mit Katha zusammen genießen könnte und wie sehr ich Fynn vermisse. Die Sonne war auch ziemlich schnell weg und mir ging es gesundheitlich nicht wirklich gut. Also habe ich mir im Supermarkt was zu Essen gekauft, bin zurück ins Hotel um den Abend dort zu verbringen. Ein bisschen Sport, ein kleiner Spaziergang am Spandauer See und dann mit Buch ins Bett gekuschelt. Schließlich hatte die Nacht zuvor nur 1 Stunde Schlaf. Aber an erholsamen Schlaf war im Hotel leider auch nicht zu denken. Wegen meiner unerhörten Kopfschmerzen hatte ich die ganze Nacht die Fenster offen und hatte somit das Vergnügen die Einflugschneiße des Flughafens Berlin-Tegel zu „genießen“. Am nächsten Morgen habe ich dann sofort eine Schmerztablette genommen und war schon um 7 Uhr im Schwimmbad und um 8 Uhr im ersten Saunaaufguss. So kann der Tag beginnen. Nach einem ausgedehnten Frühstück (mit Zeit zum Zeitung lesen!) bin ich noch ausgedehnter Shoppen gegangen. Dank schlechtem Wetter, hat mich rein gar nichts gedrängt, die Arkaden wieder zu verlassen – bis mir Mittags erneut schlagartig übel wurde und ich – mit vielen Einkaufstaschen – zurück ins Hotel bin. Dort habe ich dann auch den restlichen Tag mit Sauna, Entspannen und etwas Sport verbracht. Als es mir Abends endlich wieder besser ging, bin ich noch mal zum Hakeschen Markt um ein bisschen im Berliner-Abendleben zu schwelgen. Trotz bleierner Müdigkeit war aber auch die zweite Nacht nicht ganz so entspannt und schlafreich wie erhofft. Trotzdem war ich heute früh bester Dinge, vor allem nach einem Blick aus dem Fenster in den strahlend blauen Himmel. Nach dem auschecken im Hotel war ich noch mal in der City flanieren und Sonne tanken. Dabei beschlich mich doch tatsächlich der Gedanke, dass ich gerne noch zwei weitere Tage bleiben würde. Berlin, das Leben und die Sonne genießen. Aber natürlich freue ich mich auf meine Familie zu Hause.

Es waren zwei rundum schöne Tage. Auch wenn ich den ersten davon nicht ganz so genießen konnte. Ich bin wohl einfach so fest in meinem Alltag, meinen Rollen und meinen Aufgaben drin, dass ich ein paar Stunden gebraucht habe, um das alles mal abzustreifen und abzutauchen. Immerhin war es auch das erste Mal, dass ich zwei Nächte von Fynn getrennt war. Jetzt bin ich also auf dem Weg nach Hause und schlüpfe so langsam wieder in die Rollen zurück. Habe schon erste Telefonate geführt (Fließenleger, Bauleiter, etc.) und werde auch gleich das erste Mal nach drei Tagen meine Mails abrufen und bearbeiten. Welcome back.

Montag, 22. April 2013

Motto des Sommers

Ich habe mich tatsächlich dazu entschieden noch ein Fach zu streichen für dieses Semester. Kaum zu glauben, oder? Ich kann es auf jeden Fall noch nicht fassen. *lol*

Anstatt weiterhin als Allround-Talent zu versuchen Bau, Studium, Job und Kind effektiv unter einen Hut zu bekommen, habe ich mir ein neues Lebensmotto ausgedacht:

Diesen Sommer genieße ich das Mama- und Studentenleben.  

Genau: Genießen. Nicht irgendwie organisieren, bewältigen oder gar abarbeiten. Ich möchte es genießen! Punkt.
 

Samstag, 20. April 2013

Genug ist genug - und alles weitere ist dann zu viel


Es sind schwere Zeiten. Fynn hat gerade mal wieder eine schwierige Phase, was das Schlafen betrifft. Nachts ist er oft mindestens zwei Stunden wach. Dabei weint er ganz viel und lässt sich kaum beruhigen. Von mir eigentlich fast gar nicht, eher noch von Katha. Wir leider also alle wieder unter chronischem Schlafmangel.
Hinzu kommt der ganz normale Wahnsinn – und ist das doch nicht mehr normal?

Job: Den habe ich dieses Semester wohl auch ein bisschen unterschätzt. Schaffe es kaum, mir genügend Zeit frei zu schaufeln für meine kleine Tutoren-Stelle. Dabei arbeite ich ja eigentlich nur ca. 7-8 Stunden pro Woche. Aber die sind eben schwer zu finden. Vor allem, weil letzte Woche auch noch Fynns Oma weg war und die Tagesmutter im Moment fast jede Woche einen Tag frei hat.

Tagesmutter: Ist gerade auch ein Thema, das mich mal wieder aufregt. Sie macht 5-10 Fortbildungstage pro Jahr und hat zusätzlich 24 Urlaubtage bei einer 3-Tage-Woche. Das macht mindestens 10 Wochen pro Jahr. 10 Wochen in denen Fynn keine Betreuung hat und die irgendwie anders abgedeckt und organisiert werden muss. Aber wir müssen noch durchhalten – bis November. Ab November hat er dann (HOFFENTLICH) einen Platz in der KiTa die 200m von unserem Häuschen weg ist.
Studium: wer aufgepasst hat, hat es schon gemerkt: dafür bleibt eigentlich im Moment gar keine Zeit. Es ist zum Verrückt werden – es kommt so viel dazwischen und geht so viel anderes schief, dass ich nun doch schon wieder Abends am Schreibtisch saß oder andere Verabredungen abgesagt habe, um zu lernen.

Fynn: Für den bleibt natürlich Zeit! Aber: mangels der Zeit in den anderen Bereichen stehe ich ziemlich unter Druck und das merkt er natürlich. Vor allem an liebevoller Geduld hat es heute Vormittag mal wieder etwas gemangelt. Er testet im Moment einfach seine Grenzen aus, was ja auch gut und richtig ist.
Meine Eltern: Anstrengend! Grässlich. Ein täglicher Kampf um meine eigenen Grenzen zu schützen (und die meiner Familie).

Fazit: ich war heute Vormittag mal wieder an dem Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob mein eigentlich schon völlig abgespecktes Programm doch noch zu viel ist. Ich mache ja dieses Semester nur 2 Fächer, von denen ich nur bei einer in die Vorlesung gehe. Aber es sind einfach so viele Randfaktoren die irgendwie so wahnsinnig viel Zeit brauchen. Also entweder muss ich mich irgendwie umorganisieren und meine Kräfte anders einteilen (hat jemand eine Idee???) oder … puh… oder ich muss tatsächlich noch ein Fach streichen für dieses Semester und nur ein einziges mitmachen. Aber das wäre schon sehr hart. Oder?

PS: Heute Nachmittag geht es erst mal auf den 2. Geburtstag von Fynns bestem Freund. Freue mich auf die Ablenkung und den Spaß, den er dabei bestimmt haben wird.


 

Montag, 8. April 2013

Entwicklung - hui, da war wieder ein Schub

Was für ein Schritt! Fynn geht es gesundheitlich wieder etwas besser und die Nächte sind auch wieder ruhiger. Seit dem hat er mal wieder einen ganz großen Entwicklungsschritt gemacht. Einen ganz tollen – für ihn und für mich ;) Er spielt nämlich plötzlich völlig selbstständig. Nicht nur mal 5 Minuten um dann wieder an meinem Hosenbein zu hängen. Nein, er geht zu seiner Lego-Kiste oder seinem Bobbycar und spielt fröhlich vor sich hin. Völlig selbstvergesse. Es ist so schön dabei zu zu sehen! Seit dem ist er auch mal wieder ein richtiger kleiner Sonnenschein. Das kann aber auch an der Sonne da draußen liegen, die endlich mal wieder sichtbar ist. Gestern waren wir fast den ganzen Tag an der frischen Luft und Fynn konnte sich endlich mal wieder im Freien austoben.

Der Entwicklungsschritt kommt im Moment aber auch gerade sehr passend, denn mir geht es gesundheitlich leider noch nicht viel besser. Kein Wunder, hatte ich letzte Woche ja auch nicht wirklich Gelegenheit mich auszukurieren. Aber jetzt kann ich mich ja wenigstens mal auf Sofa setzen und kurz die Beine hochlegen, während mein Kleiner spielt. Zumindest so lange bis er wieder mit der Klobürste tanzen will oder sämtliche Taschen und Körbe ausräumt   : )

 

Mittwoch, 13. Februar 2013

echt tolle Website!!

Ich mache hier ja eigentlich keine Werbung, aber das muss ich jetzt doch noch mal hinterherschicken:
Habe gerade eine echt tolle Website gefunden:
http://www.liliput-lounge.de/

Schon alleine die Beiträge sind super geschrieben, wie z.B.
alleinerziehend-mit-mann
Aber auch echt viel informatives und einfach tolles.

So, das wollte ich noch loswerden. Werde die Seite auch gleich in meine Linkliste aufnehmen. ;)
Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Abend und ich lerne fleißig weiter...

Das Leben leicht nehmen


Das Wochenende mit Fynn war richtig schön. Wir waren ja zu zweit und da war irgendwie toll. Hatte noch nicht mal Lust mit ihm zum Kinderfasching zu gehen, sondern habe die „Ruhe“ zu Hause genossen. Und ja: ohne meine Eltern ist es wesentlich ruhiger zu Hause. Erstaunlich. Aber auch ohne Katha war es irgendwie ganz anders. Obwohl sie ja an Werktagen auch oft erst nach Hause kommt, wenn Fynn schon schläft… War auf jeden Fall ein schönes Wochenende!

Gestern dann die zweite Klausur lief auch super.

Uuunnnndddd: Am Bau geht es weiter – morgen wird die Bodenplatte gegossen.

Das Leben ist also wie immer turbulent und bringt viel Aufgaben mit sich. Aber ich versuche einfach, mir all das zu ersparen, was nicht wirklich nötig ist. Zum Beispiel neue Klamotten für Fynn einkaufen. Anstatt mich mit dem Kleinen und einem riesen Aufwand durch die Geschäfte zu quälen, bestelle ich einfach im Internet bei http://www.limango-outlet.de/ .

Und noch etwas erleichtert mein Leben ungemein: Fynn hat sich in den letzten ein bis zwei Wochen ziemlich verändert. Zumindest was sein Spielverhalten betrifft: er spielt jetzt auch mal einige Minuten mit sich alleine ohne an meinem Hosenbein zu hängen. ;)

Freitag, 8. Februar 2013

Bunte Pechsträhne


Irgendwie hat vor drei Tagen meine Pechsträhne begonnen und ich scheine sie nicht so loszuwerden. Es fing an mit banalen Dingen wie saurer Milch im Kaffee und zog sich leider so weit hin, dass ich gestern in einer Klausur saß für die ich angeblich nicht angemeldet war. Konnte das aber nach einigen Diskussionen klären, war ein Fehler in der Liste und ich durfte doch mitschreiben. Bis dahin war natürlich nicht nur wertvolle Zeit vergangen, sondern meine Nervosität auch gestiegen. Das hat mich vermutlich einige Punkte gekostet, was sehr ärgerlich ist, da ich in diesem Fach wirklich mit 100% gerechnet habe. Naja, heute ging es dann weiter mit einem Versuch endlich mal wieder (seit Fynn da ist!) ins Yoga zu gehen. Allerdings wurde mir nach 20 Minuten Fynn wieder gebracht (hat nur geweint, lies sich nicht beruhigen) und das Projekt Yoga war für mich gescheitert. Dann war da noch die kaputte Heizung, die uns frieren lies. Aber wir haben ja zum Glück Kerzen und ich habe es uns so ein bisschen warm gemacht. Könnte jetzt noch einiges weiteres Aufzählen, aber das lasse ich lieber, denn: ich möchte mich auf die schönen Seiten konzentrieren. Fynn stellt gerade zum fünften Mal für heute die komplette Bude auf den Kopf, aber ich bin ruhig und gelassen. Ja, ich bin müde und ich bete für eine halbwegs ruhige Nacht, aber ich bleibe liebevoll, auch wenn sie nicht ruhig wird.

Ich hatte heute Mittag, völlig unerwartet aus dem Nichts, einen wunderbaren Moment, in dem mir wieder richtig bewusst wurde, dass ich geliebt werde. Das Gott mich immer liebt und immer für mich da sein wird. Ich werde nie alleine sein. Das zu wissen und das zu spüren ist ein Himmel-weiter Unterschied und es trägt mich gerade durch den Tag. Ich hoffe, ich kann mir dieses Gefühl und meine innere Ruhe noch über das Wochenende hin bewahren. Ich bin nämlich mit Fynn ganz alleine. Katha ist über das Wochenende (Fr-So) weg und meine Eltern sind spontan in Urlaub gefahren.

Ich schreibe zwar am Dienstag die nächste Klausur, aber ich werde am Wochenende nicht dafür Lernen. Wenn ich wirklich mal ein paar FREIE Minuten haben werde, werde ich diese zum Ausruhen und Entspannen nutzen. Denn ich bin in Summe einfach ziemlich am Ende mit meinen Kräften und brauche jeden Funken Gelassenheit.

Wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende mit ähnlich bezaubernden Momenten!
 

Donnerstag, 31. Januar 2013

Sehnsucht: der Weg und das Ziel gleichzeitig


Irgendwie habe ich das Gefühl, dass meine letzten beiden Beträge eine negative Stimmung hinterlassen haben. Aber so ist es ja gar nicht Natürlich ist es eine Sehnsucht und Sehnsüchte sind immer irgendwie auch ein bisschen negativ besetzt solange sie unerfüllbar scheinen. Aber was wäre das Leben ohne Träume und Wünsche? Ganz aktuell ist es ja sowieso nicht zu realisieren. Über Nacht wird unsere Familie nicht größer, unser Haus nicht fertig und unser Konto auch nicht voller. ;) Eine neue Schwangerschaft und somit ein zweites Kind (sollten wir uns gemeinsam dafür entscheiden) käme frühestens nach dem Bau in Frage. Sollte es dann mit nur wenigen Versuchen funktionieren, wäre Fynn knapp 3 Jahre wenn ein Geschwisterchen kommen würde. Finde ich ein ideales Alter. Also brauche ich mir jetzt noch nicht über irgendwelche Möglichkeiten den Kopf zerbrechen. Vielleicht habe ich ja Glück und wenn der ganze Stress in unserem Leben mal etwas nachlässt und wir in unseren eigenen vier Wänden  - alleine – leben,… vielleicht wird der Wunsch nach einem zweiten Kind bei Katha dann ja auch wieder wach.

Vorher mache ich mir weder Gedanken über die finanziellen Möglichkeiten, noch über die „Produktionsmöglichkeiten“. Es wird schon alles so kommen, wie es kommen soll. Darauf vertraue ich ja eigentlich. Dass Gott einen Plan für uns hat. Ich tendiere nur leider immer wieder dazu, seine Pläne optimieren zu wollen – obwohl natürlich nichts Menschliches so perfekt sein wird wie etwas Göttliches. ;)

Das Fazit: ich nutzte meine aktuellen Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte einfach um die Zeit JETZT zu genießen. Ich bin einfach froh darüber, dass ich auch jetzt schon so viel Zeit mit Fynn verbringen kann und mir trotzdem irgendwie die Energie bleibt Abends/ Nachts zu lernen und das mir das Studium Spaß macht und dadurch einfach fällt. Ich nehme mir die Freiheit mein Studium hinter Fynn zu stellen. Ich habe den Luxus mir diese Freiheit zu nehmen. Nicht zuletzt natürlich dank Kathas Job. Gott sei Dank, haben wir so ein schönes Leben! Und das schreibe ich gerade, obwohl die letzten Nächte immer noch extrem anstrengend waren.

Dienstag, 29. Januar 2013

Babytreff mit Beigeschmack


Heute war mal wieder unser Babytreff, zudem ich mich trotz sehr akutem Schlafmangel hingeschleppt habe. (Auch wenn unsere Kinder längst keine echten Babys mehr sind.) Ich habe ja schon erzählt, dass aus unserer Runde alle Mütter inzwischen wieder arbeiten gehen. Heute war sogar noch eine Gast-Mama dabei, die drei Jungs zu Hause hat. Sie ist seit diesem Montag arbeitslos und ganz verzweifelt. Ihr kleiner geht seit seinem dritten Lebensmonat zur Tagesmutter und sie braucht einfach diese Ablenkung eines Jobs. Das man als dreifache Mutter ab und zu mal Zeit und Ruhe für sich selbst braucht, kann ich mir sehr gut vorstellen (wer braucht das nicht?) und das einem der Job Spaß macht, verstehe ich noch mehr. Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, macht mir mein Studium (und mein 200€-Job) ja auch jede Menge Spaß. Aber es bleibt dieser fade Beigeschmack. Eigentlich hätte mich doch dieser Nachmittag wieder motivieren können, dass ich auf dem richtigen Weg bin und das die ganze Sache mit der Vereinbarkeit richtig und gut und heutzutage normal ist. Aber so fühlt es sich irgendwie nicht an. Es bleibt das Bild der Vollzeit-Mama mit 2-3 Kindern. (Und vielleicht ein kleines bisschen Nebenjob oder Selbstständigkeit, aber in ganz gemäßigtem Rahmen.)
 
PS: Die Erdarbeiten auf unserem Grundstück sind abgeschlossen. Der erste Schritt ist getan. Und ich halte hier unter diesem Dach keinen Tag länger aus als unbedingt nötig.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Weltbilder


Puh. Jetzt mal zu dem großen – sehr großen – Thema, das mich im Moment umtreibt. Eigentlich ist „im Moment“ viel zu untertrieben, denn natürlich ist es ein generelles, andauerndes Thema. Aber in den letzten Wochen lässt es mich eben so gar nicht los.

Das Thema Karriereplanung vs. Familienplanung.

Generell ist Katha ja der Meinung, dass sie keine weiteren Kinder möchte. Außerdem macht mir generell das Studieren sehr viel Spaß. Im Ernst! Ich freue mich richtig auf die Vorlesungen, habe Spaß am Lernen, finde die Fächer und Themen interessant und kann kaum genug davon kriegen.

Sieht also ganz danach aus, als stände die Zukunftsplanung fest: Fynn wird älter, geht irgendwann in Kindergarten, ich studiere dann wieder mehr, und schließe mein Studium ab. Da es mir so gut gefällt, mache ich das ganze natürlich mit super Noten und bekomme einen genial tollen Job. Bis Fynn in die Schule kommt, arbeite ich Vollzeit und Katha bleibt halbtags zu Hause. Oder wir teilen uns die Arbeit so auf, dass wir teilweise von zu Hause aus arbeiten können und nachmittags jemand bei Fynn ist.

So sind Kathas Wünsche. ;) Und ich finde, sie klingen auch gar nicht so schlecht. Sie klingen, als könnten wir alle mit der Situation wirklich glücklich werden.

Wenn… – Ja: wenn, da nicht dieses Ziehen im Bauch wäre. Diese Stimme im Herzen. Dieses Gefühl. Dass da mehr ist. Mehr sein sollte. Ich kann gar nicht genau sagen, wo es herkommt. Natürlich denkt man in sonnigen Momenten „Ich will noch ein Kind.“ Oder „Fynn soll ein Geschwisterchen bekommen.“ Aber nach den durchwachten Nächten, dem dreißigsten NEIN, den zornigen Schreien,… da relativiert sich dieser Wunsch meistens recht schnell wieder. ;) Aber irgendwas bleibt. Irgendwas hat sich in meinem Herz festgesetzt und zeigt mir ein Zukunftsbild, in dem ich eben nicht Karriere mache, sondern als Hausfrau und Mutter zu Hause bin.

Klingt wahnsinnig altmodisch, völlig überholt und natürlich auch total unemanzipiert. Außerdem passt das Bild natürlich auch so gar nicht zu meinen Selbstverwirklichungsträumen und ganz realistisch passt es natürlich auch nicht zu unseren finanziellen Plänen. (Mit unserem großem Hauskredit und so.)

Es passt irgendwie so gar nicht. Es scheint nicht in mein Leben zu passen. Es ist ein altes Bild von Familie, dass nichts mehr mit unserer heutigen Welt zu tun haben scheint. Bei so einem Bild denkt man eher an die Unterdrückung der Frau und nicht an das ursprüngliche Bild, wie Familie mal gedacht war. Laut Bibel und dem früheren Weltbild. (Naja, in der Bibel steht nicht wirklich was von einem Familienmodell indem zwei Frauen verheiratet sind, aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.)

Aber es lässt mich nicht los!