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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de
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Dienstag, 26. November 2013

kleine Tode

Das überfliegende Gefühl von letzter Woche ist völlig weg. Ich fühle mich total zerrissen. 
Ich kann Fynn mal wieder nicht loslassen. Er bleibt nicht ohne Tränen in der Betreuung. Inzwischen beruhigt er sich zwar dann auch wieder und spielt, aber mir bricht es trotzdem das Herz. Das bin ich ja gar nicht gewohnt. Bei seiner Tagesmutter hatten wir unbegrenzt Zeit für die Eingewöhnung und es lief wie von selbst. Jetzt sind alle meine Zweifel da: dass es zu schnell ist, dass es zu viel ist, dass er überfordert ist, dass er Angst hat, dass er einen "seelischen Schaden" davon trägt,... 
Leider sind drei von vier Betreuerinnen in seiner Gruppe noch sehr jung und selbst ganz unsicher. Ich bekomme keinerlei Rat oder Hilfe. Natürlich muss ich im Endeffekt sowieso auf meinen Bauch hören und ich alleine trage die Versntwortung (mehr oder weniger, da Katha ja auch nur Ferndiagnosen per Telefon machen kann).
Ich möchte ihm aber auch was zu trauen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass er trotz den Tränen auch zwischendurch Spaß hat in der Betreuung. Ich möchte nicht, dass er mir auf der Nase rum tanzt.  Denn genau das tut er gerade, da er meine Unsicherheit spürt. Er spiegelt es mir wieder, in dem er selbst gerade gar nicht weiß was er möchte (rein oder raus, Brot oder Nudeln, toben oder Buch lesen, ...)

Man liest ja immer wieder die selben Weisheiten - und ich habe sie ja auch schon erlebt - dass es auf zwei Dinge ankommt:
1. auf das Bauchgefühl achten 
2. hinter der gefällten Entscheidung stehen

-> hier kommt das Problem: bei den vielen Zweifeln, Fragen und Gedanken scheint es mir irgendwie unmöglich zu hören was mein Bauch sagt. 
Oder ist es mein Bauch der sagt: bleib bei deinem Kind, verbring die Zeit mit ihm, schütze es und verzichte auf den Großteil der Anwendungen - und der Kopf sagt aber, dass ich lernen muss los zu lassen und so weiter?
Oder doch umgekehrt?


Mittwoch, 6. November 2013

Kindergeburtstag 2.0

Mal wieder soooooo viel los hier. Nur noch zwei Wochen, bis Fynn und ich um diese Uhrzeit schon auf dem Weg nach Borkum sein werden. Ich freue mich so! Auch wenn ich die Welt-größte-frier-Katze bin, freue ich mich trotzdem sehr darauf mir den Wind um die Ohren pusten zu lassen. Habe mir extra eine neue – ganz dicke! – Winterjacke gekauft. : )

Aber erst mal langsam: Letzte Woche wurde Fynn 2 Jahre alt. Ist das zu glauben? Schon zwei Jahre! So lange ist es her, dass ich mit einer dicken Kugel durch die Gegend gewatschelt bin? Aber auf der anderen Seite, denke ich auch: Erst seit zwei Jahren leben wir dieses Leben-mit-Kind?  Wenn ich an die Zeit „davor“ zurückdenke, kommt es mir vor wie aus einer anderen Welt. So unrealistisch, so unvorstellbar.
Den Geburtstag-Tag haben wir ganz in Ruhe und zu dritt verbracht. Nichts Besonderes gemacht, einfach nur die Zeit zusammen genossen. Natürlich mit Geschenken, einem Geburtstaglied und alles was dazugehört. Aber die „Party“ war erst am Samstag. Und genau so, kam mir die Geburtstagfeier im Nachhinein auch vor. Wie eine wilde Party in Jugendzeiten. Wir haben Samstagabend, nachdem die letzten Gäste gegangen sind und Fynn von all dem Trubel so aufgedreht war, dass an Schlaf noch nicht zu denken war, noch ganze zwei Stunden aufgeräumt und sauber gemacht. Trotzdem haben wir am nächsten Morgen (nach einer SEHR unruhigen Nacht) noch weitere drei Stunden gebraucht. Alleine fünf Mal lief unsere Spülmaschine, überall auf dem Boden (und unter dem Sofa) waren Kuchenkrümel und Nudel-Reste zu finden. Eine Party mit Kleinkindern ist definitiv wilder als eine in Jugendzeiten oder hinterlässt zumindest mehr Dreck. *lach*
Aber das war es wert. Zumindest teilweise. Fynn hatte viel Spaß und ich denke, die anderen Kinder auch. Fynns „bester Freund“ war mit seinen Eltern da und seine Paten natürlich auch (wovon einer ebenfalls zwei Kleinkinder mitgebracht hat). Die waren auch echt entspannt. Es war natürlich laut und viel Rummel, aber es wäre eine sehr nette Runde gewesen. Wenn… Ja: wenn da nicht die liebe Familie gewesen wäre. Primär meine Eltern! Es war ein Desaster. Sie haben sich so unmöglich benommen, dass es nicht nur uns aufgefallen ist, sondern sich auch andere Gäste im Nachhinein beschwert haben. Ja, wirklich beschwert.
Ich habe schon nach dem Dresden-Abenteuer verkündet, dass ich auf Abstand gehen will, das habe ich auch wirklich versucht, aber sie lassen es kaum zu. Sie überschreiten immer wieder so penetrant alle meine / unsere Grenzen. Mich / uns halbwegs davor zu schützen kostet enorm viel Kraft. Es ist ein dauerhafter Kampf. Und das ist es mir jetzt einfach nicht mehr wert. Ich brauche meine Kraft im Moment für das Pensum an Arbeit (muss die Kur-Wochen ja raus-arbeiten), dem Studien-Modul und Fynn. Außerdem habe ich es tatsächlich gewagt mich mit meinen Basteleien-Selbstständig zu machen (dazu schreibe ich das nächste Mal mehr).

Ich habe versucht mit meiner Mutter zu reden, aber stoße nur auf Ignoranz und Unverständnis. Also ziehe ich jetzt meine Konsequenzen. Bis zur Kur gibt es nur noch ein absolutes Minimal-Maß an Kontakt. Fynn darf sie zwar natürlich trotzdem noch mal besuchen, aber wenn sie sich auch im Umgang mit ihm nicht ändern, wird das auch minimalisiert. Es reicht! Dafür klingelt mein Wecker jetzt dreimal pro Woche noch früher. Zwischen 4:00 Uhr und 4:30 Uhr, damit ich eine Stunde später im Büro sitze und Fynn Mittags selbst bei der Tagesmutter abholen kann, aber diesen Preis nehmen, zwar sehr müde, aber dennoch gerne in Kauf. Es geht schließlich um das wohl MEINER Famile – um die beiden liebsten und wichtigsten Menschen in meinem Leben (und um mich). 

Dienstag, 15. Oktober 2013

Es könnte alles so schön sein ...


Ich bin im Urlaub. Kostenlos. Muss weder Kochen noch Putzen. Auch nicht Lernen oder sonst irgendwas. Doch trotzdem habe ich das Gefühl, dass es gerade tierisch anstrengend ist. Meine Nerven sind so dünn wie Seide und mit meiner Geduld erreiche ich auch keinen Weltrekord. Zu einem Teil liegt es ganz bestimmt an meinen (mal wieder) ganz schlechten Zucker-Werten, aber zu einem großen Teil auch an Fynns intensiver Trotz-Phase. Dabei ist diese gar nicht so, wie ich erwartet hätte. Ein wütendes auf-den-Boden-werfen oder Aufstampfen kommt eher selten vor. Auch laute Weinanfälle gibt es nicht wesentlich öfter als sonst. Dafür aber eine Ess- und Schlafverweigerung. Er fordert lautstark sein Essen ein. Wenn wir am Tisch sitzen möchte, nein WILL, er von allem etwas haben. Sofort natürlich. Aber egal was dann auf dem Teller oder in seiner Hand landet – die Hälfte davon wird entweder über den Tisch geworfen, an Mamas frischen Pullover geschmiert oder auf dem Boden verteilt. Wehe ich nehme es ihm weg – dann erfährt der restliche Speisesaal augenblicklich welch großen Hunger mein Sohn doch hat und das Mama ihm alles wegnimmt. Ich versuche ihn zu erziehen und ihm Regeln und Konsequenzen beizubringen und ihn gleichzeitig zu animieren doch etwas zu essen. Ein Drahtseilakt. Zum Glück dauert das Frühstück nur ca. eine halbe Stunde – danach bin ich nass-geschwitzt und völlig K.O. Nicht gerade der perfekte Start in den Tag. Mit dem Schlaf verhält es sich ganz ähnlich.

Wäre ich pessimistisch, würde ich sagen: So ein Mist, da könnte ich mal fünf Tage ein bisschen entspannen, aber Fynn macht hier so einen Terror. Hätte diese Phase nicht noch bis nach dem Urlaub warten können?

Zum Glück bin ich aber ja viel lieber optimistisch und sehe das ganze so: Puh, etwas anstrengend gerade. Was ein Glück, das wir im Urlaub sind und ich nicht auch noch zusätzlich Hausarbeit & Co erledigen muss, sondern in den wenigen Pausen wirklich mal einfach durchatmen kann.    ; )    -klingt doch viel besser, oder?

Freitag, 27. September 2013

I'm soooo sorry

Es tut mir sooooo leid!
Ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen in den letzten Tagen - und sogar schon Wochen.

Die erste große Erkältungswelle haben wir schon hinter uns (alle drei) und mein Praxisphasenbericht fürs Studium ist abgegeben. Wieder zu arbeiten ist irgendwie komisch. Ich denke dann ständig, wie gerne ich doch lieber mit Fynn auf dem Spielplatz wäre. Dabei hat sich seine NEIN-Trotzphase gerade auf ein neues extrem-Level gesteigert. Aber es sind ja nur 16 Stunden pro Woche und der Vertrag läuft nur noch zwei Wochen. Wer weiß, ob er verlängert wird. Das Leben ist halt kein Ponyhof. ;) Aber trotzdem schön!! Auch wenn mich Fynns genereller Trotz manchmal zur Weißglut bringt, oft bringt er mich auch zum (inneren) lächeln und wärmt das Herz. Da sage ich zum Beispiel irgendwas, was er eigentlich mag, wie: "komm, wir essen einen Apfel." und bekomme als Antwort ein lautes NEIN. Dann geht es 2-3 mal mit NEIN und DOCH hin und her, bis er mich böse anguckt. Mund zusammengepresst, Augenbrauen steil nach oben, tiefer Blick in meine Augen. Kein Wimpernzucken. Eine Herausforderung zum Duell. Ich nehme die Herausforderung an. Innerlich strahlend und stolz, aber nur heimlich. Es ist jedes mal zu 100% ein Blick in den Spiegel. Dieser kleine sture Trotzkopf, der immer seinen Dickkopf durchsetzen will, auch wenn er dadurch aus Sturheit das ablehnt, was er eigentlich möchte - das bin so absolut ich. Natürlich lass ich ihm den Trotz nicht immer durchgehen und versuche ihm zu zeigen, dass es auch anders geht. Aber ein bisschen stolz bin ich trotzdem auf ihn. ;)
 
Außerdem bin ich sehr froh, dass Fynn so ein draußen-spiel-Kind ist. Ganz egal welches Wetter, er will immer raus! Das freut mich! Weil es gesund ist und weil ich dadurch auch raus komme ;)

 

Sonntag, 23. Juni 2013

Optionen

Fynn ist immer noch krank. Die Bindehautentzündung ist zwar besser, aber noch nicht weg und letzte Nacht hat er sich leider auch wieder übergeben. Der arme Zwerg. Er tut mir so leid, aber außer ihn im Arm zu halten und zu trösten kann ich nicht viel tun. Ich hoffe sehr, dass er bald wieder fit ist.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Es gibt positive Ergebnisse bei er Tagesmutter-Suche. Im Moment sogar zwei Optionen. Einen für sofort (? Ist aber etwas merkwürdig und es gibt nicht wirklich viel Platz zum Spielen und Toben – also fällt die Option eigentlich schon wieder weg) und eine zweite ab September. Das würde mit dem Wintersemester-Anfang ganz gut passen, nur ob ich dann für August und September den Job annehmen kann, weiß ich noch nicht.

Wobei auch nach wie vor – im Moment gerade wieder ganz stark – die Frage im Vordergrund steht: will ich das überhaupt? Ich bin mir da immer noch nicht sicher und habe mich noch nicht entschieden.  Wenn ich mit anderen Studierenden mit Kind, oder überhaupt mit jungen Müttern, spreche, dann lasse ich mich immer wieder anstecken von dem Gedanken, dass das mit der richtigen Betreuung gut zu kombinieren ist und den Kindern auch gut tut. Und ich sehe und erlebe ja auch, dass sie dadurch keine „schlechten Mütter“ sind und die Kinder glücklich und zufrieden sind. Aber dann gibt es eben auch noch mein Bauchgefühl, dass mir sagt, ich sollte für Fynn da sein. Ja, er freut sich auf die anderen Kinder bei der Tagesmutter und er freut sich auch, wenn er Zeit mit seinen Großeltern verbringen kann. Aber trotzdem ist das hin- und herpendeln doch auch immer wieder Stress. Positiver Stress, aber es bleibt belastend/anstrengend. Und dann gibt es auch noch ganz rational die Argumente, dass er einfach empfindlich und so viel krank ist (was für ihn natürlich schlecht ist, aber was auch einen „normalen“ Studienverlauf unmöglich macht) und dass er durch den Umzug ja auch wieder eine große Veränderung vor sich hat. Der Baustress wird wegfallen, Katha und ich werden (hoffentlich) wieder entspannter sein, aber es ist eben auch eine völlig neue Umgebung, neue Eindrücke, neue Nachbarn und vor allem wird aus dem 6-Personen-Haushalt wieder ein 3-Personen-Haushalt, also auch wieder andere Alltagsstrukturen und wesentlich weniger Kontakt zu Oma und Opa.

Es ist noch offen. Ich habe mir alle Kombinationsmöglichkeiten aus Job, Studium, KiTa, Tagesmutter und zu Hause bleiben aufgeschrieben und lasse jetzt erst mal den Umzug vorbeigehen und schauen wie sich die Optionen entwickeln. Selbst eine Ausbildung zur Tagesmutter zu machen ist aber weiterhin auch noch offen.


PS: Umzug ist in zwei Wochen geplant!!!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Was bitte ist FAMILIENFREUNDLICH?


Wir stehen also wieder auf einigen Wartelisten. In Tagesstätten und in Elternvereinen. Aber ganz realistisch: es sieht schlecht aus.

Dort wo wir hinziehen, könnte Fynn ab Dezember einen Betreuungsplatz bekommen (von dem ich noch nicht 100% überzeugt bin, aber das ist eine andere Geschichte). Das hieße im Dezember: 2 Wochen Eingewöhnung und dann 2 Wochen Ferien. Also reguläre Betreuung erst ab Januar. Nur ist Ende Januar das Wintersemester dann auch leider schon um.

Alternativen:

Tagesmütter: im Umkreis gibt es keine freien Plätze. In der Stadt bekommen wir generell keine Plätze, weil hier zwar das gleiche Jugendamt zuständig ist, es aber andere Finanzierungsregeln gibt und das ist wohl organisatorisch nicht koordinierbar.

Kindertagesstätten: in anderen Gemeinden oder der Stadt selbst bekommen wir natürlich keinen städtischen KiTa-Platz, immer nur dort wo man wohnt. Ausnahme: die KiTa der Uni hat auch zwei Plätze für Kinder aus dem Landkreis, aber da sehen die Chancen schlecht aus.

Elternvereine: gibt es in der Stadt ganz viel – aber auch hier die gleichen Bedingungen: nur Stadtkinder. Trotzdem auch hier zwei Ausnahmen: ein Verein von der Uni und einer von der Technischen Hochschule – die einen haben einen, die anderen sogar zwei Plätze für Kinder aus dem Landkreis, aber alle Plätze sind mit recht kleinen Kindern belegt, die noch mindestens zwei Jahre dort bleiben. Es sei denn jemand zieht spontan um und es wird ein Platz frei, aber auch dann stehen wir auf der Warteliste nicht gerade ganz oben.

Private Tagesstätten: Hier gäbe es vielleicht Hoffnung, darum haben wir uns noch nicht bemüht, weil es einfach eine enorme finanzielle Frage ist.

Kombination: die jetzige Tagesmutter weiterhin 3 Tage pro Woche nutzen – ergibt aber dann zusätzlich 200€ an Benzinkosten und für uns und Fynn natürlich etwas mehr Stress und die anderen beiden Tage bzw. die Nachmittage mit einem Babysitter überbrücken…  Ob das aber in der Realität umsetzbar ist…??

 

Heute hatte ich ein Vorstellungsgespräch für einen Job, den mir mein Professor vermittelt hat. Es klang ganz gut und ich denke, dass sie mir den Job für die „Ferien“ (August und September) anbieten werden. Aber ich kann den Job nur Zusagen, wenn ich eine Betreuung für Fynn habe. Es wäre super, denn wir können das Geld ja wirklich gebrauchen durch den Bau… Aber was soll ich machen, mir sind die Hände gebunden.

Ganz zu schweigen vom Studium. Im Moment kommt es mir fast so vor,  als hätte ich gar keine andere Wahl wie noch ein Semester zu Hause zu bleiben. Und das, obwohl es laut Gesetzt einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt UND meine Hochschule sich mit dem Titel „familienfreundlich“ auszeichnet.
 
 

Sonntag, 2. Juni 2013

Sommer, Sonne, ... oder so ähnlich

Ich komme mal wieder gar nicht zum Schreiben. Dabei passiert im Moment so viel. Aber irgendwie leider nicht wirklich an der Studiums-Front, sondern viel mehr auf dem Bau. Dafür geht es da jetzt richtig voran. Im Dachgeschoss haben wir am Wochenende Laminat verlegt und nächste Woche geht es im Erdgeschoss weiter und hoffentlich auch mit dem Fließen legen. Die Decken und Wände sind auch schon teilweise gestrichen oder tapeziert. Es wird richtig schön!! Auch wenn es immer wieder viele Tränen und sehr viel Streit gibt, freue ich mich doch sehr darauf, wenn es fertig wird. Ich denke, dass ist auch ziemlich normal im Bau-Stress und ich hoffe und bete jeden Tag, dass es besser wird, wenn das alles vorbei ist (und wir dann auch nicht mehr bei meinen Eltern wohnen). Alles wird gut… irgendwann.

Zum Sommer-genießen bin ich dieses Jahr trotz gutem Vorsatz leider noch nicht so wirklich gekommen. Das liegt aber vor allem an dem fehlenden Sommer. Irgendwie scheint der meine Entscheidung nicht mitbekommen zu haben, sonst wäre er doch sicherlich schon hier und würde uns mit seiner warmen Sonne die Tage hell und freundlich machen. Naja, auch bei diesem Thema gebe ich die Hoffnung nicht auf: Irgendwann kommt der Sommer bestimmt…

Studium  / Tagesmutter: Wie es im Herbst weiter geht ist noch total offen. Ich bin einfach durch Fynn und dem Bau im Moment emotional und physisch so weit weg von der Uni, kommt mir fast surreal vor, dass ich wirklich studiere. Ich zerbreche mir aber auch jetzt noch nicht den Kopf darüber. Ich lasse mir beide Möglichkeiten offen und warte ab, wie sich die Dinge entwickeln. Zum Beispiel, ob wir für Fynn überhaupt einen Betreuungsplatz bekommen oder nicht. Mit dieser Idee evtl. als Tagesmutter zu Hause zu bleiben, bzw. mit dem Wunsch gerne bei meinem Sohn zu bleiben, komme ich mir aber doch sehr wie eine Exotin vor. Wir hatten diese Woche Nachmittags endlich mal wieder ein Treffen der alten „Krabbelgruppe“ (die anderen Mamas arbeiten ja alle wieder) und Donnerstagvormittag war ich bei einem spontanen Mutter-Kind-Frühstück mit anderen Studentinnen. In beiden Gruppen konnte irgendwie keine meinen Wunsch so richtig nachvollziehen. Das Treffen mit anderen Studentinnen war aber trotzdem total schön! Man kommt sich ja doch immer so alleine auf weiter Flur vor in dieser Rolle. War ein toller Austausch und die Kinder hatten auch jede Menge Spaß zusammen.

Hier kommt jetzt tatsächlich gerade die Sonne raus. Also höre ich schnell auf zu schreiben und gehe mal genießen!

Freitag, 10. Mai 2013

manche (inneren) Kämpfe muss man einfach immer wieder kämpfen, bis es sich verfestigt


Ich stand schon wieder vor meiner eigenen inneren Hürde. Da habe ich mir so lange Zeit genommen, für die Entscheidung ob ich dieses eine Fach dieses Semester noch streiche oder nicht und habe mich dann endlich entschieden – und schon ändern sich tausend (oder zumindest einige) äußere Faktoren und ich stehe erneut vor der selben Entscheidung. Nur dieses Mal mit etwas veränderten Bedingungen – aber trotzdem noch vielen Unbekannten in der Gleichung.
Und ja, ihr habt richtig geraten: Ich habe mir mit der Entscheidung richtig schwer getan. Hin und her überlegt, versucht abzuwägen und einzuschätzen. Das Ganze auch noch unter Zeitdruck. Dienstag hat sich die neue Situation ergeben und bis heute früh musste ich definitiv neu entschieden haben. Wie ich so etwas hasse. Entscheidungen zu treffen kann einem echt den letzten Nerv rauben. So sehr, dass Fynn heute Morgen richtig eklige Laune hatte. Vermutlich hat er meine innere Unsicherheit / Zerrissenheit gespürt und mir das umgehend gespiegelt.
Eigentlich war ich dann auch wirklich schon so weit, dass ich dieses Fach noch auf mich nehmen wollte, aber dann…! Dann viel mir (Gott sei Dank) mein Sommer-Lebens-Motto wieder ein! Und was bitte hat „genießen“ mit „noch eine Last auf sich nehmen“ zu tun? Nichts? Ja, das sehe ich genauso. Also bleibt meine Entscheidung – und es fühlt sich so gut an, wenn die Entscheidung dann endlich getroffen bzw. erneut bestätigt ist.

Samstag, 20. April 2013

Genug ist genug - und alles weitere ist dann zu viel


Es sind schwere Zeiten. Fynn hat gerade mal wieder eine schwierige Phase, was das Schlafen betrifft. Nachts ist er oft mindestens zwei Stunden wach. Dabei weint er ganz viel und lässt sich kaum beruhigen. Von mir eigentlich fast gar nicht, eher noch von Katha. Wir leider also alle wieder unter chronischem Schlafmangel.
Hinzu kommt der ganz normale Wahnsinn – und ist das doch nicht mehr normal?

Job: Den habe ich dieses Semester wohl auch ein bisschen unterschätzt. Schaffe es kaum, mir genügend Zeit frei zu schaufeln für meine kleine Tutoren-Stelle. Dabei arbeite ich ja eigentlich nur ca. 7-8 Stunden pro Woche. Aber die sind eben schwer zu finden. Vor allem, weil letzte Woche auch noch Fynns Oma weg war und die Tagesmutter im Moment fast jede Woche einen Tag frei hat.

Tagesmutter: Ist gerade auch ein Thema, das mich mal wieder aufregt. Sie macht 5-10 Fortbildungstage pro Jahr und hat zusätzlich 24 Urlaubtage bei einer 3-Tage-Woche. Das macht mindestens 10 Wochen pro Jahr. 10 Wochen in denen Fynn keine Betreuung hat und die irgendwie anders abgedeckt und organisiert werden muss. Aber wir müssen noch durchhalten – bis November. Ab November hat er dann (HOFFENTLICH) einen Platz in der KiTa die 200m von unserem Häuschen weg ist.
Studium: wer aufgepasst hat, hat es schon gemerkt: dafür bleibt eigentlich im Moment gar keine Zeit. Es ist zum Verrückt werden – es kommt so viel dazwischen und geht so viel anderes schief, dass ich nun doch schon wieder Abends am Schreibtisch saß oder andere Verabredungen abgesagt habe, um zu lernen.

Fynn: Für den bleibt natürlich Zeit! Aber: mangels der Zeit in den anderen Bereichen stehe ich ziemlich unter Druck und das merkt er natürlich. Vor allem an liebevoller Geduld hat es heute Vormittag mal wieder etwas gemangelt. Er testet im Moment einfach seine Grenzen aus, was ja auch gut und richtig ist.
Meine Eltern: Anstrengend! Grässlich. Ein täglicher Kampf um meine eigenen Grenzen zu schützen (und die meiner Familie).

Fazit: ich war heute Vormittag mal wieder an dem Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob mein eigentlich schon völlig abgespecktes Programm doch noch zu viel ist. Ich mache ja dieses Semester nur 2 Fächer, von denen ich nur bei einer in die Vorlesung gehe. Aber es sind einfach so viele Randfaktoren die irgendwie so wahnsinnig viel Zeit brauchen. Also entweder muss ich mich irgendwie umorganisieren und meine Kräfte anders einteilen (hat jemand eine Idee???) oder … puh… oder ich muss tatsächlich noch ein Fach streichen für dieses Semester und nur ein einziges mitmachen. Aber das wäre schon sehr hart. Oder?

PS: Heute Nachmittag geht es erst mal auf den 2. Geburtstag von Fynns bestem Freund. Freue mich auf die Ablenkung und den Spaß, den er dabei bestimmt haben wird.


 

Donnerstag, 21. März 2013

Tage und Stunden und Vorsätze

Ich werde es wohl leider nicht schaffe, nur an einem einzigen Vormittag an der Uni zu sein. Das scheint leider schon mit meinem Tutoren-Job überhaupt nicht zu funktionieren. Gestern Abend haben sich die neuen Stundenpläne noch mal geändert und so, wie es jetzt aussieht, werde ich entweder an einem Nachmittag oder Abend an der Uni sein müssen oder evtl. an einem Vormittag an dem Fynns Tagesmutter nicht da ist. Dann müsste er also wieder von Oma betreut werden. Das tut mir wirklich leid, aber es wird nicht anders zu machen sein. Ich habe diesen Job und wir brauchen das Geld auch wirklich!

Aber dafür werde ich mich an mein eigenes Versprechen halten und auf keinen Fall mehr als 2 Module / Fächer im kommenden Semester belegen.

Ich weiß, dass es auch anders gehen würde. Ich weiß, dass ich es organisieren könnte und schaffen würde, trotz Kind und Hausbau auch mehr zu belegen. Aber da ich es ja schon weiß, muss ich es mir nicht mehr beweisen!    :)   (und auch sonst niemandem).

Ich werde versuchen alles so hin zu basteln, dass ich so viel Zeit wie möglich mit Fynn verbringen kann und NICHT jeden Abend am Schreibtisch sitzen muss. Auch wenn da eine leise Stimme fragt: „Warum denn nicht, nutz doch die Zeit! Verschwende sie nicht, du musst doch alles nutzen was geht.“ NEIN. Ich werde die Wochenenden mit meiner Frau auf der Baustelle verbringen. Wir werden beide die Abende brauchen um ein bisschen zu entspannen und Kräfte zu sammeln. Indem ich Abends arbeite, hätte Katha ja automatisch jeden Abend „Fynn-Dienst“ und somit auch nicht wirklich Feierabend.
 
Puh… ich strotze ja mal wieder vor guten Vorsätzen. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was denn so schwer daran ist: Abgesehen davon, dass ich eben leider (wirklich leider!) einen Hang zum Perfektionismus habe, gehen mir einfach auch gute Gelegenheiten durch die Lappen. Im Moment habe ich einen Kommilitonen, an den ich mich gut dranhängen kann um in seinem Rückenwind zu radeln. Er hat mir auch angeboten mir zu helfen. Aber er hat jetzt sein letztes Semester vor sich, das heißt: ich kann nur noch in diesem Semester auf seine Hilfe zurückgreifen. Aber ich werde einfach darauf vertrauen, dass Gott mir immer alles nötige bereitstellt, was ich wirklich brauche.
 

PS: falls ich meine Vorsätze doch nicht einhalten sollte, dürft ihr mich gerne ermahnen und erinnern!

Mittwoch, 20. März 2013

Happy Birthday

Das zweite sehr arbeitsreiche Wochenende liegt hinter uns, mit Fynn war ich Montag mal wieder beim Kinderarzt, die neuen Stundenpläne sind online und meinen Geburtstag habe ich auch gut überstanden.
 
Aber jetzt der Reihe nach:
  1. Haus: wächst und gedeiht. ;) Naja, … zumindest gibt es kleine Fortschritte. Wir sind wirklich froh, dass wir so viele liebe Freunde haben, die uns helfen und mit anpacken. (Mal sehen, wie viele Wochenenden sie durchhalten *g*) Aber trotzdem dauert alles irgendwie länger, als ich gedacht hätte. Wir sind eben keine Profis. Es gibt aber einen Lichtblick: Noch drei Wochenenden durcharbeiten und dann haben wir drei Wochenenden PAUSE. Ruhe. Zeit für uns drei und vielleicht auch jeder für sich. Dann wird nämlich erst die Heizung und dann der Estrich verlegt und wir können gar nichts machen. – Wie sehr ich mich darauf freue!!!
  2. Kinderarzt: Fynn hat sich schon Samstag und Sonntag ständig die Ohren zu gehalten und war mal wieder sehr, sehr quengelig. Also Montag wieder Kinderarzt. Ohr ist stark gerötet und gereizt. Noch ist es keine Entzündung, aber damit es auch keine wird, hat er natürlich wieder Medikamente bekommen. Die Zeiten in denen er irgendwelche Medikamente nimmt, sind größer als die, in denen er keine braucht. Finde ich doch sehr beunruhigend. Geht das noch jemandem so?
  3. Stundenpläne: wie immer – ein sehr schwieriges Thema. Es gibt kein einziges Modul / Fach, dass ich komplett an einem der drei Vormittage abdecken könnte. Jedes Modul hat noch mindestens einen weiteren Termin, der außerhalb der Betreuungszeiten liegt. Ich habe schon einige Stunden über den Plänen gesessen und hin und her überlegt, welches Fach ich evtl. auch  im Selbststudium erarbeiten kann oder wie ich es organisiere. UND: wie könnte es anders sein – ich genieße es diese Woche bei Fynn zu sein (trotz Quengelei) und den Kopf relativ frei zu haben von Lern-Themen. Doch trotzdem würde ich am liebsten für das nächste Semester alle/ganz viele Module belegen. : (    : (    : (       Warum ist das nur so schwer?
  4. Mein Geburtstag: Nichts Besonderes. Morgens war Fynns „bester Kumpel“ mit seiner Mutter zum Frühstücken und Spielen bei uns und nachmittags ein bisschen Familie bei Kaffee & Kuchen. Zum richtigen feiern habe ich im Moment weder Zeit (zum Organisieren), noch Geld.

So, das war erst mal genug Text. ;)  Ich wünsche euch einen schönen „Frühlingsanfang“.

Mittwoch, 13. Februar 2013

echt tolle Website!!

Ich mache hier ja eigentlich keine Werbung, aber das muss ich jetzt doch noch mal hinterherschicken:
Habe gerade eine echt tolle Website gefunden:
http://www.liliput-lounge.de/

Schon alleine die Beiträge sind super geschrieben, wie z.B.
alleinerziehend-mit-mann
Aber auch echt viel informatives und einfach tolles.

So, das wollte ich noch loswerden. Werde die Seite auch gleich in meine Linkliste aufnehmen. ;)
Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Abend und ich lerne fleißig weiter...

Dienstag, 29. Januar 2013

Babytreff mit Beigeschmack


Heute war mal wieder unser Babytreff, zudem ich mich trotz sehr akutem Schlafmangel hingeschleppt habe. (Auch wenn unsere Kinder längst keine echten Babys mehr sind.) Ich habe ja schon erzählt, dass aus unserer Runde alle Mütter inzwischen wieder arbeiten gehen. Heute war sogar noch eine Gast-Mama dabei, die drei Jungs zu Hause hat. Sie ist seit diesem Montag arbeitslos und ganz verzweifelt. Ihr kleiner geht seit seinem dritten Lebensmonat zur Tagesmutter und sie braucht einfach diese Ablenkung eines Jobs. Das man als dreifache Mutter ab und zu mal Zeit und Ruhe für sich selbst braucht, kann ich mir sehr gut vorstellen (wer braucht das nicht?) und das einem der Job Spaß macht, verstehe ich noch mehr. Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, macht mir mein Studium (und mein 200€-Job) ja auch jede Menge Spaß. Aber es bleibt dieser fade Beigeschmack. Eigentlich hätte mich doch dieser Nachmittag wieder motivieren können, dass ich auf dem richtigen Weg bin und das die ganze Sache mit der Vereinbarkeit richtig und gut und heutzutage normal ist. Aber so fühlt es sich irgendwie nicht an. Es bleibt das Bild der Vollzeit-Mama mit 2-3 Kindern. (Und vielleicht ein kleines bisschen Nebenjob oder Selbstständigkeit, aber in ganz gemäßigtem Rahmen.)
 
PS: Die Erdarbeiten auf unserem Grundstück sind abgeschlossen. Der erste Schritt ist getan. Und ich halte hier unter diesem Dach keinen Tag länger aus als unbedingt nötig.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Weltbilder


Puh. Jetzt mal zu dem großen – sehr großen – Thema, das mich im Moment umtreibt. Eigentlich ist „im Moment“ viel zu untertrieben, denn natürlich ist es ein generelles, andauerndes Thema. Aber in den letzten Wochen lässt es mich eben so gar nicht los.

Das Thema Karriereplanung vs. Familienplanung.

Generell ist Katha ja der Meinung, dass sie keine weiteren Kinder möchte. Außerdem macht mir generell das Studieren sehr viel Spaß. Im Ernst! Ich freue mich richtig auf die Vorlesungen, habe Spaß am Lernen, finde die Fächer und Themen interessant und kann kaum genug davon kriegen.

Sieht also ganz danach aus, als stände die Zukunftsplanung fest: Fynn wird älter, geht irgendwann in Kindergarten, ich studiere dann wieder mehr, und schließe mein Studium ab. Da es mir so gut gefällt, mache ich das ganze natürlich mit super Noten und bekomme einen genial tollen Job. Bis Fynn in die Schule kommt, arbeite ich Vollzeit und Katha bleibt halbtags zu Hause. Oder wir teilen uns die Arbeit so auf, dass wir teilweise von zu Hause aus arbeiten können und nachmittags jemand bei Fynn ist.

So sind Kathas Wünsche. ;) Und ich finde, sie klingen auch gar nicht so schlecht. Sie klingen, als könnten wir alle mit der Situation wirklich glücklich werden.

Wenn… – Ja: wenn, da nicht dieses Ziehen im Bauch wäre. Diese Stimme im Herzen. Dieses Gefühl. Dass da mehr ist. Mehr sein sollte. Ich kann gar nicht genau sagen, wo es herkommt. Natürlich denkt man in sonnigen Momenten „Ich will noch ein Kind.“ Oder „Fynn soll ein Geschwisterchen bekommen.“ Aber nach den durchwachten Nächten, dem dreißigsten NEIN, den zornigen Schreien,… da relativiert sich dieser Wunsch meistens recht schnell wieder. ;) Aber irgendwas bleibt. Irgendwas hat sich in meinem Herz festgesetzt und zeigt mir ein Zukunftsbild, in dem ich eben nicht Karriere mache, sondern als Hausfrau und Mutter zu Hause bin.

Klingt wahnsinnig altmodisch, völlig überholt und natürlich auch total unemanzipiert. Außerdem passt das Bild natürlich auch so gar nicht zu meinen Selbstverwirklichungsträumen und ganz realistisch passt es natürlich auch nicht zu unseren finanziellen Plänen. (Mit unserem großem Hauskredit und so.)

Es passt irgendwie so gar nicht. Es scheint nicht in mein Leben zu passen. Es ist ein altes Bild von Familie, dass nichts mehr mit unserer heutigen Welt zu tun haben scheint. Bei so einem Bild denkt man eher an die Unterdrückung der Frau und nicht an das ursprüngliche Bild, wie Familie mal gedacht war. Laut Bibel und dem früheren Weltbild. (Naja, in der Bibel steht nicht wirklich was von einem Familienmodell indem zwei Frauen verheiratet sind, aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.)

Aber es lässt mich nicht los!

Samstag, 29. Dezember 2012

DANKE !!

Hallo ihr Lieben Leserinnen und Leser,

ich hoffe, ihr hattet alle mehr oder weniger schöne Feiertage.
Bevor ich euch jetzt einen guten Start in das neue Jahr wünsche, möchte ich mich noch mal ganz herzlich bedanken: für eure Anteilnahme, für euer Interesse, für eure lieben und kritischen Kommentare, ..... und vor allem: das tatsächlich einige das Buch zum Blog gekauft haben! Wahnsinn - ich bin echt überrascht, als ich heute mal wieder die aktuellen Zahlen angesehen habe. Macht weiter so: empfehlen, verschenken, erzählen, ... ich freu mich!

Bis nächstes Jahr... :)


PS: hier noch mal der Link zum Buch bei Amazon

Montag, 24. Dezember 2012

Das Jahr 2012


Das erste Jahr, das für uns zu dritt begann war im Rückblick ein ziemlich schwieriges. Vor allem die ersten Monate. Fynn war immer noch sehr klein und hat immer noch sehr viel geweint und geschrien. Ende Januar waren dann die magischen ersten drei Monate vorbei und unsere Illusion, dass das Schreien und Weinen nach dieser Zeit auf hört, hat sich allmählich in Luft aufgelöst. Stattdessen kamen noch jede Menge andere Komplikationen wie Entzündungen, viele Arzt- und auch diverse kurze Krankenhausbesuche hinzu.

Mir ging es ehrlich gesagt, ziemlich schlecht in der ersten Jahreshälfte. Meine Kräfte waren am Ende, meine Nerven auch und mein einziges Lebensziel war es, den nächsten Tag zu überleben und dabei so gut wie möglich für Fynn und mich zu sorgen.

 
Im März wurde er getauft. Dies war trotz allem wirklich ein sehr schöner Tag, der auch wieder Hoffnung zum Weitermachen mit sich brachte.

Zusammen mit seine Paten (v.r. René, Beate, Tasi und Dennis), sowie natürlich Oma, Opa und Co sind wir nach dem Gottesdienst nach Wetzlar zum Brunchen gefahren. Fynn wollte zwar auch hier nicht schlafen (im Kinderwagen), aber dafür war er in der Kirche ruhig. J

Im April kam ein kurzer Hoffnungsschimmer: Uns wurde eine Mutter-Kind-Kur genehmigt. Viel Aufwand, mit so einem kleinen Baby für 3 Wochen die Koffer zu packen. Leider hat es sich auch gar nicht gelohnt, denn schon nach 5 Tagen wurden wir wieder nach Hause geschickt, da Fynn krank wurde und kein Kinderarzt im Haus war, usw. … (was für ein Zustand! – aber das ist eine ganz andere Geschichte)

 Da wir ja eine sehr konservative Familie sind ;-) kommt nach dem Heiraten und dem ersten Kind natürlich das eigene Häuschen. Obwohl wir ursprünglich weniger ernsthaft auf der Suche waren und auch eigentlich ein Haus kaufen wollten, haben wir uns dann noch relativ schnell dafür entschieden selbst zu bauen. Typisch wir: Manchmal muss man einfach aus dem Bauch heraus entscheiden. Das Grundstück sollte dann eigentlich auch eher Richtung Frankfurt oder zumindest an der Bahnstrecke nach Frankfurt liegen, aber das kleine Kaff A. hat uns dann doch auf den ersten Blick überzeugt. Die Planung konnte beginnen. Wie viele Samstage wir dieses Jahr in Bau- und Fachmärkten verbracht haben, wie viele Stunden wir über den Plänen und Kalkulationen gesessen haben, kann ich nicht zählen. Aber alle die, die selbst schon gebaut haben, werden es sich vorstellen können. Trotz allem bleibt die Vorfreude. Im Februar werden die Bodenarbeiten beginnen, im März wird das Haus gestellt und dann kann die Arbeit losgehen. (Den Innenausbau und die Außenanlage machen wir selbst.) Kathas optimistische Aussichten sind, dass wir im Juni einziehen, ich denke da eher an Herbst…

Bei mir wurde Ende April eine Schilddrüsenstörung festgestellt, die wohl auch mit der Grund war, warum es mir so schlecht ging und ich auch so enorm abgenommen habe (trotz täglichen Kalorienbomben). Als Konsequenz habe ich dann leider schon (nach sechs Monaten) früher als geplant angefangen abzustillen. Fynn ist natürlich auch weiter gewachsen und gediehen. Die ersten Zähne (mit vielen Tränen, Fieber und Schnupfen), das erste Mal als er sich selbst gedreht hat, den ersten Brei, den er gegessen hat,….
… und ja, er wurde tatsächlich ruhiger. Ungefähr mit einem halben Jahr, als er sich freier bewegen konnte, durch die Gegend robbte und seine Ziele selbst erreichen konnte.

Im Juni sind wir dann in unseren ersten Familienurlaub geflogen. Zwei Wochen Rhodos! Es war so schön. Fynn hat den Flug wesentlich besser überstanden als wir – er war ausgeschlafen, wir hatten die Nacht durchgemacht. Der Urlaub war für uns alle so bitter nötig und auch einfach wunderbar! Im Speisesaal hat der Zwerg zwar regelmäßig Terror gemacht, sodass wir oft getrennt Essen gegangen sind, aber dafür ist er eine absolute Pool-Ratte und hatte beim Plantschen mindestens genauso viel Spaß wie wir.

 Nach dem Urlaub wurde es dann auch schon Ernst, was den Umzug aus unserer Wohnung betrifft und somit auch eine neue Wohnungssuche. Es kam dann aber doch zu der Entscheidung, dass „Übergangsjahr“ bei meinen Eltern zu wohnen. Auch wenn dies mit ziemlich weiten Wegen zur Arbeit und zur Uni verbunden ist. Aber es ist ja nur vorübergehend... Der Umzug war dann auch mal wieder so typisch für uns: spontan eine Woche früher (weil ich es in dem Kisten-Chaos nicht mehr ausgehalten habe). Aber dank unserer wunderbaren Freunde, war es trotzdem machbar! DANKE


Der Sommer verlief danach erst mal etwas ruhiger und eher gewöhnlich mit viel Sonne und jeder Menge zum Entdecken.
Zumindest so lange man in einem Leben mit Kleinkind wie Fynn von „ruhig“ sprechen kann. Die vielen „Schübe“, Trotzphasen und sonstige schlechte-Laune-Tage versuchen wir einfach in der Erinnerung durch die Sonnenstunden zu überdecken.

Hier ging dann natürlich die Suche nach einer Betreuung für Fynn los. Besonders viele Alternativen gibt es hier ja leider nicht, aber wir haben trotzdem eine sehr gute Tagesmutter gefunden, mit der wir sehr zufrieden sind und bei der Fynn sich freut, wenn er zum Spielen hin darf. Einen Freund hat er auch schon gefunden: Julian. Mit ihm gemeinsam treffen wir uns inzwischen auch Nachmittags privat zum Spielen, Schwimmen und Quatsch-Machen.

Über Kathas Geburtstag (September) sind wir noch mal für 5 Tage weggefahren. Der Center Park an der Nordseeküste war genau die richtige Adresse um noch mal die Zeit zu dritt zu genießen und zu entspannen, bevor Katha ihre neue Stelle angefangen hat und für mich das Studium wieder (teilweise) losging.
Ganz kurz danach ging es dann auch schon tatsächlich los mit Kathas neuer Aufgabe. Das es hart wird, war uns allen klar, aber irgendwie war ich wohl doch etwas naiv und von den Ausmaßen überrascht. Sehr lange Arbeitstage, sehr viel Stress und von Abschalten leider auch kaum eine Spur. Aber wir kennen sie ja alle: da wird sich durchgebissen und ich versuche sie so gut ich kann dabei zu unterstützen. Was ein Glück, das wir eine Familie sind! ;) Bis zum Semesterbeginn war noch zwei Wochen länger Zeit, aber auch da wurde ich relativ bald desillusioniert. Mir war vorher klar, dass ich nicht im vollem Umfang weiter studieren werde, Fynn ist ja auch nur 3 Tage pro Woche Vormittags bei der Tagesmutter. Aber nach den ersten Wochen hat sich herausgestellt, dass es doch noch wesentlich weniger wird, als ich gedacht hatte. Nicht, weil es nicht möglich ist, Kind und Studium zu kombinieren. Einfach, weil mir der Preis dafür zu hoch ist. Jeden Abend bis um 24 Uhr am Schreibtisch sitzen ist möglich, aber die Energie fehlt mir dann irgendwann für Fynn (vor allem in Form von Geduld). Im Moment finde ich es einfach wichtiger und auch schöner meine Energie in die Zeit mit ihm zu stecken. Ihm die Welt zeigen und sie auch ein Stückchen wieder neu zu entdecken – mit seinen Augen. Deswegen habe ich das Pensum dieses Semester ein kleines bisschen reduziert und nächstes Semester werde ich einfach noch mal zu Hause bleiben. (Abgesehen von ein paar Tutoren-Jobs, damit etwas Geld in die Kasse kommt.)
 
Kurz vor Fynns erstem Geburtstag haben Katha und ich spontan entschieden, dass ich mit Fynn zusammen Oma und Opa für fünf Tage nach Berlin zu begleiten. Sonntagabend um 22 Uhr entschieden – Nachts heimlich und leise Koffer gepackt (trotz schlafendem Kind) und am Montagmorgen um 5 Uhr ging es los. War zwar doch etwas anstrengend (nicht zuletzt wegen Fynns „Phasen“), aber alles in allem ein sehr schöner Ausflug. Ich liebe Berlin! Und jetzt mit Kind und durch die vielen Familien-Cafés noch viel mehr. J Katha konnte in der Zeit zu Hause die ruhigen Nächte genießen und hatte zumindest nur einen Kindergarten (die Arbeit) zu betreuen.
Unser nie-schlafen-wollendes Kind hat übrigens die Reichstags-Besichtigung komplett verpennt. Pünktlich, als wir mit dem Fahrstuhl wieder runter sind, ist er aufgewacht.

Dann folgte der erste Geburtstag. Mit ganz vielen lieben Gästen haben wir den etwas größer gefeiert. Ist schließlich ein ganz besonderer. Außerdem hatten somit die vielen Kinder jede Menge Platz zum Toben und Bobby Car-Rennen-Fahren.

Jetzt neigt sich das Jahr so langsam dem Ende zu. Es war ein sehr schweres und anstrengendes Jahr. Nicht zuletzt auch wegen einiger privater Probleme, von denen ich jetzt nichts geschrieben habe. Aber ich gehe dennoch voller Zuversicht ins neue Jahr: wir haben uns, wir sind gesund, wir haben Träume, die wir uns versuchen zu realisieren,… alles andere schaffen wir auch! Wobei 2013 mit Sicherheit ein sehr arbeitsreiches Jahr werden wird, was ein Hausbau ebenso mit sich bringt. Aber die Vorfreude auf unser eigenes Häuschen ist auf jeden Fall riesen groß und wird uns sicher jede Menge Kraft und Ausdauer geben.

Fynn hat inzwischen seine ersten Schritte alleine gemacht und rennt uns wahrscheinlich bald davon. Ich bin schon sehr gespannt, was wir im nächsten Jahr mit Ihm alles erleben werden und voller Hoffnung, dass er irgendwann in der Zukunft durchschlafen wird.

Ich freue mich auf das nächste Jahr und auf jeden neuen Tag mit einer so wunderbaren Familie und ebenso tollen Freunden! Vielen Dank, dass es euch gibt!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Das Ich und die Anderen


Wir wissen es alle und wir wissen es alle nicht erst seit gestern: Wir können  im Leben immer nur uns ändern, nie die Anderen. Nicht deren Meinung, nicht deren Sichtweise und auch nicht deren Verhalten.

Wie können unsere Einstellungen gegenüber Personen oder Ereignissen ändern, aber weder die Person, noch das Ereignis.

Wenn man das verstanden hat, ist man dem Glück schon einen Schritt näher gekommen. Was noch fehlt ist die Umsetzung. Daran übe ich mich gerade und merke dabei, dass es manchmal verdammt weh tut und auch sehr lange dauern kann.

Mein Versuch: Ich habe mein Leben in der Hand (und zu einem kleinen Anteil im Moment noch das von Fynn). Ich kann meine Prioritäten im Leben setzen, sodass ich glücklich bin und es mir und Fynn gut geht. Ich kann nicht Prioritäten für andere setzten! Meine Prioritäten sind klar, mein Leben läuft eigentlich ganz gut. Wir haben gerade mal wieder eine kleine Krankheits-Welle hinter uns, aber sonst bin ich mit meinem Alltag ziemlich zufrieden. Zumindest mit dem Teil, den ich in der Hand habe. Ich gestalte meine Tage zwischen Uni und Kinderbüchern so, dass ich an beidem Spaß habe. Und das habe ich! Ich genieße die Zeit mit Fynn im Moment sehr. Sehr, sehr, sehr! Ich habe aber auch Spaß am Studieren und gehe gerne zur Uni.

Also: mein Leben ist, toll, toll, toll! Alles was in meiner Hand liegt, tue ich für unser Bestes – den Rest (was nicht in meiner Hand liegt) muss ich jetzt nur noch ruhen lassen und akzeptieren. *seufz*
 
 

Montag, 3. Dezember 2012

Weihnachtsgeschenke und andere Überraschungen


Die ersten drei Päckchen von Kathas Adventskalender sind schon geöffnet (ein ganz besonderer Liebesbrief, ein Saunatag und ein Amazon-Gutschein) und das erste Weihnachtsgeschenk ist auch schon verpackt. Was gibt es praktischeres und schöneres als Oma und Opa zu Weihnachten einen riesen großen Kalender mit Bildern ihres geliebten Enkelsohnes zu schenken? Das ist schnell gemacht (macht auch noch Spaß!), man sortiert seine Fotos ganz nebenbei endlich mal und bringt unterm Weihnachtsbaum garantiert viel Freude. Pixum


 
PS: ganz nebenbei steht mal wieder eine RIESENGROSSE Entscheidung an. Wir können einen Platz in der örtlichen KiTa haben! Die Pro- Contra- enthält gefühlte tausend-und-drei Punkte auf jeder Seite… Es gibt einfach so viele Argumente und ganz abgesehen von den logischen Sachen: es spielen so viele Gefühle mit!

Dienstag, 27. November 2012

Weihnachtsstimmung

So langsam kommt auch bei mir ein bisschen Weihnachtsstimmung an. Aber ich muss sagen, dass ich ein bisschen nachgeholfen habe. Habe einen (wie ich finde: ganz tollen) Adventskalender für Katha gebastelt. Wir schenken uns ja „eigentlich“ nichts zu Weihnachten und deswegen ist das mein Weg um ihr dann doch ein paar Freuden zu machen. Ein geschummeltes Weihnachtsgeschenk also. *lol* (Würde euch ja gerne schreiben, was da alles tolles drin ist – ich habe mir nämlich bei der Planung besonders viel Mühe gegeben und all meine Liebe hineingesteckt – aber sie könnte es ja hier lesen… wäre dann eher kontraproduktiv) ;)
Dabei lief auf schon das eine oder andere Weihnachtslied. Aber viel mehr ist Weihnachtlichkeit ist noch nicht bei mir angekommen. Sämtliche Weihnachtsdeko (und das ist bei uns verdammt viel), befindet sich in irgendwelchen Umzugskisten verstaut in einer Scheune. Viel mehr als den Adventskalender und ein paar Kerzen wird es dieses Jahr also leider nicht geben.
 
Aber ich versuche es, trotzdem eine gemütlich-warme Atmosphäre zu schaffen (wie ja eigentlich das ganze Jahr über). Das alleine ist schon eine sehr schwere Aufgabe, da hier im Hause irgendwie gerade mal wieder eine ziemliche Anspannung ist. Katha hat viel Stress mit ihrem neuen Job, ich versuche auch so viel wie möglich zu studieren (auch wenn ich da inzwischen schon wieder viel realistischer bin als vor zwei Monaten), Fynn hat mal wieder etwas anstrengendere Tage, das Tagesmutter-Thema beschäftigt und belastet mich auch irgendwie (bin noch auf Lösungssuche und im Kontakt mit den anderen Müttern, dem Jugendamt, etc.),… ja und dann noch der größte Brocken: Das Zusammenleben mit meinen Eltern – im Moment mal wieder sehr angespannt und schwierig. Wir bemühen uns wirklich alle (ganz im Ernst, ich merke wirklich, dass sich auch meine Eltern Mühe geben), aber es ist und bleibt ein ständiger Spießrutenlauf.


Montag, 19. November 2012

Kurz gemeldet


Fynn hatte übers Wochenende drei Tage lang Fieber und war ziemlich krank. Jetzt ist er wieder fit – ich leider nicht. Ich war aber auch gestern unvernünftiger Weise trotzdem auf einem Rockkonzert (trotz den Schlaflosen Nächten vorher)…

Heute haben wie unser Häuschen bis ins Details fertig geplant… leider auch nicht nur Vorfreude, sondern vor allem viel Ernüchterung. ;)

PURES LEBEN

 

Für mehr Nachrichten habe ich gerade keine Zeit / Kraft.