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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de
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Mittwoch, 6. November 2013

Kindergeburtstag 2.0

Mal wieder soooooo viel los hier. Nur noch zwei Wochen, bis Fynn und ich um diese Uhrzeit schon auf dem Weg nach Borkum sein werden. Ich freue mich so! Auch wenn ich die Welt-größte-frier-Katze bin, freue ich mich trotzdem sehr darauf mir den Wind um die Ohren pusten zu lassen. Habe mir extra eine neue – ganz dicke! – Winterjacke gekauft. : )

Aber erst mal langsam: Letzte Woche wurde Fynn 2 Jahre alt. Ist das zu glauben? Schon zwei Jahre! So lange ist es her, dass ich mit einer dicken Kugel durch die Gegend gewatschelt bin? Aber auf der anderen Seite, denke ich auch: Erst seit zwei Jahren leben wir dieses Leben-mit-Kind?  Wenn ich an die Zeit „davor“ zurückdenke, kommt es mir vor wie aus einer anderen Welt. So unrealistisch, so unvorstellbar.
Den Geburtstag-Tag haben wir ganz in Ruhe und zu dritt verbracht. Nichts Besonderes gemacht, einfach nur die Zeit zusammen genossen. Natürlich mit Geschenken, einem Geburtstaglied und alles was dazugehört. Aber die „Party“ war erst am Samstag. Und genau so, kam mir die Geburtstagfeier im Nachhinein auch vor. Wie eine wilde Party in Jugendzeiten. Wir haben Samstagabend, nachdem die letzten Gäste gegangen sind und Fynn von all dem Trubel so aufgedreht war, dass an Schlaf noch nicht zu denken war, noch ganze zwei Stunden aufgeräumt und sauber gemacht. Trotzdem haben wir am nächsten Morgen (nach einer SEHR unruhigen Nacht) noch weitere drei Stunden gebraucht. Alleine fünf Mal lief unsere Spülmaschine, überall auf dem Boden (und unter dem Sofa) waren Kuchenkrümel und Nudel-Reste zu finden. Eine Party mit Kleinkindern ist definitiv wilder als eine in Jugendzeiten oder hinterlässt zumindest mehr Dreck. *lach*
Aber das war es wert. Zumindest teilweise. Fynn hatte viel Spaß und ich denke, die anderen Kinder auch. Fynns „bester Freund“ war mit seinen Eltern da und seine Paten natürlich auch (wovon einer ebenfalls zwei Kleinkinder mitgebracht hat). Die waren auch echt entspannt. Es war natürlich laut und viel Rummel, aber es wäre eine sehr nette Runde gewesen. Wenn… Ja: wenn da nicht die liebe Familie gewesen wäre. Primär meine Eltern! Es war ein Desaster. Sie haben sich so unmöglich benommen, dass es nicht nur uns aufgefallen ist, sondern sich auch andere Gäste im Nachhinein beschwert haben. Ja, wirklich beschwert.
Ich habe schon nach dem Dresden-Abenteuer verkündet, dass ich auf Abstand gehen will, das habe ich auch wirklich versucht, aber sie lassen es kaum zu. Sie überschreiten immer wieder so penetrant alle meine / unsere Grenzen. Mich / uns halbwegs davor zu schützen kostet enorm viel Kraft. Es ist ein dauerhafter Kampf. Und das ist es mir jetzt einfach nicht mehr wert. Ich brauche meine Kraft im Moment für das Pensum an Arbeit (muss die Kur-Wochen ja raus-arbeiten), dem Studien-Modul und Fynn. Außerdem habe ich es tatsächlich gewagt mich mit meinen Basteleien-Selbstständig zu machen (dazu schreibe ich das nächste Mal mehr).

Ich habe versucht mit meiner Mutter zu reden, aber stoße nur auf Ignoranz und Unverständnis. Also ziehe ich jetzt meine Konsequenzen. Bis zur Kur gibt es nur noch ein absolutes Minimal-Maß an Kontakt. Fynn darf sie zwar natürlich trotzdem noch mal besuchen, aber wenn sie sich auch im Umgang mit ihm nicht ändern, wird das auch minimalisiert. Es reicht! Dafür klingelt mein Wecker jetzt dreimal pro Woche noch früher. Zwischen 4:00 Uhr und 4:30 Uhr, damit ich eine Stunde später im Büro sitze und Fynn Mittags selbst bei der Tagesmutter abholen kann, aber diesen Preis nehmen, zwar sehr müde, aber dennoch gerne in Kauf. Es geht schließlich um das wohl MEINER Famile – um die beiden liebsten und wichtigsten Menschen in meinem Leben (und um mich). 

Samstag, 31. August 2013

Rollenspiele


Das Leben kann so Zucker-süß sein! Da Fynn ja fast jeden Morgen pünktlich um 6 Uhr aufwacht, haben wir heute Morgen schon wahnsinnig viel erledigt. Zwei Runden Wäsche gewaschen, gespült, gewischt, gesaugt, geputzt und einen Großeinkauf gemacht. Um 9:30 Uhr waren wir beide satt (die Mama mit Koffein gedopt) und das Haus ordentlich und blitz-blank sauber.  Jetzt kann das sonnige Wochenende kommen.

Aber der Vorteil von so einem Frühaufsteher-Kind ist nicht nur, dass wir schon früh mit allem fertig sind. Im Supermarkt war noch gar nichts los, keine Schlange an der Kasse, kein Warten beim Bäcker. Wir hatten freie Fahrt und freie Auswahl. Außerdem hat Fynn schon so richtig ein bisschen mitgeholfen beim Aufräumen und kam alle paar Minuten zum knuddeln oder für ein Küsschen zu mir gelaufen. Wir sind echt unzertrennlich im Moment. Und dann war da noch dieser herrliche Moment: Fynn spielt in seinem Zimmer und ich bin nebenan im Schlafzimmer mit dem Staubsauger zugange. Als ich mal rüber schaue, was der Kleine macht, wäre mein Herz mal wieder fast geplatzt vor Freude und Liebe. Da sitzt mein Junior auf dem Boden, vor ihm liegt seine Puppe (mit dem Namen Bud). Er hat der Puppe die Hose ausgezogen, sich einen Waschlappen genommen und die Puppe „unten rum“ sauber gemacht. Dann nimmt er sich eine Windel aus dem Regal und will sie wickeln. Voller Führsorge und ganz vorsichtig macht er das. Sooooooo ein schöner Anblick. Hilfe, mein Kind wird groß!  : )   Wünsche euch ein schönes Wochenende!!

Montag, 15. Juli 2013

MÜÜÜÜDEEEEE

Ich bin müde.
Am Ende.
Einfach kaputt.

Unser armer, keiner Schatz ist (ihr ahnt es sicherlich schon) wieder krank. Mittelohrentzündung und Bindehautentzündung. Das ganze mit 39,5 Grad Fieber.
Er tut mir so leid. Immer und immer wieder ist er so krank.

Ich habe Klausurwochen. 3 Klausuren schreibe ich diese und nächste Woche. Gott sei Dank, können meine Eltern zweimal als Babysitter einspringen. Zum Lernen bleibt nur leider keine Zeit mehr. Tagsüber ist er kaum von meinem Arm zu bekommen und die Nächte ... *gähn* ... erwähne ich lieber nicht.
Ich werde die Klausuren schreiben. Ich versuche es. Aber wenn ich nicht alle drei bestehe oder nicht mit einer 1 vor dem Komma, dann ist das ABSOLUT in Ordnung. Ich habe keine Kraftreserven mehr also nutze ich alle verfügbare Energy für Fynn! Mit viel Kaffee überstehen wir auch das irgendwie.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Woran man Schlafmangel erkennt


Katha und ich leiden zur Zeit an akutem Schlafmangel. Ich bin gestern Abend um 18:45 auf dem Sofa eingeschlafen und habe mehr oder weniger durchgeschlafen bis mein Wecker heute früh um 6 Uhr ungnädig wurde. Den Schlaf habe ich mehr als gebraucht und Katha hat sich zum Glück um Fynn gekümmert. Der macht nämlich schon seit über zwei Wochen mal wieder jede Nacht zum Tag – oder zum Horror, je nachdem wie positiv man in dem Moment die Sache noch sieht.
 

Hier mal ein paar Punkte, an denen in merke, dass ich akuten Schlafmangel habe:

1.       Die dunklen Ränder unter meinen Augen sind leider NICHT durch verwischten Mascara, sondern ganz natürlich entstanden

2.       Ich fülle mir morgens versehentlich den Kaffee in die Babyflasche anstatt in meine Tasse

3.       Mein Zeitgefühl ist völlig durcheinander und ich stehe um 5:30 vor dem Supermarkt und wundere mich, warum dieser geschlossen hat

4.       Wenn mir andere Mütter freudig erzählen, dass ihre 6monate alten Babys jede Nacht durchschlafen, ärgert mich das nicht mehr – hey, ich habe ja viel mehr von meinem Kind und kann mehr Zeit mit ihm „erleben“

5.       Wenn ich das heißgeliebte Lieblings-Buch vorlese, kann es schon mal passieren, dass mir die Augen zufallen und ich den Text einfach auswendig weiteraufsage

6.       Die Schlaflieder meines Sohnes wirken wundervoll – nur nicht bei ihm

7.       Ich habe chronisch einen hohen Puls durch zu viel Kaffeekonsum

8.       Ich ziehe Fynn das T-Shirt links rum an und unterschiedliche Socken sowieso, wer kann sich bei so wenig Schlaf noch auf Details konzentrieren

9.       Die Beule an meiner Stirn? Das war mein Sohn als er endlich neben mir eingeschlafen ist und dann leider von Karate geträumt hat

10.   ….

 

Ich versuche es, wie immer, mit Humor zu nehmen und hoffe und bete, dass es irgendwann wieder ruhiger wird.

PS: es gibt neue Infos zur zukünftigen Betreuungssituation, dass erzähle ich morgen …

Mittwoch, 15. Mai 2013

Berlin


Mein Kurzurlaub ist tatsächlich schon zu Ende. Nicht zu fassen! Mit verspannten Schultern und stechenden Kopfschmerzen sitze ich im ICE von Berlin Richtung Heimat. Auch wenn mein Berlin-Aufenthalt leider relativ oft von Kopfschmerzen und Übelkeit geprägt war, so war es doch ein richtiger Kurzurlaub! Ein sehr schöner, entspannter, sportlicher und abwechslungsreicher Kurzurlaub. Und Berlin ist immer noch Berlin. Ich liebe es. Aber der Reihe nach:

Montag früh bin ich mit enormen Zweifeln und einem sehr schlechten Gewissen in den Zug gestiegen. Ich habe am Bahnhof ernsthaft noch überlegt, ob ich nicht doch wieder nach Hause fahre und diesen Ausflug sausen lassen. Auch als ich nach gut vier Stunden im sonnigen Berlin angekommen bin, habe ich nur überall Kinder gesehen und bereut, dass ich Fynn nicht wenigstens mitgenommen habe. Berlin mit Kind ist doch auch so schön, das weiß ich ja noch von Oktober. (Wobei ich natürlich verdrängt habe, dass unsere Nächte im Moment mit nur ein bis zwei Stunden Schlaf gesegnet sind, aber so ist das Mutter-Herz eben. *g*) Auch als ich dann im Hotel angekommen bin und anschließend gleich noch mal in die City fuhr, konnte ich mich immer noch nicht so wirklich freuen. Ununterbrochen dachte ich nur, wie viel schöner das alles wäre, wenn ich es mit Katha zusammen genießen könnte und wie sehr ich Fynn vermisse. Die Sonne war auch ziemlich schnell weg und mir ging es gesundheitlich nicht wirklich gut. Also habe ich mir im Supermarkt was zu Essen gekauft, bin zurück ins Hotel um den Abend dort zu verbringen. Ein bisschen Sport, ein kleiner Spaziergang am Spandauer See und dann mit Buch ins Bett gekuschelt. Schließlich hatte die Nacht zuvor nur 1 Stunde Schlaf. Aber an erholsamen Schlaf war im Hotel leider auch nicht zu denken. Wegen meiner unerhörten Kopfschmerzen hatte ich die ganze Nacht die Fenster offen und hatte somit das Vergnügen die Einflugschneiße des Flughafens Berlin-Tegel zu „genießen“. Am nächsten Morgen habe ich dann sofort eine Schmerztablette genommen und war schon um 7 Uhr im Schwimmbad und um 8 Uhr im ersten Saunaaufguss. So kann der Tag beginnen. Nach einem ausgedehnten Frühstück (mit Zeit zum Zeitung lesen!) bin ich noch ausgedehnter Shoppen gegangen. Dank schlechtem Wetter, hat mich rein gar nichts gedrängt, die Arkaden wieder zu verlassen – bis mir Mittags erneut schlagartig übel wurde und ich – mit vielen Einkaufstaschen – zurück ins Hotel bin. Dort habe ich dann auch den restlichen Tag mit Sauna, Entspannen und etwas Sport verbracht. Als es mir Abends endlich wieder besser ging, bin ich noch mal zum Hakeschen Markt um ein bisschen im Berliner-Abendleben zu schwelgen. Trotz bleierner Müdigkeit war aber auch die zweite Nacht nicht ganz so entspannt und schlafreich wie erhofft. Trotzdem war ich heute früh bester Dinge, vor allem nach einem Blick aus dem Fenster in den strahlend blauen Himmel. Nach dem auschecken im Hotel war ich noch mal in der City flanieren und Sonne tanken. Dabei beschlich mich doch tatsächlich der Gedanke, dass ich gerne noch zwei weitere Tage bleiben würde. Berlin, das Leben und die Sonne genießen. Aber natürlich freue ich mich auf meine Familie zu Hause.

Es waren zwei rundum schöne Tage. Auch wenn ich den ersten davon nicht ganz so genießen konnte. Ich bin wohl einfach so fest in meinem Alltag, meinen Rollen und meinen Aufgaben drin, dass ich ein paar Stunden gebraucht habe, um das alles mal abzustreifen und abzutauchen. Immerhin war es auch das erste Mal, dass ich zwei Nächte von Fynn getrennt war. Jetzt bin ich also auf dem Weg nach Hause und schlüpfe so langsam wieder in die Rollen zurück. Habe schon erste Telefonate geführt (Fließenleger, Bauleiter, etc.) und werde auch gleich das erste Mal nach drei Tagen meine Mails abrufen und bearbeiten. Welcome back.

Freitag, 5. April 2013

nicht schon wieder! - leider doch


Die erste Vorlesungswoche ist für mich um und wir haben das neue Semester hat genauso begonnen, wie wir das alte beendet haben: krank. Fynn und ich haben beide wieder Mittelohrentzündung und der arme Wurm muss das dritte Mal für diesen Winter Antibiotika nehmen. Ich bin ganz schön fertig. Fynn hat vier Tage lang fast nichts gegessen (weil ihm das Kauen im Ohr weh tut und er außerdem auch noch zahnt) und hat ganz schön abgenommen. Die Nächte waren dafür sehr anstrengend. So sehr, das Katha diese Woche sogar eine Nacht bei einer Freundin übernachtet hat, weil sie selbst auf dem Sofa im Wohnzimmer nicht genug Ruhe hatte zum Schlafen. Umso mehr bin ich jetzt natürlich müde und fertig – vor allem, da ich ja auch selbst krank bin. Was ein Glück, dass wir dieses Wochenende kaum noch etwas auf der Baustelle zu tun haben und dann 3 Wochenenden Zwangspause machen müssen, weil der Estrich trocknen muss und die Heizung verlegt wird.

Aber jetzt mal zu dem Semester: Ich habe mir diese Woche drei Vorlesungen angesehen. Eine davon möchte ich auf jeden Fall machen. Da gibt es 3 Vorlesungen pro Woche und 2 davon werde ich besuchen können. Bei den anderen beiden Fächern bin ich mir noch nicht so sicher, welches ich mache. Kann bei beiden nur ganz schlecht einschätzen ob und wie ich es schaffen würde, wenn ich nicht in die Vorlesungen gehe. Denke, dass ich mich mit beiden Fächern erst mal noch ein bisschen mehr beschäftigen muss, bevor ich es entscheiden kann. Auf jeden Fall werde ich nur an 1-2 halben Tagen pro Woche an der Uni sein und das wechselt wöchentlich. So der Plan. Bin gespannt! Aber jetzt erst mal ist oberste Priorität, dass wir alle endlich wieder richtig gesund werden (und der Frühling kommt)!

Donnerstag, 21. März 2013

Tage und Stunden und Vorsätze

Ich werde es wohl leider nicht schaffe, nur an einem einzigen Vormittag an der Uni zu sein. Das scheint leider schon mit meinem Tutoren-Job überhaupt nicht zu funktionieren. Gestern Abend haben sich die neuen Stundenpläne noch mal geändert und so, wie es jetzt aussieht, werde ich entweder an einem Nachmittag oder Abend an der Uni sein müssen oder evtl. an einem Vormittag an dem Fynns Tagesmutter nicht da ist. Dann müsste er also wieder von Oma betreut werden. Das tut mir wirklich leid, aber es wird nicht anders zu machen sein. Ich habe diesen Job und wir brauchen das Geld auch wirklich!

Aber dafür werde ich mich an mein eigenes Versprechen halten und auf keinen Fall mehr als 2 Module / Fächer im kommenden Semester belegen.

Ich weiß, dass es auch anders gehen würde. Ich weiß, dass ich es organisieren könnte und schaffen würde, trotz Kind und Hausbau auch mehr zu belegen. Aber da ich es ja schon weiß, muss ich es mir nicht mehr beweisen!    :)   (und auch sonst niemandem).

Ich werde versuchen alles so hin zu basteln, dass ich so viel Zeit wie möglich mit Fynn verbringen kann und NICHT jeden Abend am Schreibtisch sitzen muss. Auch wenn da eine leise Stimme fragt: „Warum denn nicht, nutz doch die Zeit! Verschwende sie nicht, du musst doch alles nutzen was geht.“ NEIN. Ich werde die Wochenenden mit meiner Frau auf der Baustelle verbringen. Wir werden beide die Abende brauchen um ein bisschen zu entspannen und Kräfte zu sammeln. Indem ich Abends arbeite, hätte Katha ja automatisch jeden Abend „Fynn-Dienst“ und somit auch nicht wirklich Feierabend.
 
Puh… ich strotze ja mal wieder vor guten Vorsätzen. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was denn so schwer daran ist: Abgesehen davon, dass ich eben leider (wirklich leider!) einen Hang zum Perfektionismus habe, gehen mir einfach auch gute Gelegenheiten durch die Lappen. Im Moment habe ich einen Kommilitonen, an den ich mich gut dranhängen kann um in seinem Rückenwind zu radeln. Er hat mir auch angeboten mir zu helfen. Aber er hat jetzt sein letztes Semester vor sich, das heißt: ich kann nur noch in diesem Semester auf seine Hilfe zurückgreifen. Aber ich werde einfach darauf vertrauen, dass Gott mir immer alles nötige bereitstellt, was ich wirklich brauche.
 

PS: falls ich meine Vorsätze doch nicht einhalten sollte, dürft ihr mich gerne ermahnen und erinnern!

Samstag, 2. März 2013

noch 5 mal Schlafen

So langsam scheinen wir gesundheitlich über dem Grippe-Berg zu sein *auf-Holz-klopf*.
Und wir müssen nur noch 5 mal Schlafen, bis unser Haus kommt! WAHNSINN. Die Listen-Schreiberin in mir ist natürlich schon vollkommen am Durchdrehen und am Überorganisieren. Mein Kopf läuft auf Hochtouren.
Aber: von den 5 Nächten stehen erst mal noch 2 Nächte ohne meine Familie an. Für das Semester (das ja eigentlich schon vorbei ist) steht noch eine Präsentation an, die wir in Teamarbeit machen müssen. Und dazu treffen wir uns nächste Woche bei einem aus dem Team, der leider 150km weit weg wohnt. Zwei Nächte ohne Fynn!! Ob ich das aushalte? ;) Ich nehme auf jeden Fall mal lieber mein eigenes Auto und fahre nicht mit den anderen mit. Wer weiß, was passiert... *g*

Dieses Wochenende versuchen wir jetzt aber auf jeden Fall erst mal noch die Ruhe zu genießen. Es wird das letzte Wochenende sein, dass wir mit Fynn genießen können. Ab nächster Woche, werden wir Sa und So wohl zum größten Teil auf dem Bau sein...

Mittwoch, 27. Februar 2013

krank

Fynn hat es am Sonntag erwischt. 39,5 Grad Fieber, völlig platt. Montag früh gleich beim Kinderarzt: eine belegte Lunge, Mittelohrentzüdung udn auch noch Mandelentzündung. Volles Programm.
Armer Knopf!
Und heute hat es dann auch noch mich umgehauen!

Alle Plände für diese Woche (Lernen, Arbeiten und auch das soooooooo verdiente Wochenende-Zu-Zweit für Katha und mich) fallen ins Wasser und wir haben auf Überlebensmodus umgeschaltet.

Freitag, 8. Februar 2013

Bunte Pechsträhne


Irgendwie hat vor drei Tagen meine Pechsträhne begonnen und ich scheine sie nicht so loszuwerden. Es fing an mit banalen Dingen wie saurer Milch im Kaffee und zog sich leider so weit hin, dass ich gestern in einer Klausur saß für die ich angeblich nicht angemeldet war. Konnte das aber nach einigen Diskussionen klären, war ein Fehler in der Liste und ich durfte doch mitschreiben. Bis dahin war natürlich nicht nur wertvolle Zeit vergangen, sondern meine Nervosität auch gestiegen. Das hat mich vermutlich einige Punkte gekostet, was sehr ärgerlich ist, da ich in diesem Fach wirklich mit 100% gerechnet habe. Naja, heute ging es dann weiter mit einem Versuch endlich mal wieder (seit Fynn da ist!) ins Yoga zu gehen. Allerdings wurde mir nach 20 Minuten Fynn wieder gebracht (hat nur geweint, lies sich nicht beruhigen) und das Projekt Yoga war für mich gescheitert. Dann war da noch die kaputte Heizung, die uns frieren lies. Aber wir haben ja zum Glück Kerzen und ich habe es uns so ein bisschen warm gemacht. Könnte jetzt noch einiges weiteres Aufzählen, aber das lasse ich lieber, denn: ich möchte mich auf die schönen Seiten konzentrieren. Fynn stellt gerade zum fünften Mal für heute die komplette Bude auf den Kopf, aber ich bin ruhig und gelassen. Ja, ich bin müde und ich bete für eine halbwegs ruhige Nacht, aber ich bleibe liebevoll, auch wenn sie nicht ruhig wird.

Ich hatte heute Mittag, völlig unerwartet aus dem Nichts, einen wunderbaren Moment, in dem mir wieder richtig bewusst wurde, dass ich geliebt werde. Das Gott mich immer liebt und immer für mich da sein wird. Ich werde nie alleine sein. Das zu wissen und das zu spüren ist ein Himmel-weiter Unterschied und es trägt mich gerade durch den Tag. Ich hoffe, ich kann mir dieses Gefühl und meine innere Ruhe noch über das Wochenende hin bewahren. Ich bin nämlich mit Fynn ganz alleine. Katha ist über das Wochenende (Fr-So) weg und meine Eltern sind spontan in Urlaub gefahren.

Ich schreibe zwar am Dienstag die nächste Klausur, aber ich werde am Wochenende nicht dafür Lernen. Wenn ich wirklich mal ein paar FREIE Minuten haben werde, werde ich diese zum Ausruhen und Entspannen nutzen. Denn ich bin in Summe einfach ziemlich am Ende mit meinen Kräften und brauche jeden Funken Gelassenheit.

Wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende mit ähnlich bezaubernden Momenten!
 

Dienstag, 29. Januar 2013

Babytreff mit Beigeschmack


Heute war mal wieder unser Babytreff, zudem ich mich trotz sehr akutem Schlafmangel hingeschleppt habe. (Auch wenn unsere Kinder längst keine echten Babys mehr sind.) Ich habe ja schon erzählt, dass aus unserer Runde alle Mütter inzwischen wieder arbeiten gehen. Heute war sogar noch eine Gast-Mama dabei, die drei Jungs zu Hause hat. Sie ist seit diesem Montag arbeitslos und ganz verzweifelt. Ihr kleiner geht seit seinem dritten Lebensmonat zur Tagesmutter und sie braucht einfach diese Ablenkung eines Jobs. Das man als dreifache Mutter ab und zu mal Zeit und Ruhe für sich selbst braucht, kann ich mir sehr gut vorstellen (wer braucht das nicht?) und das einem der Job Spaß macht, verstehe ich noch mehr. Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, macht mir mein Studium (und mein 200€-Job) ja auch jede Menge Spaß. Aber es bleibt dieser fade Beigeschmack. Eigentlich hätte mich doch dieser Nachmittag wieder motivieren können, dass ich auf dem richtigen Weg bin und das die ganze Sache mit der Vereinbarkeit richtig und gut und heutzutage normal ist. Aber so fühlt es sich irgendwie nicht an. Es bleibt das Bild der Vollzeit-Mama mit 2-3 Kindern. (Und vielleicht ein kleines bisschen Nebenjob oder Selbstständigkeit, aber in ganz gemäßigtem Rahmen.)
 
PS: Die Erdarbeiten auf unserem Grundstück sind abgeschlossen. Der erste Schritt ist getan. Und ich halte hier unter diesem Dach keinen Tag länger aus als unbedingt nötig.

Samstag, 12. Januar 2013

4 Zähne und jede Menge Bau-Kram


Diese Woche bin ich kaum zum Lernen gekommen, da ich jede freie Minute mit irgendwem telefoniert habe. Tiefbauer, Stromversorger, Telekom, Installateure, Gemeindeverwaltung, Stadtwerke , usw. Immer wieder hin und her. Aber jetzt ist der erste große Hügel erreicht. Die Aufträge sind alle vergeben, nächste Woche findet ein „Baustellentermin“ statt, an dem alle beteiligten Firmen teilnehmen werden, und dann können die Erdarbeiten losgehen.
 
Zu Hause war aber auch ganz schön was los. Im neuen Jahr hat Fynn bereits vier neue Zähne bekommen – zwei davon sind Backenzähne. Und was soll ich sagen: ich brauche Schlaf! Die Nächte waren nämlich dementsprechend mal wieder extrem.
Aber die Tage dafür umso schöner. Nachdem er ja schon vor Weihnachten seine ersten vorsichtigen Schritte alleine gemacht hat, ist er in den letzten zwei Tagen gar nicht mehr zu bremsen und läuft die ganze Zeit durch die Gegend. Macht richtig Spaß ihm dabei zuzusehen.

Bei dem anderen  zu Hause – Teil (meiner Mutter) gab es gestern mal wieder eine Eskalation. In Bezug auf Fynn. Wir müssen einfach schneller bauen! So schnell wie möglich!!

Samstag, 29. Dezember 2012

DANKE !!

Hallo ihr Lieben Leserinnen und Leser,

ich hoffe, ihr hattet alle mehr oder weniger schöne Feiertage.
Bevor ich euch jetzt einen guten Start in das neue Jahr wünsche, möchte ich mich noch mal ganz herzlich bedanken: für eure Anteilnahme, für euer Interesse, für eure lieben und kritischen Kommentare, ..... und vor allem: das tatsächlich einige das Buch zum Blog gekauft haben! Wahnsinn - ich bin echt überrascht, als ich heute mal wieder die aktuellen Zahlen angesehen habe. Macht weiter so: empfehlen, verschenken, erzählen, ... ich freu mich!

Bis nächstes Jahr... :)


PS: hier noch mal der Link zum Buch bei Amazon

Montag, 24. Dezember 2012

Das Jahr 2012


Das erste Jahr, das für uns zu dritt begann war im Rückblick ein ziemlich schwieriges. Vor allem die ersten Monate. Fynn war immer noch sehr klein und hat immer noch sehr viel geweint und geschrien. Ende Januar waren dann die magischen ersten drei Monate vorbei und unsere Illusion, dass das Schreien und Weinen nach dieser Zeit auf hört, hat sich allmählich in Luft aufgelöst. Stattdessen kamen noch jede Menge andere Komplikationen wie Entzündungen, viele Arzt- und auch diverse kurze Krankenhausbesuche hinzu.

Mir ging es ehrlich gesagt, ziemlich schlecht in der ersten Jahreshälfte. Meine Kräfte waren am Ende, meine Nerven auch und mein einziges Lebensziel war es, den nächsten Tag zu überleben und dabei so gut wie möglich für Fynn und mich zu sorgen.

 
Im März wurde er getauft. Dies war trotz allem wirklich ein sehr schöner Tag, der auch wieder Hoffnung zum Weitermachen mit sich brachte.

Zusammen mit seine Paten (v.r. René, Beate, Tasi und Dennis), sowie natürlich Oma, Opa und Co sind wir nach dem Gottesdienst nach Wetzlar zum Brunchen gefahren. Fynn wollte zwar auch hier nicht schlafen (im Kinderwagen), aber dafür war er in der Kirche ruhig. J

Im April kam ein kurzer Hoffnungsschimmer: Uns wurde eine Mutter-Kind-Kur genehmigt. Viel Aufwand, mit so einem kleinen Baby für 3 Wochen die Koffer zu packen. Leider hat es sich auch gar nicht gelohnt, denn schon nach 5 Tagen wurden wir wieder nach Hause geschickt, da Fynn krank wurde und kein Kinderarzt im Haus war, usw. … (was für ein Zustand! – aber das ist eine ganz andere Geschichte)

 Da wir ja eine sehr konservative Familie sind ;-) kommt nach dem Heiraten und dem ersten Kind natürlich das eigene Häuschen. Obwohl wir ursprünglich weniger ernsthaft auf der Suche waren und auch eigentlich ein Haus kaufen wollten, haben wir uns dann noch relativ schnell dafür entschieden selbst zu bauen. Typisch wir: Manchmal muss man einfach aus dem Bauch heraus entscheiden. Das Grundstück sollte dann eigentlich auch eher Richtung Frankfurt oder zumindest an der Bahnstrecke nach Frankfurt liegen, aber das kleine Kaff A. hat uns dann doch auf den ersten Blick überzeugt. Die Planung konnte beginnen. Wie viele Samstage wir dieses Jahr in Bau- und Fachmärkten verbracht haben, wie viele Stunden wir über den Plänen und Kalkulationen gesessen haben, kann ich nicht zählen. Aber alle die, die selbst schon gebaut haben, werden es sich vorstellen können. Trotz allem bleibt die Vorfreude. Im Februar werden die Bodenarbeiten beginnen, im März wird das Haus gestellt und dann kann die Arbeit losgehen. (Den Innenausbau und die Außenanlage machen wir selbst.) Kathas optimistische Aussichten sind, dass wir im Juni einziehen, ich denke da eher an Herbst…

Bei mir wurde Ende April eine Schilddrüsenstörung festgestellt, die wohl auch mit der Grund war, warum es mir so schlecht ging und ich auch so enorm abgenommen habe (trotz täglichen Kalorienbomben). Als Konsequenz habe ich dann leider schon (nach sechs Monaten) früher als geplant angefangen abzustillen. Fynn ist natürlich auch weiter gewachsen und gediehen. Die ersten Zähne (mit vielen Tränen, Fieber und Schnupfen), das erste Mal als er sich selbst gedreht hat, den ersten Brei, den er gegessen hat,….
… und ja, er wurde tatsächlich ruhiger. Ungefähr mit einem halben Jahr, als er sich freier bewegen konnte, durch die Gegend robbte und seine Ziele selbst erreichen konnte.

Im Juni sind wir dann in unseren ersten Familienurlaub geflogen. Zwei Wochen Rhodos! Es war so schön. Fynn hat den Flug wesentlich besser überstanden als wir – er war ausgeschlafen, wir hatten die Nacht durchgemacht. Der Urlaub war für uns alle so bitter nötig und auch einfach wunderbar! Im Speisesaal hat der Zwerg zwar regelmäßig Terror gemacht, sodass wir oft getrennt Essen gegangen sind, aber dafür ist er eine absolute Pool-Ratte und hatte beim Plantschen mindestens genauso viel Spaß wie wir.

 Nach dem Urlaub wurde es dann auch schon Ernst, was den Umzug aus unserer Wohnung betrifft und somit auch eine neue Wohnungssuche. Es kam dann aber doch zu der Entscheidung, dass „Übergangsjahr“ bei meinen Eltern zu wohnen. Auch wenn dies mit ziemlich weiten Wegen zur Arbeit und zur Uni verbunden ist. Aber es ist ja nur vorübergehend... Der Umzug war dann auch mal wieder so typisch für uns: spontan eine Woche früher (weil ich es in dem Kisten-Chaos nicht mehr ausgehalten habe). Aber dank unserer wunderbaren Freunde, war es trotzdem machbar! DANKE


Der Sommer verlief danach erst mal etwas ruhiger und eher gewöhnlich mit viel Sonne und jeder Menge zum Entdecken.
Zumindest so lange man in einem Leben mit Kleinkind wie Fynn von „ruhig“ sprechen kann. Die vielen „Schübe“, Trotzphasen und sonstige schlechte-Laune-Tage versuchen wir einfach in der Erinnerung durch die Sonnenstunden zu überdecken.

Hier ging dann natürlich die Suche nach einer Betreuung für Fynn los. Besonders viele Alternativen gibt es hier ja leider nicht, aber wir haben trotzdem eine sehr gute Tagesmutter gefunden, mit der wir sehr zufrieden sind und bei der Fynn sich freut, wenn er zum Spielen hin darf. Einen Freund hat er auch schon gefunden: Julian. Mit ihm gemeinsam treffen wir uns inzwischen auch Nachmittags privat zum Spielen, Schwimmen und Quatsch-Machen.

Über Kathas Geburtstag (September) sind wir noch mal für 5 Tage weggefahren. Der Center Park an der Nordseeküste war genau die richtige Adresse um noch mal die Zeit zu dritt zu genießen und zu entspannen, bevor Katha ihre neue Stelle angefangen hat und für mich das Studium wieder (teilweise) losging.
Ganz kurz danach ging es dann auch schon tatsächlich los mit Kathas neuer Aufgabe. Das es hart wird, war uns allen klar, aber irgendwie war ich wohl doch etwas naiv und von den Ausmaßen überrascht. Sehr lange Arbeitstage, sehr viel Stress und von Abschalten leider auch kaum eine Spur. Aber wir kennen sie ja alle: da wird sich durchgebissen und ich versuche sie so gut ich kann dabei zu unterstützen. Was ein Glück, das wir eine Familie sind! ;) Bis zum Semesterbeginn war noch zwei Wochen länger Zeit, aber auch da wurde ich relativ bald desillusioniert. Mir war vorher klar, dass ich nicht im vollem Umfang weiter studieren werde, Fynn ist ja auch nur 3 Tage pro Woche Vormittags bei der Tagesmutter. Aber nach den ersten Wochen hat sich herausgestellt, dass es doch noch wesentlich weniger wird, als ich gedacht hatte. Nicht, weil es nicht möglich ist, Kind und Studium zu kombinieren. Einfach, weil mir der Preis dafür zu hoch ist. Jeden Abend bis um 24 Uhr am Schreibtisch sitzen ist möglich, aber die Energie fehlt mir dann irgendwann für Fynn (vor allem in Form von Geduld). Im Moment finde ich es einfach wichtiger und auch schöner meine Energie in die Zeit mit ihm zu stecken. Ihm die Welt zeigen und sie auch ein Stückchen wieder neu zu entdecken – mit seinen Augen. Deswegen habe ich das Pensum dieses Semester ein kleines bisschen reduziert und nächstes Semester werde ich einfach noch mal zu Hause bleiben. (Abgesehen von ein paar Tutoren-Jobs, damit etwas Geld in die Kasse kommt.)
 
Kurz vor Fynns erstem Geburtstag haben Katha und ich spontan entschieden, dass ich mit Fynn zusammen Oma und Opa für fünf Tage nach Berlin zu begleiten. Sonntagabend um 22 Uhr entschieden – Nachts heimlich und leise Koffer gepackt (trotz schlafendem Kind) und am Montagmorgen um 5 Uhr ging es los. War zwar doch etwas anstrengend (nicht zuletzt wegen Fynns „Phasen“), aber alles in allem ein sehr schöner Ausflug. Ich liebe Berlin! Und jetzt mit Kind und durch die vielen Familien-Cafés noch viel mehr. J Katha konnte in der Zeit zu Hause die ruhigen Nächte genießen und hatte zumindest nur einen Kindergarten (die Arbeit) zu betreuen.
Unser nie-schlafen-wollendes Kind hat übrigens die Reichstags-Besichtigung komplett verpennt. Pünktlich, als wir mit dem Fahrstuhl wieder runter sind, ist er aufgewacht.

Dann folgte der erste Geburtstag. Mit ganz vielen lieben Gästen haben wir den etwas größer gefeiert. Ist schließlich ein ganz besonderer. Außerdem hatten somit die vielen Kinder jede Menge Platz zum Toben und Bobby Car-Rennen-Fahren.

Jetzt neigt sich das Jahr so langsam dem Ende zu. Es war ein sehr schweres und anstrengendes Jahr. Nicht zuletzt auch wegen einiger privater Probleme, von denen ich jetzt nichts geschrieben habe. Aber ich gehe dennoch voller Zuversicht ins neue Jahr: wir haben uns, wir sind gesund, wir haben Träume, die wir uns versuchen zu realisieren,… alles andere schaffen wir auch! Wobei 2013 mit Sicherheit ein sehr arbeitsreiches Jahr werden wird, was ein Hausbau ebenso mit sich bringt. Aber die Vorfreude auf unser eigenes Häuschen ist auf jeden Fall riesen groß und wird uns sicher jede Menge Kraft und Ausdauer geben.

Fynn hat inzwischen seine ersten Schritte alleine gemacht und rennt uns wahrscheinlich bald davon. Ich bin schon sehr gespannt, was wir im nächsten Jahr mit Ihm alles erleben werden und voller Hoffnung, dass er irgendwann in der Zukunft durchschlafen wird.

Ich freue mich auf das nächste Jahr und auf jeden neuen Tag mit einer so wunderbaren Familie und ebenso tollen Freunden! Vielen Dank, dass es euch gibt!

Sonntag, 25. November 2012

Der Gute-Laune-Faktor


Gestern Abend waren wir auf einer Firmenfeier von Kathas Firma. (Endlich mal wieder zu zweit weg, auch wenn natürlich eine von uns -ich- fahren musste.) War recht spät, als wir nach Hause sind heute früh… Fynn hat bei Oma und Opa geschlafen und ich habe mir sogar den Luxus gegönnt nicht sofort aus dem Bett zu springen, als ich das erste Mal (nach drei Stunden Schlaf) die Augen kurz offen hatte. Nein, ich bin genüsslich liegen geblieben und einfach noch mal eingeschlafen. Was für ein Luxus! Aber ganz ehrlich: auch 1,5 Stunden später war ich nicht wesentlich fitter. Vor allem weil die Nacht davor noch kürzer war (weniger wegen Party, sondern mehr wegen Fynn). Ziemlich mies gelaunt und gefühlte 10 Jahre älter als gestern Abend bin ich also aufgestanden. Nach einer kräftigen Dusche war der Kreislauf wieder halbwegs in Gang und wir haben unseren kleinen Schatz geholt. Auf dem Weg zu ihm habe ich mich noch gefragt in welcher Ecke meines Körpers ich denn jetzt die Energie für den kleinen Racker finden soll. Aber was soll ich sagen: Kaum sehe ich ihn, schon erwachen meine Lebensgeister wieder zum Leben. Da ich für ihn ja sowieso immer gerne ein Lächeln aufsetze, wird das einfach zum Selbstläufer: Ich versuche ein fröhliches „Guten Morgen“ und ein halbwegs schiefes Strahlen, er strahlt ehrlich und herzlich zurück und schon wird aus meinem schiefen Lächeln ein echtes und die gute Laune inklusive der nötigen Energie ist wieder da.

OK, der nötige Kaffee und Espresso darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Aber ich bin ja auch keine 16 mehr ;)
 

Dienstag, 13. November 2012

Ich bin nicht die Beste


Nicht, das ich das jemals behauptet hätte. Aber versucht habe ich es doch immer! Immer die Beste zu sein und alles irgendwie super hinzubekommen (besser und mehr als andere).

Aber das bin ich nicht und das kann ich nicht. Ich glaube es wird mal Zeit realistisch zu sein: Ich bin nur mittelmäßig. Nicht super und schon gar nicht perfekt. Aber ich glaube, dass ist trotzdem OK. Ich gebe mein Bestes, alles was ich habe, mehr geht nicht.

 

Nein, ich schaffe die Sache mit Studium und Kind nicht so gut wie ich vorher dachte. Ich habe das letzte Mal Abends am Schreibtisch gesessen und gelernt, als wir in Berlin waren. Das ist drei Wochen her. Ich bin einfach Abends viel zu müde und fertig. Körperlich und mental. Ich weiß, dass es viele andere Studenten mit Kindern gibt, die das so machen. Ich weiß nur nicht wie. Vielleicht haben sie einfach mehr Power? Oder ruhigere Kinder? Keine Ahnung. Auf jeden Fall schaffen sie etwas, was ich nicht schaffe. Katha ist jetzt erst mal auf Geschäftsreise und somit fallen die nächsten Abende wohl lern-technisch auch flach, da ich natürlich dann Fynn-Dienst habe. Allgemein wollte ich (in meiner Vorstellung) Abends ab 19 Uhr am Schreibtisch sitzen, da wusste ich noch nicht, dass Katha oft erst gegen 19:30 Uhr nach Hause kommt.

 

Ich schaffe es noch nicht mal mehr Laufen zu gehen. Dabei tut mir da „eigentlich“ so gut. Wenn ich es dann wirklich mal schaffe mir die Schuhe zu schnüren und zu starten, dann geht mir schon nach 15 Minuten die Puste aus. Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinen Kräften völlig am Ende bin. Dabei verstehe ich gar nicht warum. Fynn ist kein Säugling mehr, ich stille nicht mehr, meine Schilddrüsenwerte sind wieder in Ordnung und lernen tu ich auch nicht so viel, wie ich eigentlich gerne würde. Wo ist meine Kraft hin?

Sonntag, 11. November 2012

Milde wird bestraft?


Letzte Nacht hatten Katha und ich nach langer Zeit mal wieder „sturmfrei“. Fynn hat ein Stockwerk tiefer bei Oma und Opa geschlafen. Und ich habe es tatsächlich geschafft bis kurz vor zehn im Bett zu bleiben und das Ausschlafen zu genießen. Die letzten Nächte und Wochen haben einfach zu viele Kräfte geraubt (+ die Entzündung und das Antibiotika, das ich nehmen musste).

 

Aber dann war meine Entspannung im Handumdrehen wieder weg, als ich runter zu meiner Mutter kam. Ich versuche mal zu zitieren:

Sie: „Hast DU so lange geschlafen? Was ist denn mit dir los?“

Ich: „Naja, ich hatte wohl einiges an Schlaf nachzuholen. Bin ja die letzten Wochen jede Nacht 1,5 bis 2 Stunden wach.“

Sie: „Und was machst du dann da?“

Fakt ist: Fynn hat mal wieder durchgeschlafen. Wie absolut jedes Mal, wenn er bei Oma und Opa schläft.

 

Ich weiß, dass meine Reaktion nicht erwachsen und vernünftig ist, aber ich bin wütend! Sauer, enttäuscht und verletzt.

Die logische Begründung meiner Mutter, warum dass bei Ihnen so ist und bei uns nicht, bzw. auch warum er bei uns viel mehr meckert und quengelt, als bei ihnen: Ich bin zu mild. Wenn ich ihm nicht so viel „durchgehen“ lassen würde, ihn nicht so schnell trösten würde, wenn er weint, ihn also auch einfach mal ein paar Minuten schreien lassen würde,… ja: dann wäre er bei mir garantiert auch viel pflegeleichter.
 
 

Freitag, 9. November 2012

normaler Wahnsinn - wahnsinnig normal


Diese Woche war mal wieder so was von unglaublich. Der ganz normale Wahnsinn also.

 

An einem Tag war Fynn so was von frech. Mein naives Ich konnte sich gar nicht vorstellen, dass kleine Kinder in diesem Alter schon gezielt frech sein können. Die sehen doch bei anderen immer so tapsig und süß aus.

Aber der Tag ging vorbei und der darauffolgende war gefüllt mit guter Laune und Spaß. Ist wohl normal. Ich habe schließlich auch manchmal schlechte Tage. Aber ich kann das meinen Mitmenschen wenigstens mitteilen, oder es begründen. Denke ich. Vermutlich begründe ich es nicht, und wenn doch, dann mit fadenscheinigen Gründen, die kein normal denkender Erwachsener verstehen kann. Aber ich. Für mich sind sie in dem Moment die absolute Wirklich. Wie viel mehr ist dann Fynn in seiner Wahrnehmung gefangen? Also sollte ich vielleicht ein bisschen mehr Verständnis aufbringen, wenn das absolute Lieblings-Spielzeug mal völlig uninteressant ist oder sogar zum Weinen anregt.

 

An manchen Tagen hat er nur eine halbe Stunde geschlafen und alle anderen Versuche mit lauten Geschrei beantwortet, an anderen Tage hat er sogar zwei Mal für 1,5 Stunden geschlafen. Aber auch das ist wohl normal.

 

Warum ich allerdings noch nicht im Bett liebe, sondern schreibe, aufräume, Dinge erledige,… das ist wohl nicht normal. Denn die Nächte sind immer noch unverändert. Das Aufstehen fällt mir jeden Morgen schwerer. Mir. Fynn hat damit leider keine Probleme, was wiederum normal zu sein scheint.

 

 

Heute war auf jeden Fall ein sehr schöner Tag. Nachdem ich wochenlang versucht habe mehr Kontakte zu knüpfen und mich ab und zu mit anderen Mütter zu treffen, wurde ich die letzten beiden Tage echt überrascht. Eine Freundin möchte sich mit uns in der kommenden Woche Nachmittags zum Spielen treffen, eine andere zum Frühstück. Als ich Fynn heute von der Tagesmutter abgeholt habe, hat mich die Mutter von Fynns „besten-TaMu-Freund“ angesprochen, ob wir uns nicht mal mit den Kindern privat verabreden wollen, da sie noch nicht so viele Kontakte hier in der Gegend hat. Also waren wir heute zusammen im Schwimmbad. – Hier hat sich mal wieder der normale Wahnsinn gezeigt: in meinem Bemühen genügend Handtücher, Bademäntel und Wasserspieltiere einzupacken, habe ich aus Versehen die Feuchttücher mit den Windeln verwechselt. Wir hatten also zwei Packungen Feuchttücher aber keine einzige frische Windel dabei. – Aber ich habe mich geoutet und einfach ganz laut durch die Umkleidekabinen gerufen, ob irgendwer eine Windel zu viel dabei hat. (Vorher war eine Kleinkindergruppe im Wasser, die Chancen waren also hoch.)

 

Und dann haben wir nach dem Schwimmen tatsächlich noch den Nachmittag genossen. Wie? Die andere Mutter fragte, ob wir nicht noch einen Cappuccino trinken und frische Waffeln essen wollen. Meine ehrlich erstaunte Antwort: „Hält dein Kleiner dabei etwa ruhig? Ist ihm das nicht zu langweilig?“ Ihre, vermutlich ebenso erstaunte Antwort: „Wenn er Waffeln essen kann? Ich teile sie einfach mit ihm.“ Oh. So einfach kann das sein. Ich habe meine Waffel nicht mit Fynn geteilt (weil ich immer noch versuche Zucker zu meiden), aber er hat eine Banane aus unserer Tasche bekommen und war erst mal zufrieden. Natürlich konnten wir nicht stundenlang sitzenbleiben und klönen, aber für einen gemütlichen Cappu hat es tatsächlich gereicht und eine Verabredung für nächste Woche ist auch gleich entstanden. Manchmal muss man es einfach fliesen lassen… Und an so Tagen die so gar nicht gut laufen, daran denken, dass sie irgendwann vorüber gehen. Und irgendwann wird Fynn dann auch bestimmt durchschlafen…

Dienstag, 6. November 2012

Was kommt nach dem 10. NEIN?


Ja, heute ist mal wieder einer der schwierigeren Tage. Meine Geduld ist schon jetzt (am späten Mittag) ziemlich aufgebraucht. Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass ich krank bin und meine Kräfte nicht ganz so im Überfluss vorhanden sind.

Außerdem sind die Nächte immer noch sehr anstrengend. Ich habe sogar das Gefühl, dass es von Nacht zu Nacht schlimmer wird. Das kann aber auch eine subjektive Wahrnehmung aufgrund des Schlafmangels sein.

 

Abgesehen davon, dass Fynn zwar Abends schon fast im Sitzen einschläft, im Bett aber sofort zu Schreien beginnt, wacht er jede Nacht auf. Das Aufwachen alleine ist nicht das Problem, sondern das Weinen. Er scheint sich kaum zu beruhigen und wenn er sich mal beruhigt hat (durch Tragen, Laufen, pschscht-machen, Streicheln, Singen, gut zu Reden,…) dann fängt er nach einer Minute ganz plötzlich wieder an in voller Lautstärke zu Schreien. Ich weiß einfach nicht warum. Seit knapp 2 Wochen geht das nun so (mit der Ausnahme von einer ruhigen Nacht).

 

Aber zurück zu heute: Viel Weinen und Schreien auf der einen Seite (Fynn), viele Nein’s auf der anderen (ich). Selbst mein Versöhnungsversuch, ihn zu baden – was ihm eigentlich tierisch Spaß macht und zudem auch zufällig dringend nötig war – ist gescheitert. Auch in der Wanne gab es nur bittere Tränen und das arme Wasserspritztier wurde wütend in die Ecke geworfen. Von dem Versuch ihn danach zum Mittagsschlaf hinzulegen, erzähle ich lieber erst gar nicht… kann sich sicher jeder denken, wie das ausging.

 

Wie bringt man sein Kind dazu auf ein Nein zu hören? Ich bekomme immer wieder gesagt, dass ich ihm mal auf die Finger hauen soll, damit er es „begreift“. Finde ich aber keine gute Idee und denke auch nicht, dass das der richtige Weg ist. Aber was sonst? Ich sage 10, 20 oder auch 30 mal Nein, aber er reagiert nicht. Ok, manchmal reagiert er schon: mit einem frechen Grinsen und einem Blick der mir klar macht, dass er ganz genau weiß was er gerade tut. Laut werden ist dann leider meine Reaktion irgendwann – aber auch das ist mindestens genauso schlecht wie Schlagen, finde ich.

Habt ihr irgendwelche Tipps? Es geht ja nicht nur um die Dinge die er nicht darf (wie z.B. die vollen Windeln aus dem Mülleimer holen und durch die Gegend werfen), sondern auch um die Dinge die gefährlich sind (wie z.B. einen großen Kleiderständer umwerfen). Wir haben unsere Wohnung schon sehr kindersicher, haben vieles in Boxen verpackt, weder Bücher noch Pflanzen oder Deko rumstehen… (was andere Eltern mit Kindern in dem Alter sehr wohl haben), aber ich kann und will auch nicht alles vermeiden. Er muss es ja irgendwie lernen…

Sonntag, 28. Oktober 2012

Kindergeburtstag


Oh mein Gott!
Ich habe ja schon viel davon gelesen und gehört, aber SO habe ich es mir doch nicht vorgestellt. Fynns erster Geburtstag ist so gut wie vorbei und ich bin absolut platt. Eigentlich kann ich kaum noch die Augen offen halten, wenn da nicht das Problem wäre, dass Fynn selbst so aufgedreht ist, dass er gar nicht schlafen möchte.

Es war sehr anstrengend (vor allem auch meine Eltern in den letzten Tagen seit/nach Berlin), aber wir sind auch selbst daran Schuld. Wir wollten diesen ersten, ganz besonderen Geburtstag nicht nur mit Oma, Opa und Paten feiern, sondern haben dazu auch noch 4-5 Freunde eingeladen und schon waren wir bei 20 Erwachsenen mit 7 Kindern (zwischen 4 Woche und 4 Jahren).

Das ganze davor und danach, vom Essen zubereiten und Tische decken bis zum Putzen und Spülen, war natürlich viel, aber es hat sich gelohnt. Es war ein schöner Tag, ich hoffe für uns alle. Und ganz bald werden wir hoffentlich alle schlafen. Das Problem mit den vielen Essensresten löse ich ganz einfach: in den nächsten Tagen lade ich einfach nach und nach Freunde mit Kindern zum Frühstücken oder Kaffee-Trinken ein, so komme ich in Kontakt und das Essen findet Verwendung. ;)

Aber eines verwundert mich doch immer wieder: ich weiß ja inzwischen, dass unser Fynn eine Ausnahme war und das es viele "pflegeleichtere" Kinder gibt. Aber heute hat es mich doch wieder überrascht: von beiden Babys (4 bzw. 17 Wochen alt) hat man eigentlich so gar nichts gehört. Die haben geschlafen, getrunken oder auch einfach nur alleine auf einer abdecke rum gelegen. Einfach so. Wahnsinn! So einfach kann ein Leben mit Baby auch sein! Vielleicht ist das ja für alle die noch keine Kinder haben eine Ermutigung ;) - oder für andere eine Hoffnung, dass es beim nächsten einfacher wird. *lol*