Über mich
- mama to go
- Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de
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Samstag, 16. November 2013
Vollgas und Vollbremsung
Nur noch wenige Tage bis zur Kur und ich versuche so langsam etwas runter zu fahren. Auch wenn es irgendwie so scheint, als wären noch tausend Dinge zu erledigen, bevor wir fahren. Ich habe zum Glück noch rechtzeitig gerafft, dass es keinen Sinn macht wochenlang mehr als 100% zu geben, immer mit dem Argument: "wir fahren ja bald auf Kur". Sich vor der Kur noch mal mehr zu verausgaben als sowieso im Alltag, weil ja dann die Erholung kommt, funktioniert nicht. Wenn man wirklich Vollgas fährt kommt man schließlich auch mit einer Vollbremsung nicht sofort zum stehen. Auch wenn man sich noch so sehr bemüht, es gibt einen Bremsweg. Es wird Zeit brauchen in der Kur anzukommen, es wird Zeit brauchen bin Fynn sich an die neue Umgebung und die vielen fremden Menschen gewöhnt, es wird Zeit brauchen bis ich meinen funktionieren-Modus ein kleines bisschen runterfahren kann und "nur noch" mich und Fynn versorge. (Kein Job, kein Essen kochen, nur ein bisschen "Haushalt", kein Studium,... All das hat Pause.) Deswegen versuche ich schon in den letzten Tagen zu Hause alles etwas zu entschleunigen. Ist ganz schön schwer! Aber tut auch jetzt schon gut - immer nur Vollgas ist eben echt anstrengend. Also fahren wir jetzt langsam und gemütlich Richtung Borkum und haben so hoffentlich nur noch einen kurzen Bremsweg wenn wir da sind.
Mittwoch, 6. November 2013
Kindergeburtstag 2.0
Mal wieder soooooo viel los hier. Nur noch zwei Wochen, bis
Fynn und ich um diese Uhrzeit schon auf dem Weg nach Borkum sein werden. Ich
freue mich so! Auch wenn ich die Welt-größte-frier-Katze bin, freue ich mich
trotzdem sehr darauf mir den Wind um die Ohren pusten zu lassen. Habe mir extra
eine neue – ganz dicke! – Winterjacke gekauft. : )
Aber erst mal langsam: Letzte Woche wurde Fynn 2 Jahre alt. Ist
das zu glauben? Schon zwei Jahre! So lange ist es her, dass ich mit einer
dicken Kugel durch die Gegend gewatschelt bin? Aber auf der anderen Seite,
denke ich auch: Erst seit zwei Jahren leben wir dieses Leben-mit-Kind? Wenn ich an die Zeit „davor“ zurückdenke,
kommt es mir vor wie aus einer anderen Welt. So unrealistisch, so
unvorstellbar.
Den Geburtstag-Tag haben wir ganz in Ruhe und zu dritt
verbracht. Nichts Besonderes gemacht, einfach nur die Zeit zusammen genossen.
Natürlich mit Geschenken, einem Geburtstaglied und alles was dazugehört. Aber die
„Party“ war erst am Samstag. Und genau so, kam mir die Geburtstagfeier im
Nachhinein auch vor. Wie eine wilde Party in Jugendzeiten. Wir haben Samstagabend,
nachdem die letzten Gäste gegangen sind und Fynn von all dem Trubel so
aufgedreht war, dass an Schlaf noch nicht zu denken war, noch ganze zwei
Stunden aufgeräumt und sauber gemacht. Trotzdem haben wir am nächsten Morgen
(nach einer SEHR unruhigen Nacht) noch weitere drei Stunden gebraucht. Alleine
fünf Mal lief unsere Spülmaschine, überall auf dem Boden (und unter dem Sofa)
waren Kuchenkrümel und Nudel-Reste zu finden. Eine Party mit Kleinkindern ist
definitiv wilder als eine in Jugendzeiten oder hinterlässt zumindest mehr Dreck.
*lach*
Aber das war es wert. Zumindest teilweise. Fynn hatte viel
Spaß und ich denke, die anderen Kinder auch. Fynns „bester Freund“ war mit
seinen Eltern da und seine Paten natürlich auch (wovon einer ebenfalls zwei
Kleinkinder mitgebracht hat). Die waren auch echt entspannt. Es war natürlich
laut und viel Rummel, aber es wäre eine sehr nette Runde gewesen. Wenn… Ja:
wenn da nicht die liebe Familie gewesen wäre. Primär meine Eltern! Es war ein Desaster.
Sie haben sich so unmöglich benommen, dass es nicht nur uns aufgefallen ist,
sondern sich auch andere Gäste im Nachhinein beschwert haben. Ja, wirklich
beschwert.
Ich habe schon nach dem Dresden-Abenteuer verkündet, dass
ich auf Abstand gehen will, das habe ich auch wirklich versucht, aber sie
lassen es kaum zu. Sie überschreiten immer wieder so penetrant alle meine /
unsere Grenzen. Mich / uns halbwegs davor zu schützen kostet enorm viel Kraft.
Es ist ein dauerhafter Kampf. Und das ist es mir jetzt einfach nicht mehr wert.
Ich brauche meine Kraft im Moment für das Pensum an Arbeit (muss die Kur-Wochen
ja raus-arbeiten), dem Studien-Modul und Fynn. Außerdem habe ich es tatsächlich
gewagt mich mit meinen Basteleien-Selbstständig zu machen (dazu schreibe ich
das nächste Mal mehr).
Ich habe versucht mit meiner Mutter zu reden, aber stoße nur
auf Ignoranz und Unverständnis. Also ziehe ich jetzt meine Konsequenzen. Bis
zur Kur gibt es nur noch ein absolutes Minimal-Maß an Kontakt. Fynn darf sie
zwar natürlich trotzdem noch mal besuchen, aber wenn sie sich auch im Umgang
mit ihm nicht ändern, wird das auch minimalisiert. Es reicht! Dafür klingelt
mein Wecker jetzt dreimal pro Woche noch früher. Zwischen 4:00 Uhr und 4:30 Uhr,
damit ich eine Stunde später im Büro sitze und Fynn Mittags selbst bei der
Tagesmutter abholen kann, aber diesen Preis nehmen, zwar sehr müde, aber
dennoch gerne in Kauf. Es geht schließlich um das wohl MEINER Famile – um die
beiden liebsten und wichtigsten Menschen in meinem Leben (und um mich).
Freitag, 27. September 2013
I'm soooo sorry
Es tut mir sooooo leid!
Ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen in den letzten Tagen - und sogar schon Wochen.
Ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen in den letzten Tagen - und sogar schon Wochen.
Die erste große Erkältungswelle haben wir schon hinter
uns (alle drei) und mein Praxisphasenbericht fürs Studium ist abgegeben. Wieder
zu arbeiten ist irgendwie komisch. Ich denke dann ständig, wie gerne ich doch
lieber mit Fynn auf dem Spielplatz wäre. Dabei hat sich seine NEIN-Trotzphase
gerade auf ein neues extrem-Level gesteigert. Aber es sind ja nur 16 Stunden
pro Woche und der Vertrag läuft nur noch zwei Wochen. Wer weiß, ob er
verlängert wird. Das Leben ist halt kein Ponyhof. ;) Aber trotzdem schön!! Auch
wenn mich Fynns genereller Trotz manchmal zur Weißglut bringt, oft bringt er
mich auch zum (inneren) lächeln und wärmt das Herz. Da sage ich zum Beispiel irgendwas,
was er eigentlich mag, wie: "komm, wir essen einen Apfel." und
bekomme als Antwort ein lautes NEIN. Dann geht es 2-3 mal mit NEIN und DOCH hin
und her, bis er mich böse anguckt. Mund zusammengepresst, Augenbrauen steil
nach oben, tiefer Blick in meine Augen. Kein Wimpernzucken. Eine
Herausforderung zum Duell. Ich nehme die Herausforderung an. Innerlich
strahlend und stolz, aber nur heimlich. Es ist jedes mal zu 100% ein Blick in
den Spiegel. Dieser kleine sture Trotzkopf, der immer seinen Dickkopf durchsetzen
will, auch wenn er dadurch aus Sturheit das ablehnt, was er eigentlich möchte -
das bin so absolut ich. Natürlich lass ich ihm den Trotz nicht immer durchgehen
und versuche ihm zu zeigen, dass es auch anders geht. Aber ein bisschen stolz
bin ich trotzdem auf ihn. ;)
Außerdem bin ich sehr froh, dass Fynn so ein draußen-spiel-Kind ist. Ganz egal welches Wetter, er will immer raus! Das freut mich! Weil es gesund ist und weil ich dadurch auch raus komme ;)
Samstag, 31. August 2013
Rollenspiele
Das Leben kann so Zucker-süß sein! Da Fynn ja fast jeden
Morgen pünktlich um 6 Uhr aufwacht, haben wir heute Morgen schon wahnsinnig
viel erledigt. Zwei Runden Wäsche gewaschen, gespült, gewischt, gesaugt,
geputzt und einen Großeinkauf gemacht. Um 9:30 Uhr waren wir beide satt (die
Mama mit Koffein gedopt) und das Haus ordentlich und blitz-blank sauber. Jetzt kann das sonnige Wochenende kommen.
Aber der Vorteil von so einem Frühaufsteher-Kind ist nicht
nur, dass wir schon früh mit allem fertig sind. Im Supermarkt war noch gar
nichts los, keine Schlange an der Kasse, kein Warten beim Bäcker. Wir hatten
freie Fahrt und freie Auswahl. Außerdem hat Fynn schon so richtig ein bisschen
mitgeholfen beim Aufräumen und kam alle paar Minuten zum knuddeln oder für ein
Küsschen zu mir gelaufen. Wir sind echt unzertrennlich im Moment. Und dann war
da noch dieser herrliche Moment: Fynn spielt in seinem Zimmer und ich bin
nebenan im Schlafzimmer mit dem Staubsauger zugange. Als ich mal rüber schaue,
was der Kleine macht, wäre mein Herz mal wieder fast geplatzt vor Freude und
Liebe. Da sitzt mein Junior auf dem Boden, vor ihm liegt seine Puppe (mit dem
Namen Bud). Er hat der Puppe die Hose ausgezogen, sich einen Waschlappen
genommen und die Puppe „unten rum“ sauber gemacht. Dann nimmt er sich eine
Windel aus dem Regal und will sie wickeln. Voller Führsorge und ganz vorsichtig
macht er das. Sooooooo ein schöner Anblick. Hilfe, mein Kind wird groß! : )
Wünsche euch ein schönes Wochenende!!
Dienstag, 20. August 2013
gießen, genießen, genießen
Das Leben ist einfach so schön, so schön, so schön! Ich
komme aus dem Staunen und genießen gar nicht mehr raus. Seit letzter Woche habe
ich jetzt zwar vorübergehend mal wieder einen kleinen Job, der nicht ganz so
viel Spaß macht, aber sonst ist alles einfach PERFEKT. Naja, nicht perfekt,
aber herrlich unperfekt und schön!
Die beiden Büro-Tage letzte Wochen kamen mir sooooo lange
vor. Nicht, weil die Arbeit so ätzend oder anstrengend war, sondern weil ich
Fynn so sehr vermisst habe. Es kommt mir so vor, als würde ich ihn mit jedem
Tag mehr lieben. Immer wieder könnte ich einfach platzen vor Glück, nur weil er
gerade irgendwas lustiges / süßes macht, tapsig durch die Gegend flitzt oder
mit mir kuscheln möchte. Ich habe echt ein absolutes Luxus-Leben. Eine
wunderbare Frau, ein tolles zu Hause, nette Nachbarn und ein unbeschreibliches
Kind. Natürlich haben Katha und ich auch mal Streit und Fynn macht auch nicht
nur das, was er darf – ganz im Gegenteil und die Hausarbeit versuche ich auch
alleine zu schaffen. Aber mir geht es so gut, ich bin so gelassen und voller
Liebe. Man klingt das kitschig!! : ) Muss ja selbst gerade mal laut lachen.
Aber es ist so. Die Zeit mit Fynn macht mir gerade so viel Spaß, dass ich mittags
(wenn er schläft) gar keine Pause oder Auszeit brauche. Ich habe gar kein
Bedürfnis mit mal auszuruhen, hinzusetzen oder zu lesen. Ich hatte ja
schließlich schon den ganzen Vormittag Spaß beim Bobby Car-fahren (Vorsicht:
Muskelkater!) und auf dem Spielplatz. Also kann ich mittags voller Energie an
den Schreibtisch und Uni-Sachen machen.
Genießen, genießen, genießen. Daraus besteht mein Leben im Moment
und ich habe ein ganz kleines bisschen ein schlechtes Gewissen, dass es mir so
gut geht und anderen nicht… aber mit schlechtem Gewissen lässt es sich nicht
gut genießen, also vergesse ich es schnell wieder. Ich versuche trotzdem
anderen unter die Arme zu greifen und zu Helfen – das ändert ja an meiner
Freude nicht. Ich schöpfe ja sozusagen aus der Fülle.
Mittwoch, 14. August 2013
manchen Luxus muss man sich einfach gönnen, wenn er sich anbietet
Kaum schreibe ich, dass ich hoffe, meine Meinung wegen dem „Urlaubssemester“
nicht mehr zu revidieren… schon ruft eine Tagesmutter an mit der freudigen
Nachricht, dass sie unerwartet einen Platz ab 1. September frei hat. Wir könnten
also JETZT mit der Eingewöhnung beginnen. Ich bin heute Vormittag mit Fynn zu ihr
gefahren, um mir die TaMu und die Rahmenbedingungen noch mal anzusehen. Warum?
Ganz einfach: weil ich immer noch denke, dass vom Prinzip her eine Tagesmutter mit
5 Kindern eine bessere Betreuung ermöglichen kann als eine Kindergartengruppe
mit 20 Kindern.
Sondern etwas ganz anderes. Fynn hat heute Nachmittag seinen Sand-Eimer in die Handgenommen, mir gewunken und "Dau!" ["Tschau"] gerufen. Dann ist er los, am Bobbycar vorbei "Auto-Dau!", an seinem Ball vorbei "Bai Dau!" und dann noch der Bagger "Baga Dau". Kurz danach dreht er sich um und kommt zurück und sagt: "Fynn da." Wie herrlich! Es macht soooo Spaß ihm in seiner Entwicklung zu beobachten und zu begleiten. Unvorstellbar. Diese Liebe und dieses Glück. Ganz subjektiv betrachtet ist Fynn der absolut süßeste kleine Knirps den ich kenne. ;)
Und genau diese Momente haben meine Entscheidung wieder bestätigt bzw. mich neu dafür entscheiden lassen, noch länger zu Hause zu bleiben. - Diesen Luxus gönne ich uns : -)))
Ich war also da und bin nun wieder neu vor der Entscheidung,
wie es weitergeht. Die TaMu ist nett und wirkt sehr kompetent, sie hat
jahrelange pädagogische Erfahrung, die Wohnung ist schön hell und sauber,
einen Balkon gibt es auch. Ansonsten war
der erste Eindruck: zwei Katzen in der Wohnung – natürlich mit vielen
Katzenhaaren, ist aber kein absolutes Ausschlusskriterium. Der Umgang mit den
Kindern – hmpf… kann es nicht genau bennenen warum, aber irgendwas hat mich
gestört. Vielleicht lag es aber auch nur an der Beobachtungs-Position. Und mir
ist selbstverständlich durchaus bewusst, dass es viele Wege gibt...
Aber jetzt noch mal zum Grundsatz: es gibt ja folgende zwei
Optionen
1.
Fynn kommt jetzt zu einer Tagesmutter und bleibt
da bis er 3 Jahre alt ist, ich kann also auch jetzt weiter studieren. Er ist in
einer kleinen Betreuungsgruppe, in der er gut versorgt wird. Die Kinder sind
aber auch alle maximal so alt wie er oder jünger, die Spielsachen eigentlich
auch mehr für kleinere Kinder. Es gibt einen Balkon, da können sie an die Luft,
aber nicht raus zum rennen, toben und kletter (was Fynn total gerne macht und
ich auch sehr wichtig finde)
2.
Ich bleibe das nächste Semester wie geplant zu
Hause und Fynn geht ab Dezember in den Kindergarten. Da könnten wir die Zeiten
langsam steigern, bis ich dann im März wieder zur Uni muss. Er wäre aber eben in
einer Gruppe mit 20 Kindern (bei nur 3 Betreuern), von denen 15 Kinder
zwischen 3 und 6 Jahre alt sind. Ein
paar der Kinder kennt er aber schon. Und es gibt einen ganz großen Garten mit vielen
Kletter-, Spiel- und Tobemöglichkeiten.
Von den Kosten wäre der Kindergarten mehr als doppelt so
teuer, aber das soll auf keinen Fall ein Entscheidungsgrund sein!
Donnerstag, 25. Juli 2013
überall Abenteuer
So, und nun mal etwas mehr Text zu den letzten Tagen.
Eigentlich sind die Klausuren trotz der Umstände ziemlich gut gelaufen. Zwei
Noten sind noch offen, zwei weiß ich schon. Ja, über eine davon ärgere ich mich
(2,9) aber dafür freue ich mich über die andere (1,0). Bei den beiden die noch
offen sind, habe ich auch ein sehr gutes Gefühl. Aber eigentlich ist das jetzt
erst mal egal. Wichtig ist: dieses unglaubliche Semester ist VORBEI.
Montag, 15. Juli 2013
MÜÜÜÜDEEEEE
Ich bin müde.
Am Ende.
Einfach kaputt.
Unser armer, keiner Schatz ist (ihr ahnt es sicherlich schon) wieder krank. Mittelohrentzündung und Bindehautentzündung. Das ganze mit 39,5 Grad Fieber.
Er tut mir so leid. Immer und immer wieder ist er so krank.
Ich habe Klausurwochen. 3 Klausuren schreibe ich diese und nächste Woche. Gott sei Dank, können meine Eltern zweimal als Babysitter einspringen. Zum Lernen bleibt nur leider keine Zeit mehr. Tagsüber ist er kaum von meinem Arm zu bekommen und die Nächte ... *gähn* ... erwähne ich lieber nicht.
Ich werde die Klausuren schreiben. Ich versuche es. Aber wenn ich nicht alle drei bestehe oder nicht mit einer 1 vor dem Komma, dann ist das ABSOLUT in Ordnung. Ich habe keine Kraftreserven mehr also nutze ich alle verfügbare Energy für Fynn! Mit viel Kaffee überstehen wir auch das irgendwie.
Am Ende.
Einfach kaputt.
Unser armer, keiner Schatz ist (ihr ahnt es sicherlich schon) wieder krank. Mittelohrentzündung und Bindehautentzündung. Das ganze mit 39,5 Grad Fieber.
Er tut mir so leid. Immer und immer wieder ist er so krank.
Ich habe Klausurwochen. 3 Klausuren schreibe ich diese und nächste Woche. Gott sei Dank, können meine Eltern zweimal als Babysitter einspringen. Zum Lernen bleibt nur leider keine Zeit mehr. Tagsüber ist er kaum von meinem Arm zu bekommen und die Nächte ... *gähn* ... erwähne ich lieber nicht.
Ich werde die Klausuren schreiben. Ich versuche es. Aber wenn ich nicht alle drei bestehe oder nicht mit einer 1 vor dem Komma, dann ist das ABSOLUT in Ordnung. Ich habe keine Kraftreserven mehr also nutze ich alle verfügbare Energy für Fynn! Mit viel Kaffee überstehen wir auch das irgendwie.
Donnerstag, 4. Juli 2013
13 Dinge die mein Leben bunt machen
Der Stress und Druck
wächst. Erst Klausur ist gut gelaufen. Zum Lernen bleibt jetzt aber keine Zeit
mehr. Wir stehen Abends bis 24 Uhr an der Baustelle / dem Haus und sind rund um
die Uhr aktiv. Völlig fertig, nur noch letzte Kraftreserven. Fynn sehen wir
leider auch wesentlich weniger als mir lieb wäre. Deswegen habe ich heute
einfach mal „blau“ gemacht und ihn auch nicht zur Tagesmutter gebracht.
Zusammen haben wir einen schönen und relativ entspannten Vormittag verbracht.
Dabei habe ich zwar fleißig Kisten gepackt, aber er fand es total lustig die
Kisten wieder auszupacken, durch die Zimmer zu schieben oder sich darin zu verstecken.
Also hatten wir Spaß und vor allem: keine Anspannung für ein paar Stunden! Das
macht mich gerade so glücklich, dass ich mal ein paar Punkte aufschreibe, die
mein Leben im Moment bunter machen:
- Ich brauche morgens (fast) nie einen Wecker, da mich mein Sohn (fast) immer pünktlich um 6 Uhr weckt.
- Ich habe immer eine Ausrede in den Drogeriemarkt zu gehen: Windeln, Kinder-Shampoo, etc - Und nebenbei findet sich meistens auch irgendwas für Mama.
- Ich habe gut trainierte Oberarme – zumindest einen: den rechten.
- Fynn freut sich, wenn ich singe! Er klatscht und tanzt und es stört ihn gar nicht, dass da fast nur schiefe Töne rauskommen.
- Ich habe immer einen guten Grund Lego oder sonstige lustige und alberne Dinge zu spielen.
- Ich muss nie Angst haben, dass ein Tag langweilig werden könnte.
- Niemand findet es verwunderlich, wenn ich mit meinem Kind auf dem Spielplatz spiele und Sandburgen baue.
- Ich genieße regelmäßig ein kostenloses Fußpeeling in Form von Bauklötzen, Rennautos und sonstigem Kleinkram.
- Niemand schaut mich komisch an, wenn ich mit mir selbst rede. Das habe ich bestimmt gerade Fynn erzählt. ;)
- Keine Zeit oder kein Geld für Urlaub? Macht nichts, der Sand (aus dem Sandkasten, kann man aber auch für Strand halten) ist sowieso überall: in Schuhe, Hosentaschen, Geldbeutel, Labelloverschluss, …
- Ich entdecke die Welt jeden Tag neu. Es gibt soooooo viele unterschiedliche Steine, Gras kann kitzeln, wenn man den Wasserbecher umdreht wird man nass und vieles mehr.
- Regen ist eigentlich tooootaaal super: so viele Pfützen und Matsch!
- Ich werde (fast) jederzeit herzlich umarmt oder geküsst (sabbernd), wenn ich darum bitte!
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Mittwoch, 26. Juni 2013
kurze Zwischenmeldung
Nach der langen Krank-Phase war Fynn heute das erste Mal
wieder bei der Tagesmutter. Leider hat die dann heute Nachmittag angerufen und
mitgeteilt, dass sie eine ansteckende Bindehautentzündung hat. (hoffentlich hat
er sich nicht wieder angesteckt!!)
Betreuung fällt also morgen aus. – Blöd, da ich nicht nur
eine Tutorenstunde halten muss und einen Pflichttermin im Labor habe, ich schreibe auch nachmittags die
erste Klausur für dieses Semester!
Also wieder mal alle Hebel in Bewegung setzten und eine Ersatz-Betreuung
suchen. Ist Gott sei Dank geglückt. Danke, dass mein Leben nicht langweilig
wird ;)
Sonntag, 23. Juni 2013
Optionen
Fynn ist immer noch krank. Die Bindehautentzündung ist zwar
besser, aber noch nicht weg und letzte Nacht hat er sich leider auch wieder
übergeben. Der arme Zwerg. Er tut mir so leid, aber außer ihn im Arm zu halten
und zu trösten kann ich nicht viel tun. Ich hoffe sehr, dass er bald wieder fit
ist.
Wobei auch nach wie vor – im Moment gerade wieder ganz stark
– die Frage im Vordergrund steht: will ich das überhaupt? Ich bin mir da immer
noch nicht sicher und habe mich noch nicht entschieden. Wenn ich mit anderen Studierenden mit Kind,
oder überhaupt mit jungen Müttern, spreche, dann lasse ich mich immer wieder
anstecken von dem Gedanken, dass das mit der richtigen Betreuung gut zu
kombinieren ist und den Kindern auch gut tut. Und ich sehe und erlebe ja auch,
dass sie dadurch keine „schlechten Mütter“ sind und die Kinder glücklich und
zufrieden sind. Aber dann gibt es eben auch noch mein Bauchgefühl, dass mir
sagt, ich sollte für Fynn da sein. Ja, er freut sich auf die anderen Kinder bei
der Tagesmutter und er freut sich auch, wenn er Zeit mit seinen Großeltern
verbringen kann. Aber trotzdem ist das hin- und herpendeln doch auch immer
wieder Stress. Positiver Stress, aber es bleibt belastend/anstrengend. Und dann
gibt es auch noch ganz rational die Argumente, dass er einfach empfindlich und
so viel krank ist (was für ihn natürlich schlecht ist, aber was auch einen „normalen“
Studienverlauf unmöglich macht) und dass er durch den Umzug ja auch wieder eine
große Veränderung vor sich hat. Der Baustress wird wegfallen, Katha und ich
werden (hoffentlich) wieder entspannter sein, aber es ist eben auch eine völlig
neue Umgebung, neue Eindrücke, neue Nachbarn und vor allem wird aus dem
6-Personen-Haushalt wieder ein 3-Personen-Haushalt, also auch wieder andere
Alltagsstrukturen und wesentlich weniger Kontakt zu Oma und Opa.
Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Es gibt positive
Ergebnisse bei er Tagesmutter-Suche. Im Moment sogar zwei Optionen. Einen für
sofort (? Ist aber etwas merkwürdig und es gibt nicht wirklich viel Platz zum
Spielen und Toben – also fällt die Option eigentlich schon wieder weg) und eine
zweite ab September. Das würde mit dem Wintersemester-Anfang ganz gut passen,
nur ob ich dann für August und September den Job annehmen kann, weiß ich noch
nicht.
Wobei auch nach wie vor – im Moment gerade wieder ganz stark
– die Frage im Vordergrund steht: will ich das überhaupt? Ich bin mir da immer
noch nicht sicher und habe mich noch nicht entschieden. Wenn ich mit anderen Studierenden mit Kind,
oder überhaupt mit jungen Müttern, spreche, dann lasse ich mich immer wieder
anstecken von dem Gedanken, dass das mit der richtigen Betreuung gut zu
kombinieren ist und den Kindern auch gut tut. Und ich sehe und erlebe ja auch,
dass sie dadurch keine „schlechten Mütter“ sind und die Kinder glücklich und
zufrieden sind. Aber dann gibt es eben auch noch mein Bauchgefühl, dass mir
sagt, ich sollte für Fynn da sein. Ja, er freut sich auf die anderen Kinder bei
der Tagesmutter und er freut sich auch, wenn er Zeit mit seinen Großeltern
verbringen kann. Aber trotzdem ist das hin- und herpendeln doch auch immer
wieder Stress. Positiver Stress, aber es bleibt belastend/anstrengend. Und dann
gibt es auch noch ganz rational die Argumente, dass er einfach empfindlich und
so viel krank ist (was für ihn natürlich schlecht ist, aber was auch einen „normalen“
Studienverlauf unmöglich macht) und dass er durch den Umzug ja auch wieder eine
große Veränderung vor sich hat. Der Baustress wird wegfallen, Katha und ich
werden (hoffentlich) wieder entspannter sein, aber es ist eben auch eine völlig
neue Umgebung, neue Eindrücke, neue Nachbarn und vor allem wird aus dem
6-Personen-Haushalt wieder ein 3-Personen-Haushalt, also auch wieder andere
Alltagsstrukturen und wesentlich weniger Kontakt zu Oma und Opa.
Es ist noch offen. Ich habe mir alle Kombinationsmöglichkeiten
aus Job, Studium, KiTa, Tagesmutter und zu Hause bleiben aufgeschrieben und
lasse jetzt erst mal den Umzug vorbeigehen und schauen wie sich die Optionen
entwickeln. Selbst eine Ausbildung zur Tagesmutter zu machen ist aber weiterhin
auch noch offen.
PS: Umzug ist in zwei Wochen geplant!!!
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Donnerstag, 13. Juni 2013
Was bitte ist FAMILIENFREUNDLICH?
Wir stehen also wieder auf einigen Wartelisten. In
Tagesstätten und in Elternvereinen. Aber ganz realistisch: es sieht schlecht
aus.
Dort wo wir hinziehen, könnte Fynn ab Dezember einen
Betreuungsplatz bekommen (von dem ich noch nicht 100% überzeugt bin, aber das
ist eine andere Geschichte). Das hieße im Dezember: 2 Wochen Eingewöhnung und
dann 2 Wochen Ferien. Also reguläre Betreuung erst ab Januar. Nur ist Ende
Januar das Wintersemester dann auch leider schon um.
Alternativen:
Tagesmütter: im Umkreis gibt es keine freien Plätze. In der
Stadt bekommen wir generell keine Plätze, weil hier zwar das gleiche Jugendamt
zuständig ist, es aber andere Finanzierungsregeln gibt und das ist wohl
organisatorisch nicht koordinierbar.
Kindertagesstätten: in anderen Gemeinden oder der Stadt
selbst bekommen wir natürlich keinen städtischen KiTa-Platz, immer nur dort wo
man wohnt. Ausnahme: die KiTa der Uni hat auch zwei Plätze für Kinder aus dem Landkreis,
aber da sehen die Chancen schlecht aus.
Elternvereine: gibt es in der Stadt ganz viel – aber auch hier
die gleichen Bedingungen: nur Stadtkinder. Trotzdem auch hier zwei Ausnahmen:
ein Verein von der Uni und einer von der Technischen Hochschule – die einen
haben einen, die anderen sogar zwei Plätze für Kinder aus dem Landkreis, aber
alle Plätze sind mit recht kleinen Kindern belegt, die noch mindestens zwei
Jahre dort bleiben. Es sei denn jemand zieht spontan um und es wird ein Platz
frei, aber auch dann stehen wir auf der Warteliste nicht gerade ganz oben.
Private Tagesstätten: Hier gäbe es vielleicht Hoffnung,
darum haben wir uns noch nicht bemüht, weil es einfach eine enorme finanzielle
Frage ist.
Kombination: die jetzige Tagesmutter weiterhin 3 Tage pro
Woche nutzen – ergibt aber dann zusätzlich 200€ an Benzinkosten und für uns und
Fynn natürlich etwas mehr Stress und die anderen beiden Tage bzw. die
Nachmittage mit einem Babysitter überbrücken…
Ob das aber in der Realität umsetzbar ist…??
Heute hatte ich ein Vorstellungsgespräch für einen Job, den
mir mein Professor vermittelt hat. Es klang ganz gut und ich denke, dass sie
mir den Job für die „Ferien“ (August und September) anbieten werden. Aber ich
kann den Job nur Zusagen, wenn ich eine Betreuung für Fynn habe. Es wäre super,
denn wir können das Geld ja wirklich gebrauchen durch den Bau… Aber was soll ich
machen, mir sind die Hände gebunden.
Ganz zu schweigen vom Studium. Im Moment kommt es mir fast
so vor, als hätte ich gar keine andere
Wahl wie noch ein Semester zu Hause zu bleiben. Und das, obwohl es laut Gesetzt
einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt UND meine Hochschule sich
mit dem Titel „familienfreundlich“ auszeichnet.
Mittwoch, 12. Juni 2013
Woran man Schlafmangel erkennt
Katha und ich leiden zur Zeit an akutem Schlafmangel. Ich
bin gestern Abend um 18:45 auf dem Sofa eingeschlafen und habe mehr oder weniger
durchgeschlafen bis mein Wecker heute früh um 6 Uhr ungnädig wurde. Den Schlaf
habe ich mehr als gebraucht und Katha hat sich zum Glück um Fynn gekümmert. Der
macht nämlich schon seit über zwei Wochen mal wieder jede Nacht zum Tag – oder zum
Horror, je nachdem wie positiv man in dem Moment die Sache noch sieht.
Hier mal ein paar Punkte, an denen in merke, dass ich akuten
Schlafmangel habe:
1.
Die dunklen Ränder unter meinen Augen sind
leider NICHT durch verwischten Mascara, sondern ganz natürlich entstanden
2.
Ich fülle mir morgens versehentlich den Kaffee
in die Babyflasche anstatt in meine Tasse
3.
Mein Zeitgefühl ist völlig durcheinander und ich
stehe um 5:30 vor dem Supermarkt und wundere mich, warum dieser geschlossen hat
4.
Wenn mir andere Mütter freudig erzählen, dass
ihre 6monate alten Babys jede Nacht durchschlafen, ärgert mich das nicht mehr –
hey, ich habe ja viel mehr von meinem Kind und kann mehr Zeit mit ihm „erleben“
5.
Wenn ich das heißgeliebte Lieblings-Buch
vorlese, kann es schon mal passieren, dass mir die Augen zufallen und ich den
Text einfach auswendig weiteraufsage
6.
Die Schlaflieder meines Sohnes wirken wundervoll
– nur nicht bei ihm
7.
Ich habe chronisch einen hohen Puls durch zu
viel Kaffeekonsum
8.
Ich ziehe Fynn das T-Shirt links rum an und
unterschiedliche Socken sowieso, wer kann sich bei so wenig Schlaf noch auf
Details konzentrieren
9.
Die Beule an meiner Stirn? Das war mein Sohn als
er endlich neben mir eingeschlafen ist und dann leider von Karate geträumt hat
10.
….
Ich versuche es, wie immer, mit Humor zu nehmen und hoffe
und bete, dass es irgendwann wieder ruhiger wird.
PS: es gibt neue Infos zur zukünftigen Betreuungssituation,
dass erzähle ich morgen …
Sonntag, 2. Juni 2013
Sommer, Sonne, ... oder so ähnlich
Zum Sommer-genießen bin ich dieses Jahr trotz gutem Vorsatz
leider noch nicht so wirklich gekommen. Das liegt aber vor allem an dem
fehlenden Sommer. Irgendwie scheint der meine Entscheidung nicht mitbekommen zu
haben, sonst wäre er doch sicherlich schon hier und würde uns mit seiner warmen
Sonne die Tage hell und freundlich machen. Naja, auch bei diesem Thema gebe ich
die Hoffnung nicht auf: Irgendwann kommt der Sommer bestimmt…
Studium /
Tagesmutter: Wie es im Herbst weiter geht ist noch total offen. Ich bin einfach
durch Fynn und dem Bau im Moment emotional und physisch so weit weg von der
Uni, kommt mir fast surreal vor, dass ich wirklich studiere. Ich zerbreche mir
aber auch jetzt noch nicht den Kopf darüber. Ich lasse mir beide Möglichkeiten
offen und warte ab, wie sich die Dinge entwickeln. Zum Beispiel, ob wir für
Fynn überhaupt einen Betreuungsplatz bekommen oder nicht. Mit dieser Idee evtl.
als Tagesmutter zu Hause zu bleiben, bzw. mit dem Wunsch gerne bei meinem Sohn
zu bleiben, komme ich mir aber doch sehr wie eine Exotin vor. Wir hatten diese
Woche Nachmittags endlich mal wieder ein Treffen der alten „Krabbelgruppe“ (die
anderen Mamas arbeiten ja alle wieder) und Donnerstagvormittag war ich bei
einem spontanen Mutter-Kind-Frühstück mit anderen Studentinnen. In beiden
Gruppen konnte irgendwie keine meinen Wunsch so richtig nachvollziehen. Das
Treffen mit anderen Studentinnen war aber trotzdem total schön! Man kommt sich
ja doch immer so alleine auf weiter Flur vor in dieser Rolle. War ein toller
Austausch und die Kinder hatten auch jede Menge Spaß zusammen.
Hier kommt jetzt tatsächlich gerade die Sonne raus. Also
höre ich schnell auf zu schreiben und gehe mal genießen!
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Träume,
Wochenende,
Zeit
Mittwoch, 1. Mai 2013
weiter geht’s
Die zwei Wochen Wartezeit nach dem unser Estrich ins Haus
gekommen ist, sind endlich vorbei und heute geht es wieder Vollgas weiter! Katha
und unsere beiden Väter sind schon fleißig am spachteln, während ich mit Fynn
zu Hause bin und versuche „nebenbei“ ein bisschen Schreibtischarbeit zu machen.
Anfang der Woche wurde auch schon unserer Erdwärmebohrung
gemacht. Es geht voran! Und das jetzt hoffentlich in GROSSEN Schritten. Vergangenen
Sonntag gab es nämlich leider mal wieder einen ziemlich bösen Zwischenfall
zwischen meinen Eltern und uns… Möchte ich jetzt aber nicht hier breit-treten.
Privat ist aber irgendwie immer noch der Wurm drin. Egal, wann
ich mir mal vornehme Abends weg zu gehen – es klappt einfach nicht. Immer,
immer, immer (zumindest seit einigen Wochen / Monaten) kommt irgendetwas
anderes dazwischen. Selbst meine Geburtstagsparty wurde jetzt schon zweimal
verschoben, weil irgendwie nur Absagen kamen. Ist irgendwie etwas frustrierend…
aber es wird ganz bestimmt irgendwann wieder anders. Muss ich nur ganz feste
dran glauben ;)
In zwei Wochen bin ich dann ja für 3 Tage in Berlin. Mein Weihnachtsgeschenk
einlösen. Allerdings werde ich da wohl auch alleine hin fahren. Leider. Und
irgendwie kann ich mich noch gar nicht so richtig darauf freuen. Früher bin ich
zwar auch viel alleine gereist, aber da habe ich dann auch in Hostels
übernachtet, wo man immer schnell neue Leute kennenlernt. Dieses Mal übernachte
ich ja in einem Sport-/Wellness-Hotel (was ja auch der Sinn des „Urlaubs“ ist).
Könnt ihr mich mal gerade ein bisschen
motivieren und mir Vorfreude machen auf 3 Tage Berlin? Ich liebe doch Berlin! Und
generell freue ich mich eigentlich auf Sport und Sauna und Berliner-Luft und
hoffentlich mal abschalten. Aber ich habe ja irgendwie ständig Fynn oder andere
Menschen um mich herum, dass ich es so gar nicht mehr gewohnt bin alleine zu
sein. Überlege schon, Fynn mitzunehmen. Dann wird natürlich nichts aus dem
ursprünglichen Programm und Abends weggehen fällt dann auch flach… Was meint
ihr? Macht mir doch mal Lust. ;)
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Freitag, 26. April 2013
Dimensionen des Chaos
Das Chaos hat eine neue Dimension erreicht. Was diese Woche
los war, kann sich kein Mensch vorstellen. Noch nicht mal ich, obwohl ich es
selbst erlebt habe. Von Autopanne mit Fahrerflucht, über kurzfristiger
Tagesmutterausfall und Fynn mit mir im Uni-Labor, bis hin zu stundenlangen Arztbesuchen
mit müdem und hungrigem Kind und großen Ärgernissen und Streiteren mit dem
Bauleiter und anderen Firmen. Und vieles, vieles mehr.
Das Katha und ich diese Woche nicht völlig durchgedreht
sind, ist ein absolutes Wunder. Wir
haben alles gemeinsam gut abfangen können, konnten flexibel reagieren und dabei
sogar halbwegs gelassen bleiben.
Nur das Lernen, das ist nun also schon die zweite Woche
völlig hinten runtergefallen und auch heute sind schon wieder so viele andere
Dinge dazwischen gekommen, dass ich einfach nicht dazu komme. So langsam könnte
es einfach mal wieder normal-chaotisch weitergehen. Mit nur kleinen bis
mittleren Pannen und nicht immer gleich die ganz großen. Das wünsche ich mir
heute für den restlichen Tag und für das Wochenende.
Montag, 22. April 2013
Motto des Sommers
Ich habe mich tatsächlich dazu entschieden noch ein Fach zu
streichen für dieses Semester. Kaum zu glauben, oder? Ich kann es auf jeden
Fall noch nicht fassen. *lol*
Anstatt weiterhin als Allround-Talent zu versuchen Bau, Studium,
Job und Kind effektiv unter einen Hut zu bekommen, habe ich mir ein neues
Lebensmotto ausgedacht:
Diesen Sommer genieße
ich das Mama- und Studentenleben.
Genau: Genießen. Nicht irgendwie organisieren, bewältigen
oder gar abarbeiten. Ich möchte es genießen! Punkt.
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Samstag, 20. April 2013
Genug ist genug - und alles weitere ist dann zu viel
Es sind schwere Zeiten. Fynn hat gerade mal wieder eine
schwierige Phase, was das Schlafen betrifft. Nachts ist er oft mindestens zwei
Stunden wach. Dabei weint er ganz viel und lässt sich kaum beruhigen. Von mir
eigentlich fast gar nicht, eher noch von Katha. Wir leider also alle wieder
unter chronischem Schlafmangel.
Hinzu kommt der ganz normale Wahnsinn – und ist das doch
nicht mehr normal?
Job: Den habe ich dieses Semester wohl auch ein bisschen unterschätzt. Schaffe es kaum, mir genügend Zeit frei zu schaufeln für meine kleine Tutoren-Stelle. Dabei arbeite ich ja eigentlich nur ca. 7-8 Stunden pro Woche. Aber die sind eben schwer zu finden. Vor allem, weil letzte Woche auch noch Fynns Oma weg war und die Tagesmutter im Moment fast jede Woche einen Tag frei hat.
Tagesmutter: Ist gerade auch ein Thema, das mich mal wieder
aufregt. Sie macht 5-10 Fortbildungstage pro Jahr und hat zusätzlich 24
Urlaubtage bei einer 3-Tage-Woche. Das macht mindestens 10 Wochen pro Jahr. 10
Wochen in denen Fynn keine Betreuung hat und die irgendwie anders abgedeckt und
organisiert werden muss. Aber wir müssen noch durchhalten – bis November. Ab
November hat er dann (HOFFENTLICH) einen Platz in der KiTa die 200m von unserem
Häuschen weg ist.
Studium: wer aufgepasst hat, hat es schon gemerkt: dafür
bleibt eigentlich im Moment gar keine Zeit. Es ist zum Verrückt werden – es kommt
so viel dazwischen und geht so viel anderes schief, dass ich nun doch schon
wieder Abends am Schreibtisch saß oder andere Verabredungen abgesagt habe, um
zu lernen.
Fynn: Für den bleibt natürlich Zeit! Aber: mangels der Zeit
in den anderen Bereichen stehe ich ziemlich unter Druck und das merkt er
natürlich. Vor allem an liebevoller Geduld hat es heute Vormittag mal wieder
etwas gemangelt. Er testet im Moment einfach seine Grenzen aus, was ja auch gut
und richtig ist.
Meine Eltern: Anstrengend! Grässlich. Ein täglicher Kampf um
meine eigenen Grenzen zu schützen (und die meiner Familie).
Fazit: ich war heute Vormittag mal wieder an dem Punkt, an
dem ich mich gefragt habe, ob mein eigentlich schon völlig abgespecktes
Programm doch noch zu viel ist. Ich mache ja dieses Semester nur 2 Fächer, von
denen ich nur bei einer in die Vorlesung gehe. Aber es sind einfach so viele
Randfaktoren die irgendwie so wahnsinnig viel Zeit brauchen. Also entweder muss
ich mich irgendwie umorganisieren und meine Kräfte anders einteilen (hat jemand
eine Idee???) oder … puh… oder ich muss tatsächlich noch ein Fach streichen für
dieses Semester und nur ein einziges mitmachen. Aber das wäre schon sehr hart.
Oder?
PS: Heute Nachmittag geht es erst mal auf den 2. Geburtstag
von Fynns bestem Freund. Freue mich auf die Ablenkung und den Spaß, den er
dabei bestimmt haben wird.
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Freitag, 5. April 2013
nicht schon wieder! - leider doch
Die erste Vorlesungswoche ist für mich um und wir haben das
neue Semester hat genauso begonnen, wie wir das alte beendet haben: krank. Fynn
und ich haben beide wieder Mittelohrentzündung und der arme Wurm muss das
dritte Mal für diesen Winter Antibiotika nehmen. Ich bin ganz schön fertig.
Fynn hat vier Tage lang fast nichts gegessen (weil ihm das Kauen im Ohr weh tut
und er außerdem auch noch zahnt) und hat ganz schön abgenommen. Die Nächte
waren dafür sehr anstrengend. So sehr, das Katha diese Woche sogar eine Nacht
bei einer Freundin übernachtet hat, weil sie selbst auf dem Sofa im Wohnzimmer
nicht genug Ruhe hatte zum Schlafen. Umso mehr bin ich jetzt natürlich müde und
fertig – vor allem, da ich ja auch selbst krank bin. Was ein Glück, dass wir
dieses Wochenende kaum noch etwas auf der Baustelle zu tun haben und dann 3
Wochenenden Zwangspause machen müssen, weil der Estrich trocknen muss und die Heizung
verlegt wird.
Aber jetzt mal zu dem Semester: Ich habe mir diese Woche
drei Vorlesungen angesehen. Eine davon möchte ich auf jeden Fall machen. Da
gibt es 3 Vorlesungen pro Woche und 2 davon werde ich besuchen können. Bei den
anderen beiden Fächern bin ich mir noch nicht so sicher, welches ich mache.
Kann bei beiden nur ganz schlecht einschätzen ob und wie ich es schaffen würde,
wenn ich nicht in die Vorlesungen gehe. Denke, dass ich mich mit beiden Fächern
erst mal noch ein bisschen mehr beschäftigen muss, bevor ich es entscheiden
kann. Auf jeden Fall werde ich nur an 1-2 halben Tagen pro Woche an der Uni
sein und das wechselt wöchentlich. So der Plan. Bin gespannt! Aber jetzt erst
mal ist oberste Priorität, dass wir alle endlich wieder richtig gesund werden
(und der Frühling kommt)!
Donnerstag, 28. März 2013
Umbruch
Die Wanderung, wie auch die Eskalation (zu Hause) danach,
haben mir sehr deutlich gemacht, dass sich dringend etwas ändern muss. Dass ich
MICH dringend ändern muss.
Ich habe mein Elternhaus mit 18 Jahren hinter mir gelassen
und bin ausgezogen. Seit dem habe ich jahrelang gekämpft (ja, es war und ist
ein langer und schwerer Kampf) um meine innere Einstellung zu ändern. Ich habe
ziemlich lange gebraucht um zu lernen, dass ich wertvoll bin und geliebt werde
(von Gott und auch von Freunden) ganz ohne etwas zu leisten. Ich habe gelernt
gelassener zu sein, nicht alles zu kontrollieren und loszulassen. Ich habe
meine innere Ruhe gefunden, zumindest zeitweise. Vielleicht fragt ihr euch, was
ich da „rede“, schließlich habe ich mich in den letzten Monaten immer noch mit
diesen Themen auseinandergesetzt. Ja, das hab ich. Ganz weg waren sie nie, aber
das ist kein Vergleich zu meinem Leben als ich noch mit meinen Eltern lebte.
Lange Rede… worauf will ich hinaus: Im letzten halben Jahr, seit wir hier
wohnen, hat sich das alles wieder eingeschlichen. Erst mal relativ unbemerkt,
aber inzwischen doch ganz offen sichtbar. Mein Umgang mit mir selbst und auch
der mit Mitmenschen ist absolut nicht so, wie ich ihn mir gerne wünsche. Ich
fühle mich teilweise völlig minderwertig und behandle auch andere (meistens
leider Katha) oft genauso.
Das möchte ich wieder ändern. Ich möchte mich nicht von den
alten Einstellungen und der Lebensweise meiner Eltern beeinflussen lassen. Und
ich kann es mir nicht erlauben zu warten bis wir ausgezogen sind. Das möchte
ich Fynn nicht zumuten. Ich möchte, dass er eine entspannte und gelassene Mama
hat und keine die ihm Perfektionismus und Unruhe vorlebt. Das habe ich mir
heute vorgenommen. Ich habe den Entschluss gefasst und es aufgeschrieben. Ich
werde es mir jeden Tag durchlesen und an mir arbeiten. Ich werde mich nicht von
heute auf morgen wieder ändern, es wird wieder ein schwieriger und (hoffentlich
nicht ganz so) langer Weg werden auf dem ich auch das eine oder andere Mal in
die ungewollten Verhaltensmuster zurückfallen werde. Aber ich hoffe, dass ich
mich nicht entmutigen lasse und meine Freunde und Familie Geduld mit mir haben
– vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als ich selbst für mich habe.
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