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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de

Mittwoch, 29. August 2012

es geht vorwärts


Die Woche startete mal wieder etwas anstrengender, mit diversen Wutanfällen (Fynn – nicht ich!), Essensverweigerung, Schlafverweigerung und sonstigen „Foltermethoden“ die mein Sohn so drauf hat. ;)

Irgendwas scheint im Busch zu sein, sich zu entwickeln oder zu verändern. Zumindest ist das die einzige Erklärung die ich für sein Verhalten finden kann. Und es ist ja immer so beruhigend, wenn man sich einreden kann dass es an irgendwas bestimmten liegt, denn damit ist die Hoffnung verbunden, dass es auch mehr oder weniger schnell wieder vorbeigeht. ;) Die Überlebenstricks der Mütter.

Vergangene Nacht war dann die Krönung der letzten Tage. Alle 10-30 Minuten ist er aufgewacht, hat geweint und sich nur sehr langsam wieder beruhigen lassen. Ich bin meistens zwischendurch gar nicht erst wieder eingeschlafen. Dafür habe ich heute früh dann einen Kaffee mehr getrunken.

 
Heute waren wir wieder bei der Tagesmutter. Letzte Woche bin ich jeden Tag schon mal für ein paar Minuten raus und es hat immer super funktioniert. Heute haben wir dann den nächsten großen Schritt gewagt: Fynn und ich waren erst eine dreiviertel Stunde zusammen da, bis ich mich dann verabschiedet habe und er zum Frühstücken und anschließendem Schläfchen da geblieben ist. Im Grunde habe ich nicht so wirklich daran geglaubt, dass es funktioniert und bin deshalb einfach im Auto auf dem Parkplatz sitzengeblieben (und habe gebetet, dass es ihm gut geht und er sich sicher fühlt). Aber nach etwas mehr als einer Stunde habe ich dann grünes Licht von der Tagesmutter bekommen, dass er jetzt schläft und ich eine weitere Stunde später wieder kommen soll. Er hat zwar nur 40 Minuten geschlafen (anstatt 1-2 Stunden), aber war auch danach noch zufrieden, obwohl ich nicht da war. Super! Und ich war auch zufrieden, da ich mit der Tagesmutter per Telefon und SMS im Kontakt war, was mich sehr beruhigt hat. Als Fazit würde ich sagen: wir sind beide tapfer gewesen! : )

 

Ansonsten geht es auch in den anderen Lebensbereichen voran:

Wir sind fleißig dabei uns unendlich viele Angebote für unser Haus machen zu lassen. Böden, Türen, Sanitär, … von allem natürlich ganz viele um Preise zu vergleichen und zu handeln. So langsam geht es vorwärts und ich freue mich schon so auf unser Häuschen!

Aber neben all dem Planen und Träumen stehen nun erst mal noch ein paar Urlaubstage im Kalender! Sonntag oder Montag werden wir uns für 5 Tage noch mal kurz abmachen und Nordseeluft schnuppern. Der vermutlich letzte Urlaub für die nächsten Jahre voller Bauschulden …
 
Unser chaotisches Leben geht also weiter und ich finde wir meistern es ganz gut. (Ab und zu muss frau sich auch mal selbst loben.)
 

Donnerstag, 23. August 2012

Das Leben ist schön (oder so ähnlich)



Was meinen Tag heute nicht erheitert hat:
Heute früh war mal wieder einer der nicht ganz so rosigen Zeiten: Fynn hat zwei Stunden geweint, ohne dass ich ihn beruhigen konnte. Selbst zum Frühstücken konnte ich ihn nicht überreden (was ihn sonst eher begeistert), sondern habe ihn mit einer Milchflasche ins Bett gelegt. Er hat zum Glück auch geschlafen, aber ich habe dann selbst gefrühstückt und erst mal schnell die anstehende Hausarbeit erledigt, sodass ich nicht mehr zum Mittagessen vorbereiten kam. Um 10 ist er wieder aufgewacht und wir sind zur Tagesmutter gefahren. Auf dem Weg zum Auto habe ich meine Oma noch gefragt, ob sie uns 2 Kartoffeln leihen kann, da wir keine mehr haben. Die Antwort war zwar „ja“, aber auf die Frage, ob sie sie uns auch kochen könnte, da wir erst gegen 12 Uhr wieder zu Hause sind kam als Antwort nur, dass ich doch weiß wo ihre Kartoffeln liegen und das ich das doch auch selbst kann. Vielen Dank! Als wir dann um zwölf nach Hause kamen, war meine Oma schon am Essen – und ratet mal: es gab Kartoffeln! (an dieser Stelle fallen mir ganz viele Schimpfwörter ein, die ich jetzt lieber weglasse.)
Wir sind also hoch und ich habe selbst schnell den Topf auf den Herd gestellt. Kartoffel schälen, schneiden, rein in den Topf, warten. So weit, so gut. Fynn war nur leider so ungeduldig dass er nicht nur geweint, sondern auch geschrien hat. Noch nicht mal in den Arm nehmen und rumtragen hat geholfen. Also: Ohren zuklappen, trösten, warten.
Endlich. Essen ist fertig. Wir sitzen am Tisch und nach den ersten 3 Löffeln (über die Fynn sich tierisch freut) ist Feierabend. Nichts geht mehr, absolute Abwehrhaltung. Prima. Und warum habe ich mir den Stress mit dem Kochen jetzt angetan?
Hundemüde das Kind! Reibt sich die Augen, gähnt, zwirbelt seine Haare, ist völlig platt. Also Schlabberlatz wieder ausziehen, meinen vollen Teller mit Essen einfach stehenlassen und Fynn ins Bett bringen. Lied an, Rolladen runter, Schnuller in Mund, kuscheln, streicheln, pschschschscht machen. Schnell runter und weiter essen, alles in die Spülmaschine (zum spülen keine Zeit) und Fynns Reste in den Abfall.
Das mit dem Schlafen klappt aber leider auch nicht. Nach 30 Minuten ist er immer noch wach…

Da fällt mir aber eine schöne Postkarte ein, die ich von einer Freundin bekommen habe:



Die Perspektive ändern. OK. Dann mal los: Die letzte Nacht war wieder sehr erholsam. Toll! Bei der Tagesmutter wird Fynn immer mutiger und freier. Letzte Woche hat er ja wie Patex auf meinem Schoß geklebt, inzwischen krabbelt er schon weg und interessiert sich auch für die anderen Kinder und die Tagesmutter. Er scheint wirklich Spaß zu haben.
Außerdem scheint draußen die Sonne und es ist trotzdem endlich nicht mehr so heiß in unserer Wohnung. Und heute Abend bin ich mit einer guten Freundin verabredet. Wenn das keine schlagenden Argumente sind! Oder? ;)

PS: Inzwischen ist er sogar eingeschlafen!!! :)))




Dienstag, 21. August 2012

Happy family


Ich habe in den letzten Tagen wirklich über die Option nachgedacht, selbst Tagesmutter zu werden. Ich würde es mir zutrauen und denke, dass ich auch Freude daran hätte, aber die Hauptgründe warum ich es machen würde, wären die Falschen. Ich würde es machen, weil ich bei Fynn sein möchte. Weil ich ihn wachsen sehen möchte und die Zeit gemeinsam mit ihm verbringen möchte. Dazu müsste ich aber nicht Tagesmutter werden, dafür würde es ausreichen einfach zu Hause zu bleiben. Ich glaube, wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, würde ich vor allem deshalb TaMu werden wollen, um eine „Rechtfertigung“ zu haben. Nein, das Wort passt nicht ganz… Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Vermutlich ist es einfach wieder mein so altbekanntes Muster, dass ich mir nicht vorstellen kann nichts offiziell zu leisten. Ich bin inzwischen Mutter und weiß nur zu gut, dass es durchaus eine große Leistung ist sein Kind zu erziehen und gut für ihn/sie zu sorgen. Aber trotzdem beschreibt es das wohl leider am besten.
Aber, um mich selbst und euch nicht zu langweilen (da ich ja immer und immer wieder zu diesem Thema zurückkehre und daran knabbere): Ich sehe es ja ein, dass das Blödsinn ist UND ICH HANDLE DANACH. Ich werde also nicht Tagesmutter, ignoriere aber nicht den Wunsch, dass ich gerne bei Fynn bleiben möchte.

Noch sind meine Stundenpläne nicht online, aber ich schaue schon jeden Tag nach und es wird vermutlich bald so weit sein. Aber ich gehe mit ganz gemischten Gefühlen an das Thema und weiß noch nicht so wirklich, wie ich damit umgehen möchte. Bis jetzt versuche ich einfach offen zu sein für alle Möglichkeiten und abzuwarten. Aber es gibt doch die beiden inneren Stimmen in mir: Die eine, die am liebsten schon jetzt bis ins Detail planen würde um wieder mal mein Organisationstalent unter Beweis zu stellen (was mir ja Spaß macht), wie viele Module (Fächer) ich effektiv in meine Woche quetschen kann, ohne dabei Fynn länger als 20-24 Stunden pro Woche zur TaMu zu bringen. (Was dann vermutlich darauf hinauslaufen würde, dass meine Mutter ein oder zwei Nachmittage als Babysitter einspringen würde und dass ich evtl. auch samstags in Vorlesungen gehen würde, wenn Katha für Fynn da ist.) Dann gibt es da aber noch die andere Stimme, für die Fynn das einzig wichtige ist und die am liebsten all ihre Gedanken und Kräfte für die Zeit mit ihm einsetzen möchte.
 
Aber hey - ich hoffe, ihr habt es gemerkt: Die zweite Stimme ist nicht mein schlechtes Gewissen, sondern wirklich mein Herz! UND: sie wird mit jedem Tag lauter, ich erlaube ihr lauter zu werden und höre ihr auch zu ohne zu werten. Naja, zumindest versuche ich nicht zu werten. ;)
Ganz realistisch: ich werde mit Sicherheit nicht 100% zu Hause sein und 0% studieren, aber die zweite Stimme ist ein gutes Gegengewicht zur ersten. Vor allem klingt die zweite Stimme (zumindest im Moment) viel mehr nach mir, nach der Stimme meines Herzens. Vielleicht auch nach Gottes Stimme? Mein Wegweiser?
Ich bin sehr gespannt, was bis Anfang Oktober noch passiert und wie dieses Thema ausgehen wird.

Montag, 20. August 2012

Klausur :(

Habe mich gerade endgültig von der Klausur Anfang Oktober abgemeldet.
Jetzt ist also Fakt und ich kann die Bücher wirklich zuklappen und wegräumen.

Fühlt sich aber schon sehr komisch an, wo ich doch eigentlich bestimmt noch irgendwie die Nächte hätte lernen können,... Gestern saß ich Vormittags entspannt in der Sonne (als Fynn schlief) und habe einen Roman gelesen - da habe ich dann alle 3 Minuten gedacht: "Jetzt könnte ich auch lernen"
Wenn ich also das nächste mal relaxed in der Sonne sitze, kann ich mir die Gedanken sparen, denn jetzt ist es ja zu spät. ;)
Dafür habe ich heute früh schon das Mittagessen für meinen Kleinen Schatz gekocht und mich an der Hausarbeit augetobt. 


Samstag, 18. August 2012

Ausgeschlafen = ausgeglichen


Das ist wirklich unglaublich. Von den letzten 6 Nächten gab es nur eine, in der Fynn nachts wach geworden ist. Ich traue mich noch nicht das d-Wort zu nennen, aber freue mich trotzdem über jede einzelne dieser Nächte! Mein Körper auch. Und meine Seele noch mehr. Ich habe das Gefühl, dass ich von Tag zu Tag oder besser gesagt, von Nacht zu Nacht ausgeglichener werde. Mehr Geduld, bessere Stimmung, mehr Freude am Alltag mit Fynn. Hätte nie gedacht, was für ein großes Grundbedürfnis Schlaf doch ist! Man lernt die Dinge im Leben eben erst dann lieben, wenn man sie mal vermisst hat.

Heute bin ich zwar trotzdem nicht ausgeschlafen, da ich erst um 3:15 Uhr ins Bett bin und Fynn um 5:45 wach war – aber daran bin ich schließlich selbst schuld und es kann meine Laune dennoch nicht trüben. Habe meine Schlaf-Akkus ja in den Nächten davor schon etwas aufladen können.

Ich hoffe sehr, dass das jetzt so bleibt, möchte mich aber auch nicht zu sehr darauf einstellen um nicht enttäuscht zu werden. Einfach jede dieser Nächte genießen und freuen!!