Über mich

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Das wäre geschafft: Jetzt bin ich offiziell MAMA und irgendwo zwischen Wickelkommode und Schreibtisch zu finden. Wie es jetzt weiter geht, was dabei alles auf mich zukommt, wie es sich anfühlen wird, wie ich mit der neuen Rolle umgehenwerde,... ich werde es erleben und ihr werdet es hier lesen können. Erreichen kann man mich unter: mama-to-go@web.de

Mittwoch, 24. Oktober 2012

zwei Gesichter

Wie macht er das nur? In einer Sekunde ist er ein kleiner Engel, der mein Herz zum zerspringen mit Liebe füllt, der den Grund meines Lebens erschüttert und im nächsten Moment - scheinbar ohne jeglichen Grund - ist er ein kleiner Terrorzwerg, der voller Wut schreit und brüllt und jeglicher Erziehungs- oder völlig ignoriert.

Ich bin mal wieder richtig am Ende meiner Kräfte (und emotional auch) und falle gleich ins Bett - mit der Hoffnung, dass diese Nacht endlich mal eine halbwegs ruhige wird.

PS: gestern Abend musste ich recht früh mit dem Lernen aufhören, weil Fynn sich so gar nicht beruhigen lies. Also sind wir gegen 22 Uhr einfach zusammen in mein Bett und da ist er gleich eingeschlafen. Aber auch wenn das dann natürlich auch wieder eine sehr unruhige Nacht war - genossen habe ich es ja trotzdem. Wenn er schläft ist er so friedlich :)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Wenn das mal so einfach wäre

Die Sache mit Berlin hat Fynn sich wohl ganz anders vorgestellt als ich. Dass er keine Lust hat auf Stadtbesichtigungen und ähnliches, war mir natürlich klar. Selbst eine Sightseeing-Tour möchte ich ihm nicht zumuten. (Ich habe die Stadt selbst auch schon oft genug von ihrer touristischen Seite gesehen.) Aber das so gar nichts geht… heute Vormittag hat er mal wieder das Frühstück und das Schläfchen danach boykottiert. Das Frühstück in dem er erst geschrien hat, weil er so ungeduldig war und ich ihm das Brot nicht schnell genug schmieren und schneiden konnte und weil er dann als er satt war aus Langeweile geschrien hat. Eigentlich danach wieder richtig müde, hat er noch eine warme Milch bekommen und ich habe ihn ins Bett gelegt. Das war dem kleinen Prinzen aber leider auch nicht recht. Dementsprechend habe ich ihn nach geraumer Zeit wieder aus dem Bett geholt, bin aber mit ihm im Hotel geblieben, um nicht wieder alle Menschen außerhalb zu „belästigen“ und weil ich die Hoffnung hatte, dass er später im Laufe des Vormittages doch noch mal schlafen wird….

Dem war nicht so.  

Heute Nachmittag war ich dann wirklich guter Dinge: Der Mittagsschlaf hat über eine Stunde gedauert und Fynn war danach sogar richtig gut drauf. Also habe ich ihn eingepackt, uns ein U-Bahn-Ticket geholt und wir sind los. Ziel sollte eines der tollen Familien-/Kindercafés sein. Dieses Ziel haben wir allerdings nicht erreicht. Kaum saß er im Kinderwagen und wir waren unterwegs ging es wieder los. Ich kann es ja nachvollziehen, dass er lieber krabbelt und tobt, anstatt still zu sitzen, aber deswegen wollte ich mit ihm ja auch in ein Café wo das möglich ist. Mir ist aber die Geduld schon vorher ausgegangen, also sind wir ein kurzes Stück durch die Stadt gelaufen und dann mit der nächsten U-Bahn wieder zurück zum Hotel.

Wie das die nächsten Tage werden soll? Keine Ahnung. Natürlich könnte ich ihn auch einfach zeitweise abgeben an meine Eltern – die würden sich sehr freuen – und mich alleine auf den Weg machen. Aber das ist ja nicht das was ich möchte. Ich habe mich darauf gefreut mit Fynn zusammen ein paar schöne Tage zu verbringen. Als wir an der Nordsee waren hat das doch auch wunderbar funktioniert. Da haben wir sogar eine Fahrradtour gemacht und Fynn saß den ganzen Tag im Anhänger und war zufrieden. Diese Phase ist jetzt wohl vorbei. Oder liegt es an mir? Bin ich selbst zu angespannt? Klar, ich versuche jede freie Minute zu lernen und habe auch letzte Nacht noch sehr lange am Schreibtisch gesessen, aber eigentlich schalte ich doch wirklich ab bzw. um wenn ich mit Fynn zusammen bin. Und ich hatte mich richtig gefreut auf den Ausflug.


Es ist nicht nur, dass er dann schlechte Laune hat und anfängt zu weinen oder schreien. Er hat wieder richtige Zornausbrüche. Kann das gar nicht wirklich beschreiben. Er ballt die Hände zu Fäusten, verzieht das Gesicht vor Anspannung und zittert dabei vor Wut. Wenn man das das erste Mal beobachtet, sieht es sogar lustig aus. Aber da es im Moment so häufig vor kommt, mache ich mir doch Sorgen. Oder besser gesagt Gedanken: Warum macht er das? Wie soll ich darauf reagieren? Ignorieren und dem ganzen versuchen keine Beachtung zu schenken? Ihn schimpfen? Sagen, dass er das lassen soll? Ihm ruhig sagen, dass das nichts bringt. Das letzte klingt wohl am Besten. Fruchtet bis jetzt nur leider nicht.

Ja, das Thema mit der Erziehung. Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Im Grunde ist alles Erziehung. Alles was ich tue, wie ich mich selbst verhalte, wie ich reagiere. Ob ich angespannt bin, schnell verzweifelt, gut gelaunt,… Mir fällt gerade nicht ein, wer diesen schlauen Satz gesagt hat, aber irgendwer hat mal behauptet, dass es nichts bringt seine Kinder zu erziehen, sie machen einem sowieso alles nach. - Wenn das mal so einfach wäre.

Dann sollte ich mal versuchen die nächsten beiden Tage, die wir noch in Berlin haben, gut gelaunt, locker und für jeden Spaß zu haben zu sein… und hoffen, dass er es mir nachmacht und wir nicht die nächsten Tage im Hotelzimmer bleiben müssen. ;) Gelernt habe ich eh schon so viel, dass es die nächsten Tage ausreichen sollte, wenn ich abends am Schreibtisch sitze.  (HOFFNUNG)

Montag, 22. Oktober 2012

Berlin

Fynn und ich sind heute früh um 6 Uhr spontan nach Berlin gefahren.
Naja,... "spontan" heißt, dass ich das gestern Abend um 22:30 Uhr entschieden habe. Aber für einen Ausflug mit kleinem Kind finde ich das schon wahnsinnig spontan.

Wie es dazu kam ist etwas komplizierter. Meine Mum macht hier ein Seminar, mein Dad ist zum "Urlaub machen" mit und so sind Fynn und ich auch "kostenlos" dabei. ;)

Hatten heute aber leider einen etwas anstrengenden Start. Fynn hat kaum geschlafen und war sehr "laut". Zumindest hatten wir in Restaurant, Cafe und sämtlichen Supermärkten die volle Aufmerksamtkeit aller Passanten. Und ich hatte seit langem mal wieder Migräne...

Jetzt ist es 20:15 Uhr und ich hoffe, dass er gleich einschläft.
Was wir die nächsten Tage hier machen (abgesehen davon, dass ich die Uni schwänze)? Weiß ich noch nicht genau. Die Zeit zusammen genießen, hoffe ich!

Und ich bin gerade überwältigt von den vielen tollen Angeboten hier:
empfehlenswerte-eltern-kind-cafes-berlin
das sind nur die "empfehlenswerten". es gibt noch weit mehr... WOW. wie soll man sich denn da entscheiden ;) - ich liebe solche luxusprobleme.

aber jetzt muss ich aufhören zu surfen und zu schreiben: ich muss LERNEN!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

kein Zuckerschlecken aber hoffentlich trotzdem süß


Die Woche fing mit der U6 und einem Impftermin an. Bei der U6 war alles in Ordnung. Auch wenn es mich schon etwas verwundert hat, dass die Ärztin bloß wissen wollte, ob Fynn deutlich machen kann, wenn er etwas will und ob er sich laut beschwert, wenn ich ihm dies wegnehme. Beides konnte ich mit einem eindeutigen JA beantworten. Ob er aber auch ab und zu mal macht, was ich möchte, hat die nette Tante gar nicht interessiert… (hätte ich auch leider anders beantworten müssen*g*).

Das Impfen hat er nicht ganz so gut weggesteckt. Ein bisschen Schnupfen und zwei sehr unruhige Nächte. Hätte schlimmer kommen können und war für die nächsten Monate auch erst mal die letzte Impfung. Welch ein Glück! Für ihn und uns.

Nun sitze ich also völlig übermüdet in der Uni und nutze meine Pause zur geschlossenen Augenpflege (^^), anstatt zum Lernen. Es ist Mittwoch und somit fast Mitte der Woche. Die Entscheidung rückt also näher. Aber im Grunde habe ich mich schon entschieden und habe einen neuen „Plan“ für dieses Semester (wenn es mir gelingt noch ein paar Prüfungsordnungs-technische Steine aus dem Weg zu räumen und wegen meiner „Sondersituation“ ein paar Regeln zu umgehen):

Ich werde versuchen alle 5 Module / Fächer zu belegen und das Tutorium machen. ABER: ich werde trotzdem mehr zu Hause sein, als ursprünglich geplant. So wird Fynn 2-3 Vormittage bei der Tagesmutter sein, nur einen Nachmittag bei seiner Oma und nur alle 2 Wochen einen Vormittag mit seiner Mami (meiner Frau) alleine sein. (Ursprünglicher Plan war: 2-3x Tagesmutter, 2 Nachmittage mit Oma und jeden Samstagvormittag ohne mich)

Natürlich wird das kein Zuckerschlecken. Eine  der Prüfungen wird zwar nicht in den Klausurwochen stattfinden, sondern erst kurz danach (was etwas mehr Luft zum Lernen lässt), aber es bleibt trotzdem noch eine Menge Arbeit. Dadurch das ich mehr zu Hause sein werde, habe ich schließlich nicht weniger zu Lernen. Eher im Gegenteil. Ich werde versuchen ein Fach zu schaffen, ganz ohne in die Vorlesung zu gehen. Lernen werde ich primär abends zu Hause, wenn Fynn schläft. Wenn möglich auch auf den Zugfahrten zur Uni und vielleicht ab und zu auch während Fynn Mittagsschlaf macht. Aber das plane ich nicht fest ein, denn gerade gestern ist daraus mal wieder nichts geworden. Ich werde versuchen alles zu geben und trotzdem für Fynn da zu sein. Wenn ich merke, dass es zu viel wird und ich es nicht schaffe, werde ich nicht die Zeit mit ihm kürzen, sondern eben ein Fach wieder streichen. Und ich weiß, dass das alles ganz schnell wieder über den Haufen geworfen werden kann. Der Kleine muss nur mal 2 Wochen krank sein und schon kann es sein, dass aus all dem nichts wird. Das ist mir bewusst und ich versuche in meinem Plan ganz flexibel zu sein. Vielleicht sollte ich es nicht „Plan“ sondern eher „Wunsch“ nennen…

Nein, ein Zuckerschlecken wird es sicherlich nicht. Aber ich wünsche uns Dreien trotzdem eine schöne Zeit und viele gemeinsame Stunden die uns das Leben versüßen. Familie steht an erster Stelle - vor Studium und auch vor Kathas neuem Job. Und mit dieser Einstellung werden wir das gemeinsam schaffen!!

Montag, 15. Oktober 2012

Gleichnis vom verlorenen Sohn


Ich habe heute früh in der Bibel mal wieder seit langem das Gleichnis vom verlorenen Sohn gelesen und bin mal wieder sehr gerührt.

Aus so vielen Perspektiven ist sie so wunderschön. Ich werde geliebt. Egal, was ich angestellt habe und welche Schuld ich mit mir rumtrage, es gibt einen Vater der mich liebt und mich immer und immer wieder mit offenen Armen empfängt und sich freut, wenn ich zu ihm umkehre. Außerdem gibt es so viele Dinge im Leben, die ich für wichtig halte, die es im Grunde nicht sind. So viele Dinge für die man Zeit, Geld und Energie verschwendet, weil man denkt, dass es einen glücklich macht. Dabei sind es meistens die ganz einfachen (kostenlosen!!) Dinge, die das Leben lebenswert machen. Familie. Liebe. Ein offenes Herz. Das Geschenk aneinander verzeihen zu können und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Jemanden zu haben, der für einen da ist.